Veranstaltungen - Archiv 2016spacer

Heiligabend, 24. Dezember um 14.00 Uhr

Christvesper im Mahnmal St. Nikolai

Liturgie und Predigt: Pastorin Rinja Müller, Hauptkirche St. Nikolai am Klosterstern

Weihnachtliche Musik und Liedbegleitung: Waldemar Saez-Eggers, Klavier und Jakob Ave-Lallemant, Trompete

Ab 13.30 Uhr erklingt das Turmglockenspiel

Am Spieltisch: Antonia Krödel

Montag, 5. Dezember, 19.00 Uhr

„«Es war ein Anschlag …». Warum sprechen wir so gern von Terroristen?“

Vortrag und Diskussion mit der Philosophin Dr. Bettina Stangneth

Rekrutierung, Ausbildungscamps, Internetschulung - man könnte meinen, es handele sich um einen Ausbildungsberuf, wenn vom «modernen Terroristen» die Rede ist. So besonders, so irritierend sind sie, dass wir neue Wörter brauchen, und noch im seltsamen Sprechen vom «feigen Attentäter» schwingt die Faszination des negativen Helden, des Anti-Menschen mit. Der Terrorist - das ist eine offensichtlich attraktive Idee, nicht nur für die Täter grausamer Taten, sondern auch für uns. Dabei sollten wir doch inzwischen wissen, dass das Bild vom leibhaftigen Bösen vor allem für eines notwendig ist: Für unsere Hoffnung darauf, dass am Ende alles gut wird. Es wäre nicht das erste Mal, dass wir aus Sehnsucht nach einer Heilsgeschichte das Böse selber herbeibeten, auf dass es uns vom Leibe bleibt. Was also richten wir wirklich an, wenn wir Mörder nicht mehr Mörder nennen? Und was hat unser Denken mit den Taten zu tun?

Bettina Stangneth ist unabhängige Philosophin. Die international viel diskutierte Autorin lebt in Hamburg. Zuletzt erschien "Böses Denken" (2016).

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

Donnerstag, 1. Dezember, 19.00 Uhr

Filmabend »Ode an die Freude« mit einer moderierten Gesprächseinführung

»Ode an die Freude« (バルトの楽園), deutsch-japanischer Spielfilm, 2006; Regie: Masanobu Deme, in den Hauptrollen: Bruno Ganz und Ken Matsudaira.

Vater und Onkel des Hamburgers Dr. Siems Siemssen gerieten zu Beginn des 1. Weltkrieges nach der Eroberung Tsingtaus (China) im November 1914 in japanische Gefangenschaft und wurden schließlich in das Kriegsgefangenenlager Bandô auf der Insel Shikoku gebracht. Dessen Kommandant, Major Matsue, förderte die Eigeninitiative der Soldaten sehr und entwickelte Bandô zu einem Musterlager. Berühmtheit erlangte vor allem die Aufführung von Beethovens 9. Symphonie am 1. Juni 1918 durch das Lagerorchester. Damit wurde eine Tradition in Japan begründet, die die Aufführung der »Ode an die Freude« zum Jahreswechsel mit der Erinnerung an den Gefangenenchor von Bandô bis heute einschließt.

In einem moderierten Gespräch mit Herrn Siems Siemssen, dessen Vater und Onkel 1920 schließlich aus dem Kriegsgefangenenlager Bandô zurückkehren konnten, wird eine Einführung gegeben. Moderation: Dr. Detlev Langmann, DJG

Veranstalter: Deutsch-Japanische Gesellschaft zu Hamburg e.V. (DJG) in Zusammenarbeit mit dem Förderkreis Mahnmal St. Nikolai e.V.

