Veranstaltungen - Aktuell

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Das Mahnmal St. Nikolai bietet ein breit gefächertes Veranstaltungsprogramm

Ob Vortrag, Lesung oder Konzert – unter dem Motto Kultur in der Krypta findet eine Vielzahl an kulturellen Veranstaltungen statt. Mit der Veranstaltungsreihe Erinnern im Mahnmal wird regelmäßig der Opfer und Ereignisse gedacht, die im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg und dem Nazi-Regime stehen. Unter der Rubrik Gäste im Mahnmal finden regelmäßig Gastveranstaltungen in der Krypta statt.

Jeden Donnerstag um 12 Uhr: Carillon-Konzert auf dem Turmglockenspiel
20. Juli bis 29. September 2018

Sonderausstellung

Vor uns lagen nur Trümmer

KZ-Häftlinge im Einsatz nach der „Operation Gomorrha“

Vor 75 Jahren bombardierte die britische und die amerikanische Luftwaffe unter dem Codenamen „Operation Gomorrha“ vom 25. Juli bis 3. August 1943 Hamburg. Es gab Zerstörungen von bis dahin unvorstellbarem Ausmaß: etwa 34.000 Menschen starben, mehrere Stadtteile lagen vollständig in Trümmern.

Nach den Angriffen wurden vielerorts Häftlinge des Konzentrationslagers Neuengamme zu Aufräumarbeiten eingesetzt. Ihre Erfahrungen in der zerstörten Stadt stehen im Zentrum dieser Ausstellung. Unter oft grauenvollen Bedingungen mussten sie unter Lebensgefahr Trümmer räumen, Leichen bergen und Blind­gänger suchen. Für die Bevölkerung waren sie deutlich sichtbar, manchmal kam es zu direkten Kontakten. Hunderte von KZ-Häftlingen kamen bei Luft­angriffen ums Leben.

Die Ausstellung ist eine Kooperation der KZ-Gedenkstätte Neuengamme und des Mahnmals St. Nikolai, gefördert von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius.

Bis 29. September im Mahnmal St. Nikolai, täglich 10 – 18 Uhr, freier Eintritt zur Sonderausstellung

Ausstellungstafeln /exhibition panels

Foto: Andreas Werner. KRONOS Media GmbH/Sammlung Uwe Petersen

Donnerstag, 30. August 2018

Gedenkveranstaltung anlässlich des Beginns des Zweiten Weltkriegs

17.30 Uhr: Carillonkonzert, Werner Lamm

18.00 Uhr: Ökumenische Andacht in der Krypta. Liturgische Leitung: Dr. Martin Vetter, Propst und Hauptpastor an der Hauptkirche St. Nikolai und Pfarrer Dr. Jacek Bystron, polnische katholische Mission Hamburg, musikalische Leitung: Werner Lamm, Klavier

18.30 Uhr: Vortrag von Dr. Christoph Kienemann: „Der koloniale Blick gen Osten - Osteuropa im Diskurs des Deutschen Kaiserreiches von 1871“

Der Osten Europas war für die Deutschen im 19. Jahrhundert die ideale Projektions-fläche für die eigenen kolonialen Ambitionen. Für den Oldenburger Historiker, Sozial-wissenschaftler und Journalisten Dr. Christoph Kienemann stellt sich damit die Frage: Lag das deutsche Indien in Polen?

Im Kaiserreich galt Osteuropa vielen Deutschen als unzivilisiert, chaotisch, primitiv und auf deutsche Kulturleistungen angewiesen. Kienemann analysiert den deutschen Osteuropadiskurs hinsichtlich der Frage, ob er als kolonialer Diskurs gelesen werden muss. Auf diese Weise zeigt sich nicht nur, dass Osteuropa für viele Deutsche ein Sehnsuchtsort kolonialistischer Phantasien war, sondern dass der östliche Teil Europas eine viel größere Bedeutung für die kolonialen Ambitionen der deutschen Gesellschaft um 1900 besaß, als ihm bisher zugeschrieben wurde.

