Veranstaltungen - Aktuell

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Das Mahnmal St. Nikolai bietet ein breit gefächertes Veranstaltungsprogramm

Ob Vortrag, Lesung oder Konzert – unter dem Motto Kultur in der Krypta findet eine Vielzahl an kulturellen Veranstaltungen statt. Mit der Veranstaltungsreihe Erinnern im Mahnmal wird regelmäßig der Opfer und Ereignisse gedacht, die im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg und dem Nazi-Regime stehen. Unter der Rubrik Gäste im Mahnmal finden regelmäßig Gastveranstaltungen in der Krypta statt.

Jeden Donnerstag um 12 Uhr: Carillon-Konzert auf dem Turmglockenspiel
Samstag, 21. April 2018, 18.00 bis 2.00 Uhr

DIE LANGE NACHT DER MUSEEN - Motto: 75 Jahre nach der ›Operation Gomorrha‹

Sonderausstellung: Archäologische Funde des Feuersturms. Die kleine Sonderausstellung präsentiert eindrucksvolle Zeugnisse der Bombardierung Hamburgs, die am nahegelegenen Hopfenmarkt im Rahmen einer archäologischen Grabung gefunden wurden.

Hamburgs höchster Kirchturm – Blick über die Stadt. Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten am Kirchturm des Mahnmals St. Nikolai eröffnet sich von der Aussichtsplattform ein eindrucksvolles Panorama (18.00 - 22.30 Uhr)

  • 18:00 Carillon-Konzert -  Werner Lamm spielt das Turmglockenspiel
  • 18:30 und 21.30 „Prospekt - Einblick und Aussicht" Vorstellung der neuen Kunstinstallation am Kirchturm mit abschließender Liftfahrt auf die Aussichtsplattform. Gerald Kappelmann, acollage. Architektur urbanistik, Nic Fey, Dörte Huß
  • 19:00 „Rolling Home“ Hamburger Lieder mit Werner Lamm und Winni Kehrer
  • 19.30 „Alles von den Bomben“ Kurzvortrag zu archäologischen Funden aus dem Feuersturm, Wolfgang Scherf, Archäologe
  • 20.00 „Das Tüdelband“ – Lieder der Gebrüder Wolf. Hamburger Lieder mit Werner Lamm und Winni Kehrer
  • 20.30 „Gomorrha und St. Nikolai“ Archäologischer Kurzvortrag zu eindrucksvollen Zeugnissen der Bombardierung Hamburgs. Wolfgang Scherf, Archäologe 
  • 21.00 „Somewhere over the Rainbow“ Klassischer Gesang und Musical, Miriam Sharoni und Werner Lamm
  • 22.00 „Memory“ Klassischer Gesang und Musical, Miriam Sharoni und Werner Lamm
  • 22.30 und 23.30 "Gomorrha 1943 – Die Zerstörung Hamburgs im Luftkrieg" Führung durch die Dauerausstellung. Torben Dannhauer
  • Kulinarisches: Herzhafte Snacks und Getränke

Eintritt: € 17,- ermäßigt € 12,- (gilt für alle teilnehmenden Museen an diesem Abend sowie am Sonntag, dem 22.4.2018.)

Das ganze Programm finden Sie unter www.langenachtdermuseen-hamburg.de

Mittwoch, 25. April 2018, 19.30 Uhr

Hans Leip – Texte und Gedichte

Lesung mit Kai Maertens und Nils C. Freytag, Graphic Novel Recordings von Tina Nispel

Der Schriftsteller Hans Leip (1893 bis 1983), Autor des bekannten Gedichts ‚Lili Marleen‘, versetzt uns durch seine Texte und Gedichte (u.a. ‚Die Hafenorgel‘ und ‚Fähre VII‘) in das Hamburg der 1920er und 30er Jahre zurück und vermittelt einen mehr als amüsanten Blick auf das damalige Lebensgefühl.

Während der Lesung wird die Hamburger Grafikerin Tina Nispel das Gehörte spontan in kleine gemalte Kunstwerke übersetzen, die am Ende des Abends zu Gunsten des Mahnmals St. Nikolai versteigert werden.

Eintritt € 6,- / ermäßigt € 4,-. Kartenreservierung unter Tel. 040-371125 oder info@mahnmal-st-nikolai.de.

