Veranstaltungen - Aktuell

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Das Mahnmal St. Nikolai bietet ein breit gefächertes Veranstaltungsprogramm

Ob Vortrag, Lesung oder Konzert – an jedem ersten Mittwoch im Monat findet unter dem Motto Kultur in der Krypta eine kulturelle Veranstaltung statt. Mit der Veranstaltungsreihe Erinnern im Mahnmal wird regelmäßig der Opfer und Ereignisse gedacht, die im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg und dem Nazi-Regime stehen. Unter der Rubrik Gäste im Mahnmal finden regelmäßig Gastveranstaltungen in der Krypta statt.

Jeden Donnerstag um 12 Uhr: Carillon-Konzert auf dem Turmglockenspiel
Donnerstag, 1. Dezember, 19.00 Uhr

Filmabend »Ode an die Freude« mit einer moderierten Gesprächseinführung (Dialoge in Deustch und Japanisch - mit deutschen Untertiteln)

»Ode an die Freude« (バルトの楽園), deutsch-japanischer Spielfilm, 2006; Regie: Masanobu Deme, in den Hauptrollen: Bruno Ganz und Ken Matsudaira.

Vater und Onkel des Hamburgers Dr. Siems Siemssen gerieten zu Beginn des 1. Weltkrieges nach der Eroberung Tsingtaus (China) im November 1914 in japanische Gefangenschaft und wurden schließlich in das Kriegsgefangenenlager Bandô auf der Insel Shikoku gebracht. Dessen Kommandant, Major Matsue, förderte die Eigeninitiative der Soldaten sehr und entwickelte Bandô zu einem Musterlager. Berühmtheit erlangte vor allem die Aufführung von Beethovens 9. Symphonie am 1. Juni 1918 durch das Lagerorchester. Damit wurde eine Tradition in Japan begründet, die die Aufführung der »Ode an die Freude« zum Jahreswechsel mit der Erinnerung an den Gefangenenchor von Bandô bis heute einschließt.

In einem moderierten Gespräch mit Herrn Siems Siemssen, dessen Vater und Onkel 1920 schließlich aus dem Kriegsgefangenenlager Bandô zurückkehren konnten, wird vor Beginn des Filmes eine kurze Einführung gegeben. Moderation: Dr. Detlev Langmann, DJG

Eintritt frei

Veranstalter: Deutsch-Japanische Gesellschaft zu Hamburg e.V. (DJG) in Zusammenarbeit mit dem Förderkreis Mahnmal St. Nikolai e.V.

Montag, 5. Dezember, 19.00 Uhr

„«Es war ein Anschlag …». Warum sprechen wir so gern von Terroristen?“

Vortrag und Diskussion mit der Philosophin Dr. Bettina Stangneth

Rekrutierung, Ausbildungscamps, Internetschulung - man könnte meinen, es handele sich um einen Ausbildungsberuf, wenn vom «modernen Terroristen» die Rede ist. So besonders, so irritierend sind sie, dass wir neue Wörter brauchen, und noch im seltsamen Sprechen vom «feigen Attentäter» schwingt die Faszination des negativen Helden, des Anti-Menschen mit. Der Terrorist - das ist eine offensichtlich attraktive Idee, nicht nur für die Täter grausamer Taten, sondern auch für uns. Dabei sollten wir doch inzwischen wissen, dass das Bild vom leibhaftigen Bösen vor allem für eines notwendig ist: Für unsere Hoffnung darauf, dass am Ende alles gut wird. Es wäre nicht das erste Mal, dass wir aus Sehnsucht nach einer Heilsgeschichte das Böse selber herbeibeten, auf dass es uns vom Leibe bleibt. Was also richten wir wirklich an, wenn wir Mörder nicht mehr Mörder nennen? Und was hat unser Denken mit den Taten zu tun?

Bettina Stangneth ist unabhängige Philosophin. Die international viel diskutierte Autorin lebt in Hamburg. Zuletzt erschien "Böses Denken" (2016).

Eintritt frei.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

Heiligabend, 24. Dezember um 14.00 Uhr

Christvesper im Mahnmal St. Nikolai

Liturgie und Predigt: Pastorin Rinja Müller, Hauptkirche St. Nikolai am Klosterstern

Weihnachtliche Musik und Liedbegleitung: Waldemar Saez-Eggers, Klavier und Jakob Ave-Lallemant, Trompete

Ab 13.30 Uhr erklingt das Turmglockenspiel

Am Spieltisch: Antonia Krödel

Sonntag, 1. Januar 2017, 16.00 Uhr

NEUJAHRSKONZERT AUF DEM GLOCKENSPIEL

Glocken im Neuen Jahr

Am Carillon: Werner Lamm

Werner Lamm - Kirchenmusiker in Hamburg, Musikstudium in Dortmund, Hamburg und Paris. Leitet die Bramfelder und die Harburger Kantorei. Konzerte in Japan, USA und den meisten europäischen Ländern, Gastdozent an Hochschulen in London und Hamburg. Das Carillonspiel lernte er schon als Jugendlicher in Frankreich, am Mahnmal St. Nikolai spielt er regelmäßig seit 2006.

Eintritt frei - das Glockenspielkonzert ist im Freien zu hören.