Veranstaltungen - Aktuell

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Das Mahnmal St. Nikolai bietet ein breit gefächertes Veranstaltungsprogramm

Ob Vortrag, Lesung oder Konzert – an jedem ersten Mittwoch im Monat findet unter dem Motto Kultur in der Krypta eine kulturelle Veranstaltung statt. Mit der Veranstaltungsreihe Erinnern im Mahnmal wird regelmäßig der Opfer und Ereignisse gedacht, die im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg und dem Nazi-Regime stehen. Unter der Rubrik Gäste im Mahnmal finden regelmäßig Gastveranstaltungen in der Krypta statt.

Jeden Donnerstag um 12 Uhr: Carillon-Konzert auf dem Turmglockenspiel
Donnerstag, 25. Mai 2017, 12.00 Uhr

Carillonkonzert an Christi Himmelfahrt

Gudrun Schmidtke spielt auf dem großen Turmglockenspiel im Mahnmal St. Nikolai.

Choräle: Christi fuhr gen Himmel

Lieder: Grüß Gott, du schöner Maien

Literatur für Carillon: Meine kleine Spieluhr, Der Schmetterling, Das Wasserkäferlein

Eintritt frei - das Glockenspielkonzert ist im Freien zu hören.

8. April bis 30. Mai 2017, täglich 10.00 bis 17.00 Uhr

SONDERAUSSTELLUNG

„Wem gehört Polen?“ Propagandapostkarten aus dem Ersten Weltkrieg. Eine Grenzen überschreitende Ausstellung.

Anhand von 60 Propagandapostkarten aus dem Ersten Weltkrieg präsentiert die Ausstellung die Situation und Stimmung der Polen in dieser Zeit und veranschaulicht ihre komplizierte Stellung in der internationalen Politik. In einer Zeit vor Kinos, Telefon, TV oder Internet stellten Ansichtspostkarten ein wichtiges Mittel des Massenkonsums, der Massenkommunikation und der politischen Einflussnahme dar. Die Ausstellung, konzipiert von Prof. Dr. Rudolf Jaworski, zeigt diese Funktionen eines in ganz Europa weit verbreiteten Mediums anhand der im Ersten Weltkrieg propagierten Polenbilder: patriotische Selbstdarstellung der Polen, die sekundierende französische Perspektive, der Blickwinkel der drei Teilungsmächte Russland, Preußen-Deutschland und Österreich-Ungarn. Diese konkurrierenden Sehweisen erlauben einen Gesamteindruck, welche Optionen für eine europäische Nachkriegszeit propagiert und wie sie visuell umgesetzt wurden.

Eine Ausstellung des Wissenschaftlichen Zentrums der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien. Präsentiert in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg. Eintritt frei.

Begleitveranstaltungen zur Ausstellung:

Donnerstag, 4. Mai, 18.00 Uhr
Prof. Dr. Stephan Lehnstaedt (Berlin): Vom Ersten zum Zweiten Weltkrieg. Kontinuitäten und Brüche in der deutschen Wahrnehmung Polens.

Mittwoch, 10. Mai, 18.00 Uhr
Dr. Piotr Szlanta (Warschau): Neue Herren oder Befreier? Die polnischen Okkupationserfahrungen des Ersten Weltkriegs im Lichte von Karikaturen.

Donnerstag, 11. Mai, 18.00 Uhr
PD Dr. Joachim Tauber (Lüneburg): Deutschland, Polen und Litauen 1916–1939.

Donnerstag, 18. Mai, 18.00 Uhr
Dr. Libby O’Connell (Chicago) u.a.: Erinnern an den Großen Krieg: Der Kriegseintritt der USA 1917.
Pfingstmontag, 5. Juni 2017, 17.00 Uhr

Carillonkonzert im Reformationsjahr
„Komm Heiliger Geist, Herre Gott“

Werner Lamm spielt auf dem großen Turmglockenspiel im Mahnmal St. Nikolai die Pfingstlieder des Gesangbuches.