Donnerstag, 26. April 2018, 17.30 Uhr

Gäste im Mahnmal

Konzert: "Beethoven pur"

Es spielen junge, internationale Streichquartette aus der Klasse von Professor Oliver Wille (Kuss Quartett).

Eintritt 25,- EUR (erm. 10,- EUR). Frei für Mitglieder der HVFK.

Eine Veranstaltung der Hamburgischen Vereinigung von den Freunden der Kammermusik.

Karten erhältlich unter: info@kammermusikfreunde.de

Donnerstag (Christi Himmelfahrt), 10. Mai 2018, 18.00 Uhr

Verfemte Musik - Was die Nazis nicht hören wollten

Chorkonzert mit dem Ullern Kammerchor (Oslo)

1995 gegründet, wartet der Ullern Kammerchor heute mit einem Repertoire auf, das sich von den großen Klassikern über norwegische und internationale Arbeiterlieder bis hin zu moderner Musik erstreckt. Neben Auftritten in Norwegen unternimmt der Chor regelmäßig Konzertreisen ins Ausland, die ihn u.a. nach Leipzig, Dresden, London und bis New York führten.

Aufgeführt werden Werke der jüdischen Komponisten Victor Ullmann, Gideon Klein und Pavel Haas, die im Ghetto Theresienstadt inhaftiert waren und in Auschwitz ermordet wurden. Ergänzt wird das Programm durch zwei modernen Kompositionen: "Fugitive Footseps" (Laurence Sherr) nach einem Gedicht von Nelly Sachs und "Gebete für Mitgefangene" (Kristian Hernes) mit Text von Dietrich Bonhoeffer.

Bård Bratlie, Bariton, Bradley Staubes, Piano, Gjermund Brenne, Dirigent.

Eintritt frei

Dienstag, 22. Mai 2018, 19.00 Uhr

Deutsch-Taiwanisches Künstlergespräch:

„Formose Begegnungen": Der Skulpturenkünstler KANG Mu-xiang

Der renommierte taiwanische Künstler KANG Mu-xiang kreierte aus wiederaufgenommenen Aufzugsseilen des Taipei-101 Wolkenkratzers einmalige, beinahe verletzlich scheinende Skulpturen. Diese Werke sollen nach der Intention des Künstlers nicht allein eine ästhetische Wirkung im öffentlichen Raum entfalten, sondern sind Teil seines Projektes „Die Stahltrosse, die die Welt verbindet“. In diesem Projekt möchte KANG mit seinen anmutig wirkenden Werken als Ankerpunkte eines gemeinsamen globalen Verständnisses die fünf Kontinente miteinander verbinden. Der Künstler stellt seinen Werdegang, Werk und Philosophie in moderierter Unterhaltung mit Bildern und Videoclips vor.

Durch die Veranstaltung führen Frau Isabelle Hofmann, stellvertretende Chefredakteurin von KULTURPORT.de und Dr. Detlev Langmann (Bambusrunde), der den Künstler im vergangenen Jahr in seinem Werksatelier in Sanyi/ Taiwan besuchte.

Eintritt frei. Anmeldung erbeten bis zum 20. Mai an post@bambusrunde.de

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Taiwan-Freundeskreis Bambusrunde e.V.

Dienstag, 29. Mai 2018, 19.00 Uhr

Dokumentarfilmabend mit Gesprächsrunde
»Feinde | Brüder. Deutsche Kriegsgefangene in Japan«, (2013), Regie u. Drehbuch Brigitte Krause, 78 min.

Aus Anlass des 100. Jahrestages der Uraufführung der 9. Sinfonie Beethovens im japanischen Kriegsgefangenenlager Bandô wird der Dokumentarfim »Feinde | Brüder« über die Geschichte dieses außergewöhnlichen Lagers während des 1. Weltkrieges aufgeführt.

Die Hamburger Regisseurin Brigitte Krause hat 10 Jahre in Japan gelebt und ist bei Ihrer Suche nach "Themen des Gemeinsamen" auf die Geschichte des außergewöhnlichen Kriegsgefangenenlagers Bandô während des 1. Weltkrieges gestoßen, die sie auf den Spuren deutscher und japanischer Nachfahren in ihrem Film erzählt.

Anschließend findet eine Gesprächsrunde mit der Regisseurin Brigitte Krause und Dr. S. Siemssen, dessen Vater und Onkel schließlich 1920 aus dem Kriegsgefangenenlager Bandô zurückkehren konnten, statt. Moderation: Dr. Detlev Langmann, DJG.