Donnerstag, 17. November, 19.00 Uhr

GÄSTE IM MAHNMAL

50 Jahre Kulturrevolution in China – Maos Erbe wirkt bis heute fort

Vortrag von Ulrich Delius, Asienreferent der Menschenrechtsorganisation Gesellschaft für bedrohte Völker, mit anschließender Diskussion

Maos Schreckensherrschaft wirkt bis heute in China fort. Unendliches Leid und Terror hat die Kulturrevolution ausgelöst, die vor 50 Jahren in der Volksrepublik begann. Ganze Familien wurden ausgelöscht oder in den Selbstmord getrieben. Doch Chinas Führung bekennt sich nicht zu diesem dunkelsten Kapitel seiner Geschichte. Die massiven Übergriffe auf Tibeter, Uiguren, Mongolen und Regimekritiker werden bis heute kleingeredet oder tabuisiert. Doch die grausamen Methoden von damals werden heute wieder kopiert. So werden inhaftierte Regimekritiker von den Behörden gezwungen, im Staatsfernsehen ihre vermeintlichen "Verbrechen" zu gestehen.

Veranstalter: Gesellschaft für bedrohte Völker. www.gfbv.de, im Rahmen der CHINA TIME 2016.

Samstag, 12. November, 18.30 Uhr

GÄSTE IM MAHNMAL

Literatur und Musik zum Thema „Kriegsspuren“

Krieg hinterlässt Spuren an Leib und Seele, im Leben und in der Kultur betroffener Gesellschaften, aber auch auf den Gesichtern und in den Seelen. Sichtbare wie unsichtbare Kriegsspuren finden sich in Familien, im Miteinander der Gesellschaft und in jedem einzelnen.  Diesen Spuren sind die Autorinnen Roswitha Borrmann, Heike Suzanne Hartmann-Heesch, Sibylle Hoffmann, Maren Schönfeld und Martina Seebohm sowie der Komponist und Musiker Wolfgang CG Schönfeld nachgegangen und wollen sie sicht- und hörbar machen. Die Autorinnen lesen eigene Geschichten und Gedichte mit Prägungen aus Politik, Gesellschaft und persönlichem Schicksal, die sich aber auch mit der Hoffnung und tröstlichen Aspekten beschäftigen.

Seit Anfang der 1980er Jahre findet die Ökumenische FriedensDekade regelmäßig im November zehn Tage vor dem Buß- und Bettag statt. Sie bietet Kirchengemeinden, Schulklassen, Jugendgruppen und Friedensinitiativen Gelegenheit, aktuelle Themen zu Gerechtigkeit, Frieden und der Bewahrung der Schöpfung aufzugreifen und zur Diskussion zu stellen.

Eintritt frei

Mittwoch, 9. November, 19.00 Uhr

ERINNERN IM MAHNMAL

Verfemte Musik - Konzert zum Gedenken an die Reichspogromnacht 1938

Preisträger und Stipendiaten von Jugend musiziert spielen "verfemte Musik", u.a. des jüdischen Komponisten Wilhelm Grosz: Er gehört zu den vielseitigsten Talenten, die das mitteleuropäische Musikleben der 1920er Jahre hervorgebracht hat. Er war gleichermaßen erfolgreich als Komponist, Dirigent, Pianist und Musikwissenschaftler und ist heute vergessen wie kaum eine zweite Musikerpersönlichkeit von seinem Rang. Seine „Lieder an die Geliebte“, 1924 komponiert, sind Liebeslieder mit schwärmerischer Klangfülle und überzeugen durch melodische Schönheit. Ein junge Sängerin wird eine Auswahl seiner Lieder singen.

Moderation: Ludwig Hartmann

Dienstag, 8. November, 19.30 Uhr

GÄSTE IM MAHNMAL

Thalia Treffpunkt: Buchpremiere „Trümmerkind“

Autorenlesung mit Mechtild Borrmann, Moderation: Regula Venske

Steine klopfen, Schwarzhandel - das ist der Alltag von Hanno Dietz und seiner Mutter in den Nachkriegsjahren. Eines Tages entdeckt er in den Trümmern eine Tote, abseits davon steht einsam ein dreijähriger Junge, der von da an bei den Dietzens aufwächst. Jahre später kommt das einstige Trümmerkind durch Zufall einem Verbrechen auf die Spur, das auf fatale Weise mit seiner Familie verknüpft ist.

