Veranstaltungen - Aktuell

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Das Mahnmal St. Nikolai bietet ein breit gefächertes Veranstaltungsprogramm

Ob Vortrag, Lesung oder Konzert – unter dem Motto Kultur in der Krypta findet eine Vielzahl an kulturellen Veranstaltungen statt. Mit der Veranstaltungsreihe Erinnern im Mahnmal wird regelmäßig der Opfer und Ereignisse gedacht, die im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg und dem Nazi-Regime stehen. Unter der Rubrik Gäste im Mahnmal finden regelmäßig Gastveranstaltungen in der Krypta statt.

Jeden Donnerstag um 12 Uhr: Carillon-Konzert auf dem Turmglockenspiel
13. Juni bis 30. Juli 2017, täglich 10.00 bis 18.00 Uhr

SONDERAUSSTELLUNG

Freiheitsbotschaften - Versöhnung über Grenzen

Jan Koblasa - Skulpturen aus über 50 Jahren

Sonia Jakuschewa - Botschaften in Bildern

Jan Koblasa, geb. 1932 in Tabor (CSFR), emigrierte als verfolgter Künstler im Widerstand gegen das kommunistische Terrorregime nach Ende des Prager Frühlings 1968 ins Exil nach Deutschland. Er lebt heute in Hamburg und Prag. Seine Arbeiten sind in Museen und Galerien in Tschechien, Israel, Ägypten, Venezuela und Deutschland zu sehen. Die ausgestellten Skulpturen reflektieren das Leben zwischen Unterdrückung und Freiheit, Grenzsituationen und Grenzüberschreitungen.

Sie werden durch die Bilder seiner Frau, der Moskauer Malerin Sonia Jakuschewa, ergänzt.

Veranstaltungen zur Ausstellung

Montag, 12. Juni, 17.30 Uhr      Eröffnung der Ausstellung

Samstag, 17. Juni, 14 Uhr         Führung durch die Ausstellung

Mittwoch, 28. Juni, 18 Uhr         Künstlergespräch

Samstag, 15. Juli, 14 Uhr          Führung durch die Ausstellung

Dienstag, 4. Juli 2017, 19.00 Uhr

500 Jahre Reformation - Katholiken und Protestanten auf Wegen der Versöhnung

Vortrag und Gespräch mit Weihbischof em. Dr. Hans-Jochen Jaschke

Die von den Reformatoren angestrebte Erneuerung der Kirche hat neben vielen guten Früchten auch zu schmerzlichen Erfahrungen geführt: Zu Feindschaft, zu Intoleranz und Streit. Menschen haben darunter bis heute zu leiden. Konfessionsverschiedene Ehen mussten viele Probleme aushalten. Der christliche Glaube hat auch als Rechtfertigung für Gewalttätigkeit und Spaltungen gedient.

Für das Jahr 2017 wollen die Kirchen neue Wege gehen: entschiedene Schritte zu einer "Heilung der Erinnerungen", Wege der Suche nach einer Einheit der Kirche, die nicht uniform ist, sondern verschiedene Traditionen und Formen umfasst, die in einer "versöhnten Verschiedenheit" leben. Bedeutsame Zeichen liegen hinter uns: ein Konsens in der Rechtfertigungslehre, Besuche des Papstes beim Lutherischen Weltbund, Besuche evangelischer Vertreter beim Papst in Rom. Die Kirchen vor Ort haben die Aufgabe, Zeichen der Gemeinsamkeit zu setzten, die bei den Menschen ankommen.

Weihbischof em. Dr. Jaschke wurde am 8. Januar 1989 im Dom zu Osnabrück zum Bischof geweiht und zum Weihbischof in Hamburg und Schleswig-Holstein im Bistum Osnabrück ernannt. 1995 wurde er zum Bischofsvikar im neu gegründeten Erzbistum Hamburg. Im September 2016 feierte Jaschke seinen 75. Geburtstag. Im Oktober 2016 hat Papst Franziskus den Rücktritt des Weihbischofs angenommen.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. - Politisches Bildungsforum Hamburg.

Freitag, 1. September 2017, 17.00 Uhr

Gedenkveranstaltung anlässlich des Beginns des Zweiten Weltkriegs

17.00 Uhr: Carillonkonzert, Werner Lamm

17.30 Uhr: Ökumenische Andacht in der Krypta

Liturgische Leitung: Dr. Martin Vetter, Propst und Hauptpastor an der Hauptkirche St. Nikolai und Pfarrer Dr. Jacek Bystron, polnische katholische Mission Hamburg, musikalische Leitung: Werner Lamm, Klavier und Chor

18.00 Uhr: Vortrag von Prof. Dr. Stephan Lehnstaedt

Aktion Reinhardt. Die Ermordung der polnischen Juden im Holocaust und das Gedenken an den Verlust.