Gerade im Hinblick auf die Bemühungen Hamburgs um die Neubewertung seiner Erinnerungskultur und der Aufarbeitung des kolonialen Erbes, von dem die Hansestadt und der Hafen direkt profitierten, ist diese Sicht eine wichtige aktuelle Facette.

Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg, dem Mahnmal St. Nikolai und der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg e.V.

Eintritt frei.

Samstag, 15. September 2018, 18.00 bis 22.30 Uhr

„einfach himmlisch“ - NACHT DER KIRCHEN HAMBURG

Bereits zum 15. Mal öffnen sich in der Nacht der Kirchen hamburgweit die Portale und bieten den Besuchern ein buntes Programm:

18.00 bis 22.30 Uhr Himmlische Aussichten: Freie Fahrt mit dem gläsernen Panoramalift zur Aussichtsplattform in 76 Meter Höhe.

18.00 Uhr Glockenspielkonzert, am Spieltisch Gudrun Schmidtke

18.30 Uhr „JugendStreicherForum“ Streichorchester der Staatlichen Jugendmusikschule, Ltg. Tomasz Lukasiewicz. Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Wolfgang Amadeus Mozart, Antonio Vivaldi

19.15 Uhr Gitarrenensemble der Staatlichen Jugendmusikschule, Ltg. Jochen Buschmann. Werke von Astor Piazzolla, James Brown, Hans Brüderl, Fabian Payr

20.00 Uhr „takt-los“ Chor, Ltg. Pavlina Hillenbrand-Jovanovska. Neue geistliche Lieder, Gospel, Taizé-Gesänge, weltliche Lieder

21.00 Uhr „DoMiSol“ Streichorchester der Staatlichen Jugendmusikschule, Ltg. Inna Schmidt. Werke von Peter Breiner, Ingo Höricht, Jean-Philippe Rameau

21.30 Uhr „Dusty Trombones“ Posaunen-Ensemble der Staatlichen Jugendmusikschule, Ltg. Takashi Aoki. Werke von Joseph Haydn, Anton Bruckner, Julius Dixon, Beverly Ross

22.00 Uhr Emilia Lukasiewicz, Klavier und Gesang – Klassik/Pop

Musikprogramm und künstlerische Leitung: Mariola Rutschka

Eintritt frei

Mittwoch, 26. September 2018, 19.00 Uhr

Vor 100 Jahren endete der erste große Weltenbrand

Autorenlesung mit Babette Radtke und Friederike Oeschger

Neunzig Jahre war die Familie Mossdorf in der Prinzregentenstraße 83 in Berlin-Wilmersdorf zu Hause. Die Ereignisse des 20. Jahrhunderts - vom Kaiserreich und dem 1. Weltkrieg über Nationalsozialismus bis zum Mauerfall - spiegeln sich im Schicksal der Familie wider. Als Rosemarie Mossdorf starb, fanden ihre Nichten Babette Radtke und Friederike Oeschger im ehemaligen Mädchenzimmer ein ganzes Archiv: zahllose Briefe, Fotoalben und Tagebücher. Diese bilden den Kern der von den beiden Schwestern geschriebenen Familiengeschichte ‚Die Mossdorfs – Schicksal einer Berliner Familie im 20. Jahrhundert’, einer autobiografischen Zeitreise. Den Fokus legen die beiden Autorinnen in dieser Lesung auf die Zeit des 1. Weltkrieges.

„Aus der Familiengeschichte ist Zeitgeschichte geworden.“ (Arno Surminski)

Eintritt € 6,- / ermäßigt € 4,- Kartenreservierung unter Tel. 040-371125 oder info@mahnmal-st-nikolai.de.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Volksbund Dt. Kriegsgräberfürsorge e.V., Landesverband Hamburg.