Die Autorin Mechtild Borrmann lebt in Bielefeld und versteht es auf meisterliche Weise, Spannung und historisches Zeitgeschehen miteinander zu verknüpfen. Für ihren Bestseller „Wer das Schweigen bricht“ wurde sie mit dem Deutschen Krimi Preis ausgezeichnet. Ihr neues Buch „Trümmerkind“ - basierend auf einer ungeklärten Mordserie in Hamburg 1947 - erscheint am 2. November im Droemer Verlag.

Eintritt: € 10,-

Donnerstag, 3. November 2016, 19.00 Uhr

"Mein Kampf" ist zurück! Politische Anleitung oder historisch-politische Aufklärung?

„Mein Kampf“ ist eine der zentralen Quellen des Nationalsozialismus. Nirgendwo sonst hat Hitler das, was er glaubte und wollte so offen erläutert wie hier. 70 Jahre nach Hitlers Tod sind die Urheberrechte an dessen Buch „Mein Kampf“ erloschen. Das Institut für Zeitgeschichte hat es sich zum Ziel gesetzt, unmittelbar nach Ablauf dieser Frist eine wissenschaftlich kommentierte Gesamtausgabe vorzulegen.
Unter der Leitung von Dr. Christian Hartmann hat Roman Töppel gemeinsam in einem fünfköpfigen Historikerteam "Mein Kampf" in mehrjähriger Arbeit umfassend aufbereitet: Im Zentrum der kritischen Kommentierung stehen die Dekonstruktion und die Kontextualisierung von Hitlers Schrift: Wie entstanden seine Thesen? Welche Absichten verfolgte er damit? Welchen gesellschaftlichen Rückhalt besaßen Hitlers Behauptungen unter seinen Zeitgenossen? Welche Folgen hatten seine Ankündigungen nach 1933? Und vor allem: Was lässt sich mit dem Stand unseres heutigen Wissens Hitlers unzähligen Behauptungen, Lügen und Absichtserklärungen entgegensetzen? Dies ist nicht nur eine historiografische Aufgabe. Angesichts des hohen Symbolwerts, den Hitlers Buch noch immer hat, ist die Entmystifizierung von „Mein Kampf“ auch ein Beitrag zur historisch-politischen Aufklärung.

Begrüßung: Kay Heinz Ehrhardt, Programmreferent Büro Hamburg der FriedrichNaumann-Stiftung für die Freiheit
Grußwort: Anna von Treuenfels-Frowein MdHB, Stv. Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der FDP-Fraktion, Hamburger Bürgerschaft
"Mein Kampf" - Lesung in drei Teilen, Götz Otto, Schauspieler
Einordnung, Erklärung & Kritik: Dr. Roman Töppel, Mitherausgeber der kritischen Edition von Hitlers „Mein Kampf“
Geschichtliche Aufklärung und die Rolle von Kunst und Gesellschaft. Götz Otto und Dr. Roman Töppel im Gespräch mit dem Publikum über Gefühle, Gedanken und individuelles Engagement für eine 'Offene Gesellschaft'. Moderation: Sebastian Kempkens, Redakteur Die ZEIT.

Eine Veranstaltung der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit.

Donnerstag, 27. Oktober 2016, 19.00 Uhr

„Masuren. Zwischen Mythos und Wirklichkeit“ – Themenabend anlässlich des 90. Geburtstages von Siegfried Lenz

Als Reise- und Urlaubsregion erfreut sich Masuren mit seiner bezaubernden Seen- und Waldlandschaft in Deutschland wie in Polen großer Beliebtheit. Die vielfach literarisch und künstlerisch verklärte Region weckt Erinnerungen und ist eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration.

