Veranstaltungen - Carillon

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Unser Turmglockenspiel

Jeden Donnerstag um 12 Uhr finden unsere kostenlosen Carillon-Konzerte statt, zu denen wir Sie herzlich einladen!

Ein Carillon ist ein Glockenspiel, das über eine Klaviatur entweder durch einen Spieler, den Carilloneur, oder mechanisch gespielt wird. Im 17. Jahrhunderts waren Carillons an Kirchtürmen in Europa eine beliebte Mode: Auch die Hauptkirche St. Nikolai verfügte seinerzeit über ein imposantes Glockenspiel mit 25 Glocken. Es bediente zwei vollständige Oktaven und spielte täglich zweimal eine halbe Stunde lang zur Freude von Passanten in der Innenstadt.

In Anknüpfung an diese alte Tradition hat das Mahnmal St. Nikolai 1993 die Installation eines Carillons am Turm der Kirchruine initiiert. Das aus großzügigen privaten Spenden finanzierte Carillon fand seinen Platz an der Stelle am Kirchturm, wo vor der Zerstörung der Kirche 1943 die Orgel ihren Platz hatte. Vom Gelände des ehemaligen Kirchenschiffes aus frei einsehbar hängen hier nun 51 Glocken mit einem Gesamtgewicht von 13 Tonnen. Der chromatische Tonumfang beträgt mehr als vier Oktaven, womit das Carillon von St. Nikolai eines der größten Deutschlands ist.

Und so wird das Carillon gespielt:

Gespielt wird das Carillon von einer in der Mitte des Instrumentes angeordneten Kabine aus. Hier steht ein Spieltisch - vergleichbar einer Orgel -, dessen Tastaturhebel (Stokken) über Seilzüge mit jeweils einem Glockenklöppel verbunden sind. Diese Konstruktion ermöglicht es dem Carillonneur, die Glocken "forte" wie "piano" erklingen zu lassen und den Melodien so eine variable Dynamik zu verleihen.

Das unterscheidet ein von Hand spielbares Carillon deutlich hörbar von Glockenspielen, die ausschließlich von Automaten angeschlagen werden. Das Carillon am Mahnmal St. Nikolai kann sowohl per Hand als auch automatisch bedient werden.