Eintritt frei. Anmeldung erbeten bis zum 25. Mai an djg@hashimaru.de

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Deutsch-Japanische Gesellschaft zu Hamburg e.V. (DJG) 

Freitag, 1. Juni 2018, 17.00 Uhr

Sommerliches Glockenspiel-Konzert mit Marc van Bets

Seit 2007 ist der Belgier van Bets Carillonneur an der Sankt-Rombouts-Kathedrale in Mechelen, wo er vor allem an den kirchlichen Feiertagen zu hören ist. Diplomiert an der Königlichen Carillonschule "Jef Denyn", konzertiert er im In- und Ausland.

Das 51-stimmige Glockeninstrument des Kirchturms ist im Freien auf dem Platz des ehemaligen Kirchenschiffs zu hören.

Eintritt frei

Donnerstag, 7. Juni 2018, 19.00 Uhr

Deutsche und polnische Erinnerungsorte: verschiedenes Verständnis und gemeinsames Wissen

Vortrag und Gespräch: Dr. Sabine Bamberger-Stemmann, Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung, Hamburg.

Identität und Gemeinsamkeiten einer Gesellschaft speisen sich aus vielen Facetten. „Erinnerungsorte“, Lieux des Memoires, sind ein Konzept des französischen Historikers Pierre Nora. Er identifiziert damit solche grundlegenden Denkmäler, Orte, Straßen, Speisen, Bücher, Lieder, Symbole, Dichter, Komponisten, Wissenschaftler, Sportereignisse und vieles mehr, die eine bestimmte, über die individuelle Erinnerung hinausgehende Wirkung haben. Vielmehr sind sie Teile einer (durchaus nach Generationen und Herkunft verschiedenartig stark ausgeprägten) Gemeinsamkeit einer Gesellschaft. Sie können politisch, alltäglich, historisch, trivial und noch vieles mehr sein. Goethe und Mickiewicz sind genau solche Erinnerungsorte wie „Das Wunder von Bern“ oder „Wembley 1973“. Nachdem eine vielbändige Reihe Deutsch-polnischer Erinnerungsorte vorliegt (Hrsg. Hans Henning Hahn und Robert Traba), ist 2018 ein „Best of" mit zwanzig Erinnerungsorten für die politische Bildung und die Demokratiebildung im Schöningh-Verlag erschienen.

Dr. Sabine Bamberger-Stemmann hat Osteuropäische und Neuere Geschichte sowie Slawistik studiert. Ihre wissenschaftlichen Spezialgebiete sind Ostmitteleuropa, Minderheitenfragen im 19./20. Jahrhundert und die deutsch-polnischen Beziehungen. Seit 1999 hat sie einen Lehrauftrag an der Universität Hamburg inne.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Deutsch-polnischen Gesellschaft Hamburg und der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

Eintritt frei.

Mittwoch, 13. Juni 2018, 19.00 Uhr

Östliche Geschichten - Autorenlesung mit Arno Surminski

In diesem Jahr jährt sich das Ende des Ersten Weltkrieges zum 100. Mal. Der Schriftsteller Arno Surminski hat sich in der Nähe seines Sommerhauses in Schleswig-Holstein auf Spurensuche begeben. Dort sind auf einem Friedhof russische Kriegsgefangene des Ersten Weltkrieges bestattet, deren Schicksal Surminski zu einer Erzählung inspirierte.

Diese Erzählung findet sich neben ernsten und heiteren Geschichten in dem jüngst erschienen Sammelband des gebürtigen Ostpreußen, der schon mehr als 30 Bücher veröffentlicht hat. Das neue Buch, aus dem Surminski vorlesen wird, trägt den Titel Wolfsland oder Geschichten aus dem alten Ostpreußen.

Arno Surminski ist einer der erfolgreichsten deutschen Schriftsteller. 1934 in Ostpreußen geboren, wuchs er nach der Deportation seiner Eltern ab 1947 in Schleswig-Holstein auf. Seine Romane, viele über Ostpreußen und die Folgen des Krieges, erreichen hohe Auflagen. „Die Menschen, die er reden lässt, leben“, so charakterisiert die Kritik seinen Stil.

Eintritt € 6,- / ermäßigt € 4,-

Kartenreservierung unter Tel. 040-371125 oder info@mahnmal-st-nikolai.de.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Volksbund Dt. Kriegsgräberfürsorge e.V., Landesverband Hamburg.