Veranstaltungen - Aktuell

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Das Mahnmal St. Nikolai bietet ein breit gefächertes Veranstaltungsprogramm

Ob Vortrag, Lesung oder Konzert – an jedem ersten Mittwoch im Monat findet unter dem Motto Kultur in der Krypta eine kulturelle Veranstaltung statt. Mit der Veranstaltungsreihe Erinnern im Mahnmal wird regelmäßig der Opfer und Ereignisse gedacht, die im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg und dem Nazi-Regime stehen. Unter der Rubrik Gäste im Mahnmal finden regelmäßig Gastveranstaltungen in der Krypta statt.

Jeden Donnerstag um 12 Uhr: Carillon-Konzert auf dem Turmglockenspiel
Samstag, 22. April, 18.00 bis 2.00 Uhr

DIE LANGE NACHT DER MUSEEN - Motto: „Noch ist Polen nicht verloren…“

„Wem gehört Polen?“ Propagandapostkarten aus dem Ersten Weltkrieg. Eine Grenzen überschreitende Ausstellung.

Anhand von 60 Propagandapostkarten aus Deutschland, Österreich-Ungarn, Russland, Polen und Frankreich zeigt die Ausstellung die Situation und Stimmung der Polen auch im Deutschen Reich in dieser schicksalhaften Zeit auf und veranschaulicht ihre komplizierte Stellung in der internationalen Politik am Ende des Ersten Weltkrieges.

  • 18:00 Carillon-Konzert -  Werner Lamm spielt das Turmglockenspiel
  • 18:30 „Wem gehört Polen?“ Propagandapostkarten aus dem Ersten Weltkrieg. Führung durch die Sonderausstellung. Weitere Führungen durch die Sonderausstellung um 19.15, 20.15, 21.15 und 0.30 Uhr
  • 19:45 und 20.45 "Gomorrha 1943 – Die Zerstörung Hamburgs im Luftkrieg" Führung durch die Dauerausstellung.
  • 22.00 – 0.00 History Slam „Noch ist Polen nicht verloren“. Wie steht es derzeit um das deutsch-polnische Verhältnis? Was wissen wir von unseren östlichen Nachbarn? Wie tickt die polnische Seele? Und warum reden die Expertinnen und Experten nicht einmal so, dass man sie versteht? Beim History Slam geben Historikerinnen und Historiker verständliche Einblicke in das deutsch-polnische Verhältnis. In knappen Kurzvorträgen bekommt das Publikum Geschichtswissen verabreicht – an einem höchst symbolträchtigen Ort.
  • Filmvorführung (alle 15 Min.): "Miasto Ruin" (Stadt der Ruinen). Animierter Kurzfilm mit Luftbildern des zerstörten Warschau 1945.
  •  Kulinarisches: Herzhafte Snacks und Getränke

Eintritt: € 15,- ermäßigt € 10,- (gilt für alle teilnehmenden Museen an diesem Abend sowie am Sonntag, dem 23.4.2017.)

Der Abend findet in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und Public History der Universität Hamburg statt.

8. April bis 30. Mai 2017, täglich 10.00 bis 17.00 Uhr

SONDERAUSSTELLUNG

„Wem gehört Polen?“ Propagandapostkarten aus dem Ersten Weltkrieg. Eine Grenzen überschreitende Ausstellung.

Anhand von 60 Propagandapostkarten aus dem Ersten Weltkrieg präsentiert die Ausstellung die Situation und Stimmung der Polen in dieser Zeit und veranschaulicht ihre komplizierte Stellung in der internationalen Politik. In einer Zeit vor Kinos, Telefon, TV oder Internet stellten Ansichtspostkarten ein wichtiges Mittel des Massenkonsums, der Massenkommunikation und der politischen Einflussnahme dar. Die Ausstellung, konzipiert von Prof. Dr. Rudolf Jaworski, zeigt diese Funktionen eines in ganz Europa weit verbreiteten Mediums anhand der im Ersten Weltkrieg propagierten Polenbilder: patriotische Selbstdarstellung der Polen, die sekundierende französische Perspektive, der Blickwinkel der drei Teilungsmächte Russland, Preußen-Deutschland und Österreich-Ungarn. Diese konkurrierenden Sehweisen erlauben einen Gesamteindruck, welche Optionen für eine europäische Nachkriegszeit propagiert und wie sie visuell umgesetzt wurden.

Eine Ausstellung des Wissenschaftlichen Zentrums der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Wien. Präsentiert in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg. Eintritt frei.

Begleitveranstaltungen zur Ausstellung:

Donnerstag, 4. Mai, 18.00 Uhr
Prof. Dr. Stephan Lehnstaedt (Berlin): Vom Ersten zum Zweiten Weltkrieg. Kontinuitäten und Brüche in der deutschen Wahrnehmung Polens.

Mittwoch, 10. Mai, 18.00 Uhr
Dr. Piotr Szlanta (Warschau): Neue Herren oder Befreier? Die polnischen Okkupationserfahrungen des Ersten Weltkriegs im Lichte von Karikaturen.

Donnerstag, 11. Mai, 18.00 Uhr
PD Dr. Joachim Tauber (Lüneburg): Deutschland, Polen und Litauen 1916–1939.

Donnerstag, 18. Mai, 18.00 Uhr
Dr. Libby O’Connell (Chicago) u.a.: Erinnern an den Großen Krieg: Der Kriegseintritt der USA 1917.
Donnerstag, 27. April 2017, 19.00 Uhr

In drei Gewalten

Buchvorstellung von Dr. Jürgen Westphal, Minister a.D.