Wie bei keinem anderen spielt diese Faszination im Werk des 1926 im ostpreußischen Lyck geborenen Siegfried Lenz eine Rolle. Pointiert und prozesshaft ist die Auseinandersetzung des Autors mit der Heimat. Vom Erzählband „So zärtlich war Suleyken“ (1955) bis zu den Romanen „Heimatmuseum“ (1978) und „Der Überläufer“ (erschienen posthum 2016) geht es im Werk von Siegfried Lenz um seine Heimat Masuren, eine Kulturlandschaft, gefangen zwischen Erinnerungen an ein idealisiertes Kindheitsparadies und den politischen Verstrickungen und Konflikten, um die ethnische und nationale Zugehörigkeit seiner Bewohner, die in den totalitären Ideologien des 20. Jahrhunderts endeten.

Inzwischen begreift sich Masuren als Region mit einer reichen, multiethnischen Geschichte, deren Erbe tabulos und unverkrampft entdeckt, diskutiert und gelebt wird. Inwieweit dies als Grundstein für ein europäisch orientiertes Regionalbewusstsein gelten kann, diskutieren der Schriftsteller Artur Becker, der Publizist Adam Krzemiński und die Dokumentarfilmerin Ulla Lachauer. Es moderiert der Historiker Andreas Kossert.

Der Eintritt ist frei.

Eine Veranstaltung der Kulturreferentin für Ostpreußen am Ostpreußischen Landesmuseum Lüneburg, des Deutschen Kulturforums östliches Europa, Potsdam, der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg und  des Mahnmals St. Nikolai.

Freitag, 9. September bis Mittwoch, 5. Oktober täglich

SEE UKRAINE: Docudays UA on Tour

SONDERAUSSTELLUNG: Dokumentarfotografien des Zyklus "You See, My Brother?“ von Aleksandr Glyadyelov

Ausgewählte und zeitlose Schwarz-weiß-Dokumentarfotografien beschreiben zwei Kapitel der jüngsten Geschichte der Ukraine: den Maidan und den Krieg.

Die Bilder erzählen von den Protestbewegungen auf dem Maidan und vom russischen Krieg gegen die Ukraine. Die Ausstellung wurde bereits in der Ukraine und verschiedenen Städten Westeuropas gezeigt. Aleksandr Glyadyelov fotografiert auf Schwarz-Weiß-Film und benutzt eine analoge Kamera mit manueller Fokuseinstellung. Da mit dieser Technik Aufnahmen während der Kampfhandlungen kaum möglich sind, richtet der Fotograf seinen Blick auf die Zeiten zwischen den Kämpfen und das alltägliche Leben. 

Seit 1989 fotografiert Aleksandr Glyadyelov in Europa, Zentralasien, Afrika und in den USA. Er dokumentierte Konflikte in Moldawien, Bergkarabach, Tschetschenien und in der Ukraine. Seit 1997 arbeitet Glyadyelov mit der internationalen Hilfsorganisation Medecins Sans Frontieres zusammen. Seine Bilder findet man bei MSF, HRW, Global Fund, UNAIDS oder UNICEF. Zu den Auszeichnungen seiner Arbeiten zählen der Grand-Prix von Ukrpressphoto-97, Hasselblad Award bei der European photography competition in Vevey, Switzerland Images’98, Mother Jones 2001 Medal of Excellence von der International Documentary Photography Foundation in San Francisco, USA, Moving Walls 2002 von Open Society Institute (OSI) in New York, USA.

Eintritt frei

Veranstalter: Internationales Filmfestival für Menschenrechte Docudays UA, gefördert durch die Open Society Foundation. www.seeukraine.org

Samstag, 17. September 2016, 18.00 bis 23.00 Uhr

NACHT DER KIRCHEN - lebe - liebe - lache

Hamburg von oben - freie Fahrt mit dem Panoramalift auf den höchsten Kirchturm der Stadt.

