Veranstaltungen - Aktuell

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Das Mahnmal St. Nikolai bietet ein breit gefächertes Veranstaltungsprogramm

Ob Vortrag, Lesung oder Konzert – an jedem ersten Mittwoch im Monat findet unter dem Motto Kultur in der Krypta eine kulturelle Veranstaltung statt. Mit der Veranstaltungsreihe Erinnern im Mahnmal wird regelmäßig der Opfer und Ereignisse gedacht, die im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg und dem Nazi-Regime stehen. Unter der Rubrik Gäste im Mahnmal finden regelmäßig Gastveranstaltungen in der Krypta statt.

Jeden Donnerstag um 12 Uhr: Carillon-Konzert auf dem Turmglockenspiel
Mittwoch, 27. Juli, 19.00 Uhr

GÄSTE IM MAHNMAL

Mich hat Auschwitz nie verlassen

Martin Doerry im Gespräch mit Lukas Welz über das Leben mit dem Überleben nach der Shoah

Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Soldaten das Konzentrationslager Auschwitz. Mehr als eine Million Menschen waren hier von den Nationalsozialisten ermordet worden; nur wenige Gefangene kamen mit dem Leben davon. Diejenigen, die die Lagerhaft überlebten, konnten oder wollten in den Jahren nach der Befreiung meist nicht über ihre Erlebnisse sprechen. Sie fühlten sich außer Stande, über die Exzesse der Entwürdigung, die sie in Auschwitz erfahren mussten, zu reden, oder sie fanden für ihre Erinnerungen kein Gehör.

Zusammen mit Susanne Beyer hat Martin Doerry Berichte von Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz in einem Buch zusammengestellt. Im Gespräch mit Lukas Welz wird er der Frage nachgehen, was das Leben mit dem Überleben für den Einzelnen bedeutet und welche Folgen das Leben nach dem Überleben mit sich bringt. Stefan Hensel, Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Hamburg, wird das Gespräch moderieren.

Martin Doerry ist seit 1987 Redakteur beim Wochenmagazin DER SPIEGEL und war dessen stellvertretender Chefredakteur von 1998 bis 2014. 2002 veröffentlichte er das Buch "'Mein verwundetes Herz' Das Leben der Lilli Jahn 1900 - 1944", eine Biographie in Briefen über seine in Auschwitz ermordete Großmutter. 2006 erschien sein Buch Nirgendwo und überall zu Haus. Gespräche mit Überlebenden des Holocaust, 2015 gab er das Buch Mich hat Auschwitz nie verlassen zusammen mit Susanne Beyer heraus.

Lukas Welz ist seit 2012 Vorsitzender von AMCHA Deutschland, der deutschen Sektion von AMCHA, einer humanitären Hilfsorganisation, die in Israel jährlich zirka 20.000 Überlebende der Shoah und ihre Familien in psychosozialen Programmen betreut.

Eine Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. - Politisches Bildungsforum Hamburg, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V. und AMCHA Deutschland e.V.

Eintritt frei - Anmeldung unter: kas-hamburg@kas.de

Donnerstag, 1. September, 17.00 Uhr

ERINNERN IM MAHNMAL

Gedenkveranstaltung anlässlich des Beginns des Zweiten Weltkrieges

17.00 Uhr Ökumenischer Gedenkgottesdienst auf dem Kirchplatz

Liturgische Leitung: Dr. Martin Vetter, Propst und Hauptpastor an der Hauptkirche St. Nikolai und Pfarrer Dr. Jacek Bystron, polnische katholische Mission Hamburg

Musik: Harburger Kantorei; Chorleitung und Carillonspiel: Werner Lamm

18.00 Uhr Podiumsdiskussion in der Krypta: Let Europe arise! Winston Churchills Europa-Rede – nach 70 Jahren aktueller denn je.

Mit Prof. Dr. Gabriele Clemens, Universität Hamburg; Tristan Dück, JEF-Hamburg; Manuel Sarrazin MdB, Europa-Union Hamburg e. V.; Dr. Sabine Bamberger-Stemmann, Landeszentrale für politische Bildung Hamburg. 

Eintritt frei

Donnerstag, 8. September, 19.00 Uhr

SEE UKRAINE: Docudays UA on Tour

Eröffnung der Foto-Ausstellung "You See, My Brother?“ von Aleksandr Glyadyelov.

Ausgewählte und zeitlose Schwarz-weiß-Dokumentarfotografien beschreiben zwei Kapitel der jüngsten Geschichte der Ukraine: den Maidan und den Krieg.

