Veranstaltungen - Aktuell

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Das Mahnmal St. Nikolai bietet ein breit gefächertes Veranstaltungsprogramm

Ob Vortrag, Lesung oder Konzert – an jedem ersten Mittwoch im Monat findet unter dem Motto Kultur in der Krypta eine kulturelle Veranstaltung statt. Mit der Veranstaltungsreihe Erinnern im Mahnmal wird regelmäßig der Opfer und Ereignisse gedacht, die im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg und dem Nazi-Regime stehen. Unter der Rubrik Gäste im Mahnmal finden regelmäßig Gastveranstaltungen in der Krypta statt.

Jeden Donnerstag um 12 Uhr: Carillon-Konzert auf dem Turmglockenspiel
Donnerstag, 1. September, 17.00 Uhr

ERINNERN IM MAHNMAL

Gedenkveranstaltung anlässlich des Beginns des Zweiten Weltkrieges

17.00 Uhr Ökumenischer Gedenkgottesdienst auf dem Kirchplatz

Liturgische Leitung: Dr. Martin Vetter, Propst und Hauptpastor an der Hauptkirche St. Nikolai und Pfarrer Dr. Jacek Bystron, polnische katholische Mission Hamburg

Musik: Harburger Kantorei; Chorleitung und Carillonspiel: Werner Lamm

18.00 Uhr Podiumsdiskussion in der Krypta: Let Europe arise! Winston Churchills Europa-Rede – nach 70 Jahren aktueller denn je.

Mit Prof. Dr. Gabriele Clemens, Universität Hamburg; Tristan Dück, JEF-Hamburg; Manuel Sarrazin MdB, Europa-Union Hamburg e. V.; Dr. Sabine Bamberger-Stemmann, Landeszentrale für politische Bildung Hamburg. 

Am 19. September 1946 forderte der britische Staatsmann nach den schrecklichen Erfahrungen der beiden Weltkriege in seiner Züricher Rede die Schaffung der Vereinigten Staaten von Europa, weshalb Konrad Adenauer ihn als "Vorkämpfer der europäischen Idee" bezeichnete. Wo stehen wir 70 Jahre nach dieser Rede in Europa? Wird an diesem Ziel festgehalten? Und wie stehen die heutigen Generationen dazu?

Eintritt frei

Donnerstag, 8. September, 19.00 Uhr

SEE UKRAINE: Docudays UA on Tour

Eröffnung der Foto-Ausstellung "You See, My Brother?“ von Aleksandr Glyadyelov.

Ausgewählte und zeitlose Schwarz-weiß-Dokumentarfotografien beschreiben zwei Kapitel der jüngsten Geschichte der Ukraine: den Maidan und den Krieg.

Seit 1989 fotografiert Aleksandr Glyadyelov in Europa, Zentralasien, Afrika und in den USA. Er dokumentierte Konflikte in Moldawien, Bergkarabach, Tschetschenien und in der Ukraine. Seit 1997 arbeitet Glyadyelov mit der internationalen Hilfsorganisation Medecins Sans Frontieres zusammen. Seine Bilder findet man bei MSF, HRW, Global Fund, UNAIDS oder UNICEF. Zu den Auszeichnungen seiner Arbeiten zählen der Grand-Prix von Ukrpressphoto-97, Hasselblad Award bei der European photography competition in Vevey, Switzerland Images’98, Mother Jones 2001 Medal of Excellence von der International Documentary Photography Foundation in San Francisco, USA, Moving Walls 2002 von Open Society Institute (OSI) in New York, USA.

Der Fotograf wird bei der Eröffnung anwesend sein.

Die Ausstellung ist vom 9. bis zum 21. September im Gewölbekeller des Mahnmals zu sehen.

Eintritt frei

Veranstalter: Internationales Filmfestival für Menschenrechte Docudays UA, gefördert durch die Open Society Foundation. www.seeukraine.org

Samstag, 10. September, 19.00 Uhr

SEE UKRAINE: Docudays UA on Tour

Krieg und Freiheit: Über die Demokratie in der Ukraine

Seit der Revolution des „Euromaidans“ im Frühjahr 2014 steht die Ukrainische Demokratie vor einer doppelten Herausforderung: Um zu überleben, muss sie aus den Trümmern der gestürzten postsowjetischen Oligarchie einen effektiven, pluralistischen Rechtsstaat schaffen. Zugleich aber muss sie Russlands fortdauernden Hybridkrieg auf der Krim und im Donbass überstehen – einen Konflikt, der das Land auszehrt und destabilisiert, und zugleich radikalen nationalistischen Kräften im inneren Auftrieb gibt.

Diskussionsteilnehmer: Konrad Schuller, seit 2004 FAZ-Korrespondent für Polen und die Ukraine und Autor des Buches “Ukraine: Chronik einer Revolution” (2014). Oleksandra Matwijchuk (Ukraine) ist Menschenrechtlerin und Koordinatorin der Bürgerinitiative Euromaidan SOS zur Durchführung internationaler Kampagnen gegen Menschenrechtsverletzungen.