Unter der Tarnbezeichnung „Aktion Reinhardt“ deportierten die Deutschen Juden aus den Ghettos im besetzten Polen und vergasten sie in den Vernichtungslagern Belzec, Sobibor und Treblinka. Bis November 1943 ermordeten sie dabei annähernd zwei Millionen Menschen, verbrannten die Leichen und vergruben die Asche. Weniger als 150 Menschen überlebten.

In Deutschland ist dieser Teil des Holocaust in weiten Teilen vergessen und verdrängt. Dabei steht die „Aktion Reinhardt“ für die Quintessenz des Hasses und des deutschen Antisemitismus. Sie war die reine Vernichtung ohne irgendwelchen sonstigen „Nutzen“ wie etwa Zwangsarbeit oder pseudomedizinische Experimente. Doch ohne Zeitzeugen und materielle Spuren gibt es schlicht keine Aufmerksamkeit für Geschichte und Gegenwart dieses Teils des Genozids. Verliert hier ein präzedenzloses Verbrechen seine Relevanz?

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

Eintritt frei.

Freitag, 8. September 2017, 19.00 Uhr

Vortrags- und Diskussionsveranstaltung "Stein der Demut"

Vor 75 Jahren ermordeten Männer des 101. Reserve-Polizeibataillons aus Hamburg mehr als 1500 jüdische Kinder, Frauen und Männer in Józefów, Südostpolen. Der Tatort des Massakers ist heute ein wichtiger Gedenkort zur Erinnerung und zur Mahnung. Als Zeichen ihrer Verantwortung setzte die Polizei Hamburg in Józefów am 8. September 2016 einen Gedenkstein in Anwesenheit eines Vertreters der Angehörigen der Opfer von Józefów, Gemeinde- und Woiwodschaftsvertretern, sowie einer Delegation aus Hamburg. Gemeinsam mit der Akademie der Polizei Hamburg und der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg lädt das Mahnmal St. Nikolai ein zu einer Auseinandersetzung mit den Ereignissen in Józefów und der deutsch-polnischen Erinnerungsarbeit heute.

Wolfgang Kopitzsch, Historiker und Hamburger Polizeipräsident a.D.: Gegen das Vergessen des Massenmordes an der unschuldigen jüdischen Bevölkerung am 13. Juli 1942.

Frank Trawny, Bereichsleiter der Lehrbetriebe der Akademie der Polizei Hamburg: Das „gelebte Gedenken“ heute. Die jahrelange Zusammenarbeit junger Polizeischüler aus Hamburg und Lublin in Polen.

Eintritt frei

Samstag, 16. September 2016, 18.00 bis 22.30 Uhr

NACHT DER KIRCHEN HAMBURG

Über 100 Gemeinden in Hamburg und Umgebung laden zum gemeinsamen Kulturfest ein. Bereits zum 14. Mal öffnen sich in der Nacht der Kirchen hamburgweit die Portale und bieten den über 70.000 erwarteten Besuchern ein buntes Programm unter dem diesjährigen Motto "Glück".

Ab 18.00 Uhr: Hamburg von oben - freie Fahrt mit dem gläsernen Panoramalift auf den höchsten Kirchturm der Stadt. Freie Sicht über die Stadt aus 76 m Höhe.

18.00 Uhr: Glockenklang - Gudrun Schmidtke lässt die 51 chromatisch gestimmten Bronzeglocken des großen Turmglockenspiels erklingen.

18:30 Uhr: Schüler der Staatlichen Jugendmusikschule: Fortgeschrittene Klavierschüler von Christina  Hartmann, Olga Khoteeva, Brigitte Heuschmann und Marija Vukovic spielen Werke von Chopin, Rachmaninoff, Liszt u.a.

19.30 Uhr: Neuer Knabenchor Hamburg, Leitung Jens Bauditz, Chormusik a capella u. a. von Henry Purcell, Maurice Duruflé und Abel Montenegro-Yabor

20.30 Uhr: Streichorchester der Jugendmusikschule Hamburg DoMiSol, Leitung Inna Schmidt. Werke von A. Vivaldi, A. Borodin. G.P. Telemann

21.00 Uhr: Hilaris Ensemble (Bläserquintett), Leitung Mariola Rutschka, spielen Werke von Haydn, Danzi, Agay, Elgar u.a.

21.30 Uhr: APPLE CORE: Daria Treder (Gesang) und Luise Determann (Gitarre), präsentieren ein breites Repertoire aus eigenen Kompositionen sowie Jazz- und Popstücken mit Jazz-Einflüssen.

Eintritt frei.