Seit 1989 fotografiert Aleksandr Glyadyelov in Europa, Zentralasien, Afrika und in den USA. Er dokumentierte Konflikte in Moldawien, Bergkarabach, Tschetschenien und in der Ukraine. Seit 1997 arbeitet Glyadyelov mit der internationalen Hilfsorganisation Medecins Sans Frontieres zusammen. Seine Bilder findet man bei MSF, HRW, Global Fund, UNAIDS oder UNICEF. Zu den Auszeichnungen seiner Arbeiten zählen der Grand-Prix von Ukrpressphoto-97, Hasselblad Award bei der European photography competition in Vevey, Switzerland Images’98, Mother Jones 2001 Medal of Excellence von der International Documentary Photography Foundation in San Francisco, USA, Moving Walls 2002 von Open Society Institute (OSI) in New York, USA.

Der Fotograf wird bei der Eröffnung anwesend sein.

Die Ausstellung ist vom 9. bis zum 21. September im Gewölbekeller des Mahnmals zu sehen.

Eintritt frei

Veranstalter: Internationales Filmfestival für Menschenrechte Docudays UA, gefördert durch die Open Society Foundation. www.seeukraine.org

Samstag, 10. September, 19.00 Uhr

SEE UKRAINE: Docudays UA on Tour

Krieg und Freiheit: Über die Demokratie in der Ukraine

Seit der Revolution des „Euromaidans“ im Frühjahr 2014 steht die Ukrainische Demokratie vor einer doppelten Herausforderung: Um zu überleben, muss sie aus den Trümmern der gestürzten postsowjetischen Oligarchie einen effektiven, pluralistischen Rechtsstaat schaffen. Zugleich aber muss sie Russlands fortdauernden Hybridkrieg auf der Krim und im Donbass überstehen – einen Konflikt, der das Land auszehrt und destabilisiert, und zugleich radikalen nationalistischen Kräften im inneren Auftrieb gibt.

Diskussionsteilnehmer: Konrad Schuller, seit 2004 FAZ-Korrespondent für Polen und die Ukraine und Autor des Buches “Ukraine: Chronik einer Revolution” (2014). Oleksandra Matwijchuk (Ukraine) ist Menschenrechtlerin und Koordinatorin der Bürgerinitiative Euromaidan SOS zur Durchführung internationaler Kampagnen gegen Menschenrechtsverletzungen.

Eintritt frei. Veranstalter: Internationales Filmfestival für Menschenrechte Docudays UA, gefördert von der International Renaissance Foundation. www.seeukraine.org

Sonntag, 11. September, 11.00 bis 16.00 Uhr

Tag des offenen Denkmals

Besondere Einblicke und Ausblicke bieten die laufenden Sanierungsmaßnahmen am Turm und der Kirchenruine von St. Nikolai.

Im Museum und dem Gewölbekeller erwartet Sie eine Ausstellung über die Geschichte und die Sanierung des Kirchturms; mit Kaffee, Kuchen oder auch mit einem Gläschen Wein, können Sie – ganz der historischen Bestimmung des Kellers folgend – Ihren Gaumen erfreuen.

11.00 Uhr: Vortrag: St. Nikolai. Ursprünge – Zerstörungen – Sanierung. Einst eine lichtdurchflutete Kathedrale – heute eine Ruine als Mahnmal. Dr. Holger Reimers, Bau- und Kunsthistoriker

14.00 Uhr: Rundgang (ohne Turmbesteigung):  Das Mahnmal als Denkmal. Dörte Huß M.A., Kunsthistorikerin

Auch in den größten Höhen weist der Turm filigranste Bildhauerarbeiten auf: Den Monstern, Drachen und Grotesken einmal ins Angesicht geblickt? Diese einmalige Gelegenheit bietet sich bei den Führungen über das Turmgerüst in kleinen Gruppen, geleitet von Architekten und Bauforschern um 11, 12, 13 und 14 Uhr. Festes Schuhwerk und ein sicherer Tritt auf den Gerüstbrettern sind Voraussetzung. Wegen begrenzter Teilnehmerzahl sind Turmführungen nur nach Anmeldung per Email möglich: stnikolai-fuehrungen@hamburg-mitte.de, Treffpunkt: Tor am Hahntrapp.

Steinmetze präsentieren am Fuße des Turmes ihre Arbeit in einer offenen Werkstatt. Kinder und Erwachsene können kleine Souvenirstücke bearbeiten und mit nach Hause nehmen.

Veranstalter: Bezirksamt Hamburg Mitte in Kooperation mit dem Förderkreis Mahnmal St. Nikolai.

Eintritt frei

Samstag, 17. September, 18.00 bis 23.00 Uhr

NACHT DER KIRCHEN - lebe - liebe - lache

ab 18.00 Uhr: Hamburg von oben - freie Fahrt mit dem Panoramalift auf den höchsten Kirchturm der Stadt.