Eintritt frei. Veranstalter: Internationales Filmfestival für Menschenrechte Docudays UA, gefördert von der International Renaissance Foundation. www.seeukraine.org

Sonntag, 11. September, 11.00 bis 16.00 Uhr

Tag des offenen Denkmals

Besondere Einblicke und Ausblicke bieten die laufenden Sanierungsmaßnahmen am Turm und der Kirchenruine von St. Nikolai.

Im Museum und dem Gewölbekeller erwartet Sie eine Ausstellung über die Geschichte und die Sanierung des Kirchturms; mit Kaffee, Kuchen oder auch mit einem Gläschen Wein, können Sie – ganz der historischen Bestimmung des Kellers folgend – Ihren Gaumen erfreuen.

11.00 Uhr: Vortrag: St. Nikolai. Ursprünge – Zerstörungen – Sanierung. Einst eine lichtdurchflutete Kathedrale – heute eine Ruine als Mahnmal. Dr. Holger Reimers, Bau- und Kunsthistoriker

14.00 Uhr: Rundgang (ohne Turmbesteigung):  Das Mahnmal als Denkmal. Dörte Huß M.A., Kunsthistorikerin

Auch in den größten Höhen weist der Turm filigranste Bildhauerarbeiten auf: Den Monstern, Drachen und Grotesken einmal ins Angesicht geblickt? Diese einmalige Gelegenheit bietet sich bei den Führungen über das Turmgerüst in kleinen Gruppen, geleitet von Architekten und Bauforschern um 11, 12, 13 und 14 Uhr. Festes Schuhwerk und ein sicherer Tritt auf den Gerüstbrettern sind Voraussetzung. Wegen begrenzter Teilnehmerzahl sind Turmführungen nur nach Anmeldung per Email möglich: stnikolai-fuehrungen@hamburg-mitte.de, Treffpunkt: Tor am Hahntrapp.

Steinmetze präsentieren am Fuße des Turmes ihre Arbeit in einer offenen Werkstatt. Kinder und Erwachsene können kleine Souvenirstücke bearbeiten und mit nach Hause nehmen.

Veranstalter: Bezirksamt Hamburg Mitte in Kooperation mit dem Förderkreis Mahnmal St. Nikolai.

Eintritt frei

Samstag, 17. September, 18.00 bis 23.00 Uhr

NACHT DER KIRCHEN - lebe - liebe - lache

ab 18.00 Uhr: Hamburg von oben - freie Fahrt mit dem Panoramalift auf den höchsten Kirchturm der Stadt.

"human rights" von Petra Kilian

Es wirkt wie ein Fundstück aus längst vergangenen Zeiten - 30 einzelne Stoffarbeiten, jede mit einem Artikel der Menschenrechte aus Glasperlen bestickt und zu einer Bodeninstallation zusammengefügt. Das vier mal vier Meter große Kunstwerk „human rights“ von Petra Kilian erzeugt eine von Ruhe und sanfter Aufmerksamkeit geprägte Stimmung. Die Hamburger Künstlerin lädt den Betrachter im Altarraum der Kirchenruine ein, der Aktualität des Themas nachzuspüren. Die Bodeninstallation setzt bei der Nacht der Kirchen Hamburg einen gesellschaftspolitischen Akzent.

18.00 Uhr: Glockenklang - Gudrun Schmidtke lässt die 51 chromatisch gestimmten Bronzeglocken des Turmglockenspiels erklingen.

19:00 Uhr: JugendStreicherForum - Werke von Johann Sebastian Bach, Johannes Brahms, Dmitri Schostakowitsch und Wojciech Kilar; Leitung: Tomasz Lukasiewicz.

20:00 Uhr: Knut Terjung im Gespräch mit Eberhard Möbius

Anknüpfend an die Gesprächsreihe „Auf der Empore“ trifft der Journalist und ehemalige Leiter des ZDF-Studios Hamburg, Knut Terjung, im Museum des Mahnmals die Hamburger Theaterlegende Eberhard Möbius. Der machte sein schwimmendes Theaterschiff schon 1975 am Nikolaifleet fest und lotste große Künstler auf die Bühne. Der Dramaturg, Kabarettist und Spielleiter, Schreiber von über 20 Kinderstücken, Gründer des „Alstervergnügens“ als Fest der Kulturen, der Kapitän und Künstler berichtet mit seiner kritisch-fröhlichen Art von seinem Leben und Wirken zu Wasser und an Land.

21:00 Uhr: Hilaris Esemble - das Holzbläserquintett spielt Werke von Franz Danzi, Denes Agay und Manuel de Falla; Leitung: Mariola Rutschka.

21:30 Uhr: Swantje Wittenhagen - Harfe solo

Die junge Ausnahmemusikerin ist Stipendiatin und vielfache Preisträgerin sowie Jungstudentin der Hochschule für Musik in Lübeck und Mitglied im Landesjugendorchester Hamburg. Sie spielt Werke von Ekaterina A. Walter-Kühne, Sophia Corri und Zoltán Kodály.