"human rights" von Petra Kilian

Es wirkt wie ein Fundstück aus längst vergangenen Zeiten - 30 einzelne Stoffarbeiten, jede mit einem Artikel der Menschenrechte aus Glasperlen bestickt und zu einer Bodeninstallation zusammengefügt. Das vier mal vier Meter große Kunstwerk „human rights“ von Petra Kilian erzeugt eine von Ruhe und sanfter Aufmerksamkeit geprägte Stimmung. Die Hamburger Künstlerin lädt den Betrachter im Altarraum der Kirchenruine ein, der Aktualität des Themas nachzuspüren. Die Bodeninstallation setzt bei der Nacht der Kirchen Hamburg einen gesellschaftspolitischen Akzent.

18.00 Uhr: Glockenklang - Gudrun Schmidtke lässt die 51 chromatisch gestimmten Bronzeglocken des Turmglockenspiels erklingen.

19.00 Uhr: JugendStreicherForum - Werke von Johann Sebastian Bach, Johannes Brahms, Dmitri Schostakowitsch und Wojciech Kilar; Leitung: Tomasz Lukasiewicz.

20.00 Uhr: Knut Terjung im Gespräch mit Eberhard Möbius

Anknüpfend an die Gesprächsreihe „Auf der Empore“ trifft der Journalist und ehemalige Leiter des ZDF-Studios Hamburg, Knut Terjung, im Museum des Mahnmals die Hamburger Theaterlegende Eberhard Möbius. Der machte sein schwimmendes Theaterschiff schon 1975 am Nikolaifleet fest und lotste große Künstler auf die Bühne. Der Dramaturg, Kabarettist und Spielleiter, Schreiber von über 20 Kinderstücken, Gründer des „Alstervergnügens“ als Fest der Kulturen, der Kapitän und Künstler berichtet mit seiner kritisch-fröhlichen Art von seinem Leben und Wirken zu Wasser und an Land.

21.00 Uhr: Hilaris Ensemble - das Holzbläserquintett spielt Werke von Franz Danzi, Denes Agay und Manuel de Falla; Leitung: Mariola Rutschka.

21.30 Uhr: Swantje Wittenhagen - Harfe solo

Die junge Ausnahmemusikerin ist Stipendiatin und vielfache Preisträgerin sowie Jungstudentin der Hochschule für Musik in Lübeck und Mitglied im Landesjugendorchester Hamburg. Sie spielt Werke von Ekaterina A. Walter-Kühne, Sophia Corri und Zoltán Kodály.

22.00 Uhr: Dulguun Chinchuluun - Klavier

Die Pianistin spielt Stücke von der Frühromantik bis zum Impressionismus: Claude Debussy, Johann Ludwig Dussek, Franz Liszt und Sergei Wassiljewitsch Rachmaninow.

Eine gemeinsame Veranstaltung mit der Hauptkirche St. Nikolai am Klosterstern.

Sonntag, 11. September, 11.00 bis 16.00 Uhr

Tag des offenen Denkmals

Besondere Einblicke und Ausblicke bieten die laufenden Sanierungsmaßnahmen am Turm und der Kirchenruine von St. Nikolai.

Im Museum und dem Gewölbekeller erwartet Sie eine Ausstellung über die Geschichte und die Sanierung des Kirchturms; mit Kaffee, Kuchen oder auch mit einem Gläschen Wein, können Sie – ganz der historischen Bestimmung des Kellers folgend – Ihren Gaumen erfreuen.

11.00 und 13.00 Uhr: Vortrag: St. Nikolai. Ursprünge – Zerstörungen – Sanierung. Einst eine lichtdurchflutete Kathedrale – heute eine Ruine als Mahnmal. Dr. Holger Reimers, Bau- und Kunsthistoriker

14.00 Uhr: geführter Rundgang:  Das Mahnmal als Denkmal. Dörte Huß M.A., Kunsthistorikerin

Auch in den größten Höhen weist der Turm filigranste Bildhauerarbeiten auf: Den Monstern, Drachen und Grotesken einmal ins Angesicht geblickt? Diese einmalige Gelegenheit bietet sich bei den Führungen über das Turmgerüst in kleinen Gruppen, geleitet von Architekten und Bauforschern um 11, 12, 13 und 14 Uhr.