Der Autor Dr. Jürgen Westphal, geboren in Hamburg, schildert in seinem von der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Hermann Ehlers Stiftung herausgegebenen Werk unter dem Titel ”In drei Gewalten” seine Arbeit als Abgeordneter der Hamburger Bürgerschaft, als langjähriger Wirtschafts- und Verkehrsminister und als Landtagsabgeordneter in Schleswig-Holstein. Er war als Richter am Hamburgischen Verfassungsgericht insbesondere mit Verfassungsfragen betraut. Diese Schwerpunkte sind eingebettet in die Schilderung seines Lebens als Kind und Jugendlicher in der Nazizeit und im Kriege sowie seines Studiums- und seiner Ausbildung. Nach dem offiziellen Teil wird es die Möglichkeit geben, das Buch zu erwerben und vom Autor signieren zu lassen.

Moderation Dr. Jürgen Rohweder, Historiker

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. - Politisches Bildungsforum Hamburg.

Eintritt frei

Dienstag, 9. Mai 2017, 19.00 Uhr

KONZERT: 3 x BEETHOVEN & MEHR

Junge, internationale Streichquartette aus der Klasse von Prof. Oliver Wille (Kuss Quartett) spielen Op. 18/1 – Op. 59/2 – Op. 13/3 und weitere Werke mit den Quartetten: Gerhard Quartet, Quartetto Indaco, Pierrot Quartet.

Eintritt 25,- EUR (erm. 10,- EUR). Frei für Mitglieder der HVFK.

Eine Veranstaltung der Hamburgischen Vereinigung von den Freunden der Kammermusik. Anmeldung über: www.kammermusikfreunde.de

Freitag, 12. Mai 2017, 19.00 Uhr

Film und Gespräch

„Morgenrot“ von Michał Korchowiec, Polen, 2016, 69 Min

Ein junger Filmemacher reist in die Masuren und ergründet im Nordosten Polens seine polnischen, aber auch deutschen Wurzeln.

Sieben Jahrhunderte gehörte Masuren zu Ostpreußen, bis es nach dem Zweiten Weltkrieg in die Volksrepublik Polen eingegliedert wurde. Wer nicht floh oder ums Leben kam, musste sich anpassen. Doch wie wird man zum Beispiel in wenigen Wochen zu einer »echten« Polin angesichts von Enteignung, Gewalt und Zwang? Der Regisseur Michał Korchowiec ist fest entschlossen, endlich seine zum Teil verschwiegenen Familienwurzeln zu ergründen. Wie könnte das besser gehen, als seine Mutter auf eine Reise in die Orte ihrer Kindheit mitzunehmen und dort ein Treffen mit Verwandten einzurichten. Der Regisseur durchbricht das lange Schweigen und gibt seiner Mutter und seiner Großmutter Raum, die Familiengeheimnisse und Verletzungen zu offenbaren, und zugleich zu verstehen, worauf diese historisch gründen.

Im Anschluss an die Filmvorführung erläutert der Regisseur Michał Korchowiec sein Filmprojekt.

Eintritt € 6,-, erm. € 4,-

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg.

Montag, 15. Mai 2017, 19.00 Uhr
„Vergesst ja Nette nicht“. Der Bremer Polizist und Judenreferent Bruno Nette.

Buchvorstellung und Vortrag von Bernhard Nette, Enkel von Bruno Nette und langjähriges Vorstandsmitglied der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW Hamburg).

Bruno Nette (1887-1960) war zwischen 1940 und 1945 Gestapobeamter in Bremen und von November 1941 bis April 1945 der Bremer »Judenreferent«. In dieser Funktion organisierte er die Deportationen der von den Nazis als jüdisch klassifizierten Menschen aus Bremen und dem Regierungsbezirk Stade. Über 500 von ihnen wurden über den Hannoverschen Bahnhof in Hamburg in Ghettos und Vernichtungslager deportiert.

Bernhard Nette hat das Leben seines Großvaters von der Kaiserzeit bis zur Bundesrepublik erforscht. Während des Dritten Reiches ging ein Riss durch die Familie mit ihren kommunistisch-sozialdemokratischen Mitgliedern auf der einen, dem NS-treuen Gestapobeamten auf der anderen Seite. Wie viele andere Täter wurde Bruno Nette in der Bundesrepublik nicht für seine Taten zur Verantwortung gezogen und schließlich zum »Mitläufer« erklärt.

Eine Veranstaltung im Programm zur Einweihung des Gedenkorts »denk.mal Hannoverscher Bahnhof«.

Moderation: Dr. Detlef Garbe, KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Eine Veranstaltung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme in Kooperation mit der Behörde für Kultur und Medien.

Eintritt frei

Pfingstmontag, 5. Juni 2017, 17.00 Uhr

Carillonkonzert im Reformationsjahr
„Komm Heiliger Geist, Herre Gott“

Werner Lamm spielt auf dem großen Turmglockenspiel im Mahnmal St. Nikolai die Pfingstlieder des Gesangbuches.

Werner Lamm - Kirchenmusiker in Hamburg, Musikstudium in Dortmund, Hamburg und Paris. Leitet die Bramfelder und die Harburger Kantorei. Konzerte in Japan, USA und den meisten europäischen Ländern, Gastdozent an Hochschulen in London und Hamburg. Das Carillonspiel lernte er schon als Jugendlicher in Frankreich, am Mahnmal St. Nikolai spielt er regelmäßig seit 2006.

Eintritt frei - das Glockenspielkonzert ist im Freien zu hören.