22:00 Uhr: Dulguun Chinchuluun - Klavier

Die Pianistin spielt Stücke von der Frühromantik bis zum Impressionismus: Claude Debussy, Johann Ludwig Dussek, Franz Liszt und Sergei Wassiljewitsch Rachmaninow.

Eine gemeinsame Veranstaltung mit der Hauptkirche St. Nikolai am Klosterstern

Eintritt frei

Dienstag, 8. November, 19.30 Uhr

GÄSTE IM MAHNMAL

Thalia Treffpunkt: Buchpremiere „Trümmerkind“

Autorenlesung mit Mechtild Borrmann

Moderation: Regula Venske

Steine klopfen, Schwarzhandel - das ist der Alltag von Hanno Dietz und seiner Mutter in den Nachkriegsjahren. Eines Tages entdeckt er in den Trümmern eine Tote, abseits davon steht einsam ein dreijähriger Junge, der von da an bei den Dietzens aufwächst. Jahre später kommt das einstige Trümmerkind durch Zufall einem Verbrechen auf die Spur, das auf fatale Weise mit seiner Familie verknüpft ist.

Die Autorin Mechtild Borrmann lebt in Bielefeld und versteht es auf meisterliche Weise, Spannung und historisches Zeitgeschehen miteinander zu verknüpfen. Für ihren Bestseller „Wer das Schweigen bricht“ wurde sie mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet. Für "Geiger" erhielt sie als erste deutsche Autorin den renommierten französischen Publikumspreis "Grand Prix des Lectrices" der Zeitschrift Elle.

Ihr neues Buch „Trümmerkind“ - basierend auf einer ungeklärten Mordserie in Hamburg 1947 - erscheint am 2. November im Droemer Verlag.

Eintritt: € 10,- / Reservierungen unter Tel. 040 37 11 25 oder unter: info@mahnmal-st-nikolai.de Karten sind im VVK im Museum erhältlich oder an der Abendkasse ab 19.00 Uhr. am Veranstaltungsabend. Einlass 19.00 Uhr.

Mittwoch, 9. November, 19.00 Uhr

ERINNERN IM MAHNMAL

Verfemte Musik - Konzert zum Gedenken an die Reichspogromnacht 1938

Preisträger und Stipendiaten von Jugend musiziert spielen "verfemte Musik", u.a. des jüdischen Komponisten Wilhelm Grosz: Er gehört zu den vielseitigsten Talenten, die das mitteleuropäische Musikleben der 1920er Jahre hervorgebracht hat. Er war gleichermaßen erfolgreich als Komponist, Dirigent, Pianist und Musikwissenschaftler und ist heute vergessen wie kaum eine zweite Musikerpersönlichkeit von seinem Rang. Seine „Lieder an die Geliebte“, 1924 komponiert, sind Liebeslieder mit schwärmerischer Klangfülle und überzeugen durch melodische Schönheit. Ein junge Sängerin wird eine Auswahl seiner Lieder singen.

Moderation: Ludwig Hartmann

Eintritt frei – Spende erbeten

Samstag, 12. November, 18.30 Uhr

GÄSTE IM MAHNMAL

Literatur und Musik zum Thema „Kriegsspuren“

Krieg hinterlässt Spuren an Leib und Seele, im Leben und in der Kultur betroffener Gesellschaften, aber auch auf den Gesichtern und in den Seelen. Sichtbare wie unsichtbare Kriegsspuren finden sich in Familien, im Miteinander der Gesellschaft und in jedem einzelnen.  Diesen Spuren sind die Autorinnen Roswitha Borrmann, Heike Suzanne Hartmann-Heesch, Sibylle Hoffmann, Maren Schönfeld und Martina Seebohm sowie der Komponist und Musiker Wolfgang CG Schönfeld nachgegangen und wollen sie sicht- und hörbar machen.

Die Autorinnen lesen eigene Geschichten und Gedichte mit Prägungen aus Politik, Gesellschaft und persönlichem Schicksal, die sich aber auch mit der Hoffnung und tröstlichen Aspekten beschäftigen. Wolfgang CG Schönfeld schafft mit seinen Klangcollagen und Kompositionen für die Bassgitarre Verbindungen, Gegenstücke und einen eigenen, wortlosen Raum. www.schoenfeldblog.wordpress.de

Seit Anfang der 1980er Jahre findet die Ökumenische FriedensDekade regelmäßig im November zehn Tage vor dem Buß- und Bettag statt. Sie bietet Kirchengemeinden, Schulklassen, Jugendgruppen und Friedensinitiativen Gelegenheit, aktuelle Themen zu Gerechtigkeit, Frieden und der Bewahrung der Schöpfung aufzugreifen und zur Diskussion zu stellen. www.friedensdekade.de

Eintritt frei, Hutspende willkommen