"human rights" von Petra Kilian

Es wirkt wie ein Fundstück aus längst vergangenen Zeiten - 30 einzelne Stoffarbeiten, jede mit einem Artikel der Menschenrechte aus Glasperlen bestickt und zu einer Bodeninstallation zusammengefügt. Das vier mal vier Meter große Kunstwerk „human rights“ von Petra Kilian erzeugt eine von Ruhe und sanfter Aufmerksamkeit geprägte Stimmung. Die Hamburger Künstlerin lädt den Betrachter im Altarraum der Kirchenruine ein, der Aktualität des Themas nachzuspüren. Die Bodeninstallation setzt bei der Nacht der Kirchen Hamburg einen gesellschaftspolitischen Akzent.

18.00 Uhr: Glockenklang - Gudrun Schmidtke lässt die 51 chromatisch gestimmten Bronzeglocken des Turmglockenspiels erklingen.

19:00 Uhr: JugendStreicherForum - Werke von Johann Sebastian Bach, Johannes Brahms, Dmitri Schostakowitsch und Wojciech Kilar; Leitung: Tomasz Lukasiewicz.

20:00 Uhr: Knut Terjung im Gespräch mit Eberhard Möbius

Anknüpfend an die Gesprächsreihe „Auf der Empore“ trifft der Journalist und ehemalige Leiter des ZDF-Studios Hamburg, Knut Terjung, im Museum des Mahnmals die Hamburger Theaterlegende Eberhard Möbius. Der machte sein schwimmendes Theaterschiff schon 1975 am Nikolaifleet fest und lotste große Künstler auf die Bühne. Der Dramaturg, Kabarettist und Spielleiter, Schreiber von über 20 Kinderstücken, Gründer des „Alstervergnügens“ als Fest der Kulturen, der Kapitän und Künstler berichtet mit seiner kritisch-fröhlichen Art von seinem Leben und Wirken zu Wasser und an Land.

21:00 Uhr: Hilaris Esemble - das Holzbläserquintett spielt Werke von Franz Danzi, Denes Agay und Manuel de Falla; Leitung: Mariola Rutschka.

21:30 Uhr: Swantje Wittenhagen - Harfe solo

Die junge Ausnahmemusikerin ist Stipendiatin und vielfache Preisträgerin sowie Jungstudentin der Hochschule für Musik in Lübeck und Mitglied im Landesjugendorchester Hamburg. Sie spielt Werke von Ekaterina A. Walter-Kühne, Sophia Corri und Zoltán Kodály.

22:00 Uhr: Dulguun Chinchuluun - Klavier

Die Pianistin spielt Stücke von der Frühromantik bis zum Impressionismus: Claude Debussy, Johann Ludwig Dussek, Franz Liszt und Sergei Wassiljewitsch Rachmaninow.

Eine gemeinsame Veranstaltung mit der Hauptkirche St. Nikolai am Klosterstern

Eintritt frei

Samstag, 12. November, 18.30 Uhr

GÄSTE IM MAHNMAL

Literatur und Musik zum Thema „Kriegsspuren“

Krieg hinterlässt Spuren an Leib und Seele, im Leben und in der Kultur betroffener Gesellschaften, aber auch auf den Gesichtern und in den Seelen. Sichtbare wie unsichtbare Kriegsspuren finden sich in Familien, im Miteinander der Gesellschaft und in jedem einzelnen.  Diesen Spuren sind die Autorinnen Roswitha Borrmann, Heike Suzanne Hartmann-Heesch, Sibylle Hoffmann, Maren Schönfeld und Martina Seebohm sowie der Komponist und Musiker Wolfgang CG Schönfeld nachgegangen und wollen sie sicht- und hörbar machen.

Die Autorinnen lesen eigene Geschichten und Gedichte mit Prägungen aus Politik, Gesellschaft und persönlichem Schicksal, die sich aber auch mit der Hoffnung und tröstlichen Aspekten beschäftigen. Wolfgang CG Schönfeld schafft mit seinen Klangcollagen und Kompositionen für die Bassgitarre Verbindungen, Gegenstücke und einen eigenen, wortlosen Raum. www.schoenfeldblog.wordpress.de

Seit Anfang der 1980er Jahre findet die Ökumenische FriedensDekade regelmäßig im November zehn Tage vor dem Buß- und Bettag statt. Sie bietet Kirchengemeinden, Schulklassen, Jugendgruppen und Friedensinitiativen Gelegenheit, aktuelle Themen zu Gerechtigkeit, Frieden und der Bewahrung der Schöpfung aufzugreifen und zur Diskussion zu stellen. www.friedensdekade.de

Eintritt frei, Hutspende willkommen