Werner Lamm - Kirchenmusiker in Hamburg, Musikstudium in Dortmund, Hamburg und Paris. Leitet die Bramfelder und die Harburger Kantorei. Konzerte in Japan, USA und den meisten europäischen Ländern, Gastdozent an Hochschulen in London und Hamburg. Das Carillonspiel lernte er schon als Jugendlicher in Frankreich, am Mahnmal St. Nikolai spielt er regelmäßig seit 2006.

Eintritt frei - das Glockenspielkonzert ist im Freien zu hören.

13. Juni bis 30. Juli 2017, täglich 10.00 bis 18.00 Uhr

SONDERAUSSTELLUNG

Freiheitsbotschaften - Versöhnung über Grenzen

Jan Koblasa - Skulpturen aus über 50 Jahren

Sonia Jakuschewa - Botschaften in Bildern

Jan Koblasa, geb. 1932 in Tabor (CSFR), emigrierte als verfolgter Künstler im Widerstand gegen das kommunistische Terrorregime nach Ende des Prager Frühlings 1968 ins Exil nach Deutschland. Er lebt heute in Hamburg und Prag. Seine Arbeiten sind in Museen und Galerien in Tschechien, Israel, Ägypten, Venezuela und Deutschland zu sehen. Die ausgestellten Skulpturen reflektieren das Leben zwischen Unterdrückung und Freiheit, Grenzsituationen und Grenzüberschreitungen.

Sie werden durch die Bilder seiner Frau, der Moskauer Malerin Sonia Jakuschewa, ergänzt.

Veranstaltungen zur Ausstellung

Montag, 12. Juni, 17.30 Uhr      Eröffnung der Ausstellung

Samstag, 17. Juni, 14 Uhr         Führung durch die Ausstellung

Mittwoch, 28. Juni, 18 Uhr         Künstlergespräch

Samstag, 15. Juli, 14 Uhr          Führung durch die Ausstellung

Dienstag, 4. Juli 2017, 19.00 Uhr

500 Jahre Reformation - Katholiken und Protestanten auf Wegen der Versöhnung

Vortrag und Gespräch mit Weihbischof em. Dr. Hans-Jochen Jaschke

Die von den Reformatoren angestrebte Erneuerung der Kirche hat neben vielen guten Früchten auch zu schmerzlichen Erfahrungen geführt: Zu Feindschaft, zu Intoleranz und Streit. Menschen haben darunter bis heute zu leiden. Konfessionsverschiedene Ehen mussten viele Probleme aushalten. Der christliche Glaube hat auch als Rechtfertigung für Gewalttätigkeit und Spaltungen gedient.

Für das Jahr 2017 wollen die Kirchen neue Wege gehen: entschiedene Schritte zu einer "Heilung der Erinnerungen", Wege der Suche nach einer Einheit der Kirche, die nicht uniform ist, sondern verschiedene Traditionen und Formen umfasst, die in einer "versöhnten Verschiedenheit" leben. Bedeutsame Zeichen liegen hinter uns: ein Konsens in der Rechtfertigungslehre, Besuche des Papstes beim Lutherischen Weltbund, Besuche evangelischer Vertreter beim Papst in Rom. Die Kirchen vor Ort haben die Aufgabe, Zeichen der Gemeinsamkeit zu setzten, die bei den Menschen ankommen.

Weihbischof em. Dr. Jaschke wurde am 8. Januar 1989 im Dom zu Osnabrück zum Bischof geweiht und zum Weihbischof in Hamburg und Schleswig-Holstein im Bistum Osnabrück ernannt. 1995 wurde er zum Bischofsvikar im neu gegründeten Erzbistum Hamburg. Im September 2016 feierte Jaschke seinen 75. Geburtstag. Im Oktober 2016 hat Papst Franziskus den Rücktritt des Weihbischofs angenommen.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. - Politisches Bildungsforum Hamburg.