Steinmetze präsentieren am Fuße des Turmes ihre Arbeit in einer offenen Werkstatt. Kinder und Erwachsene können kleine Souvenirstücke bearbeiten und mit nach Hause nehmen.

Veranstalter: Bezirksamt Hamburg Mitte in Kooperation mit dem Förderkreis Mahnmal St. Nikolai.

Eintritt frei

Samstag, 10. September, 19.00 Uhr

SEE UKRAINE: Docudays UA on Tour

Krieg und Freiheit: Über die Demokratie in der Ukraine

Seit der Revolution des „Euromaidans“ im Frühjahr 2014 steht die Ukrainische Demokratie vor einer doppelten Herausforderung: Um zu überleben, muss sie aus den Trümmern der gestürzten postsowjetischen Oligarchie einen effektiven, pluralistischen Rechtsstaat schaffen. Zugleich aber muss sie Russlands fortdauernden Hybridkrieg auf der Krim und im Donbass überstehen – einen Konflikt, der das Land auszehrt und destabilisiert, und zugleich radikalen nationalistischen Kräften im inneren Auftrieb gibt.

Diskussionsteilnehmer: Konrad Schuller, seit 2004 FAZ-Korrespondent für Polen und die Ukraine und Autor des Buches “Ukraine: Chronik einer Revolution” (2014). Oleksandra Matwijchuk (Ukraine) ist Menschenrechtlerin und Koordinatorin der Bürgerinitiative Euromaidan SOS zur Durchführung internationaler Kampagnen gegen Menschenrechtsverletzungen.

Eintritt frei. Veranstalter: Internationales Filmfestival für Menschenrechte Docudays UA, gefördert von der International Renaissance Foundation. www.seeukraine.org

Donnerstag, 8. September, 19.00 Uhr

SEE UKRAINE: Docudays UA on Tour

Eröffnung der Foto-Ausstellung "You See, My Brother?“ von Aleksandr Glyadyelov.

Ausgewählte und zeitlose Schwarz-weiß-Dokumentarfotografien beschreiben zwei Kapitel der jüngsten Geschichte der Ukraine: den Maidan und den Krieg.

Die Ausstellung wird vom Autor selbst am 8. September im Mahnmal St. Nikolai eröffnet. Die Bilder erzählen von den Protestbewegungen auf dem Maidan und vom russischen Krieg gegen die Ukraine. Die Ausstellung war bereits in der Ukraine und verschiedenen Städten Westeuropas zu besichtigen. Aleksandr Glyadyelov fotografiert auf Schwarz-Weiß-Film und benutzt eine analoge Kamera mit manueller Fokuseinstellung. Da mit dieser Technik Aufnahmen während der Kampfhandlungen kaum möglich sind, richtet der Fotograf seinen Blick auf die Zeiten zwischen den Kämpfen und das alltägliche Leben.

Die Ausstellung ist vom 9. September bis zum 5. Oktober im Gewölbekeller des Mahnmals zu sehen.

Veranstalter: Internationales Filmfestival für Menschenrechte Docudays UA, gefördert durch die Open Society Foundation. www.seeukraine.org

Donnerstag, 1. September, 17.00 Uhr

ERINNERN IM MAHNMAL

Gedenkveranstaltung anlässlich des Beginns des Zweiten Weltkrieges

17.00 Uhr Ökumenischer Gedenkgottesdienst auf dem Kirchplatz

Liturgische Leitung: Dr. Martin Vetter, Propst und Hauptpastor an der Hauptkirche St. Nikolai und Pfarrer Dr. Jacek Bystron, polnische katholische Mission Hamburg

Musik: Harburger Kantorei; Chorleitung und Carillonspiel: Werner Lamm

18.00 Uhr Podiumsdiskussion in der Krypta: Let Europe arise! Winston Churchills Europa-Rede – nach 70 Jahren aktueller denn je.

Mit Prof. Dr. Gabriele Clemens, Universität Hamburg; Tristan Dück, JEF-Hamburg; Manuel Sarrazin MdB, Europa-Union Hamburg e. V.; Dr. Sabine Bamberger-Stemmann, Landeszentrale für politische Bildung Hamburg. 

Am 19. September 1946 forderte der britische Staatsmann nach den schrecklichen Erfahrungen der beiden Weltkriege in seiner Züricher Rede die Schaffung der Vereinigten Staaten von Europa, weshalb Konrad Adenauer ihn als "Vorkämpfer der europäischen Idee" bezeichnete. Wo stehen wir 70 Jahre nach dieser Rede in Europa? Wird an diesem Ziel festgehalten? Und wie stehen die heutigen Generationen dazu?

Eintritt frei

Mittwoch, 27. Juli, 19.00 Uhr

GÄSTE IM MAHNMAL

Mich hat Auschwitz nie verlassen

Martin Doerry im Gespräch mit Lukas Welz über das Leben mit dem Überleben nach der Shoah

Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Soldaten das Konzentrationslager Auschwitz. Mehr als eine Million Menschen waren hier von den Nationalsozialisten ermordet worden; nur wenige Gefangene kamen mit dem Leben davon. Diejenigen, die die Lagerhaft überlebten, konnten oder wollten in den Jahren nach der Befreiung meist nicht über ihre Erlebnisse sprechen. Sie fühlten sich außer Stande, über die Exzesse der Entwürdigung, die sie in Auschwitz erfahren mussten, zu reden, oder sie fanden für ihre Erinnerungen kein Gehör.

Zusammen mit Susanne Beyer hat Martin Doerry Berichte von Überlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz in einem Buch zusammengestellt. Im Gespräch mit Lukas Welz wird er der Frage nachgehen, was das Leben mit dem Überleben für den Einzelnen bedeutet und welche Folgen das Leben nach dem Überleben mit sich bringt. 

Martin Doerry ist seit 1987 Redakteur beim Wochenmagazin DER SPIEGEL und war dessen stellvertretender Chefredakteur von 1998 bis 2014. 2015 gab er das Buch Mich hat Auschwitz nie verlassen zusammen mit Susanne Beyer heraus.

Lukas Welz ist seit 2012 Vorsitzender von AMCHA Deutschland, der deutschen Sektion von AMCHA, einer humanitären Hilfsorganisation, die in Israel jährlich zirka 20.000 Überlebende der Shoah und ihre Familien in psychosozialen Programmen betreut.

Eine Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. - Politisches Bildungsforum Hamburg, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V. und AMCHA Deutschland e.V.

Samstag, 9. Juli, 11 Uhr und 15.30 Uhr

Glockenspielkonzert auf dem Kirchplatz

Beim 8. Konzert der Norddeutschen Carillonneure spielen Antonia Krödel / Wilhelmshaven, Gerd Heinrich / Kiel sowie Gudrun Schmidtke, Werner Lamm und Hajo Patschkowski / Hamburg. Auf dem Programm stehen Werke für Carillon, klassische Melodien, Choräle und weltliches Liedgut.

Wegen der derzeitigen Sanierung des Turmes ist der Kirchturm mit einem Gerüst versehen, welches das Glockenspiel teilweise verdeckt - der Klang ist jedoch ungetrübt. Stühle auf dem Platz des ehemaligen Kirchenschiffes laden Sie während der Konzerte zum Verweilen ein.

Eintritt frei

Donnerstag, 23. Juni, 18.30 Uhr

ERINNERN IM MAHNMAL

Johannes Bugenhagen und die Reformation in Hamburg

18.30 Uhr Carillonkonzert mit Werner Lamm: Reformatorische Klänge

19.00 Uhr Vortrag mit Lichtbildern von Hauptpastor em. Dr. Ferdinand Ahuis

„Der Mann, der die Reformation nach Hamburg brachte“ – so titelte DIE WELT am 20. Juni 2010. Sie meinte damit Johannes Bugenhagen. Der Vortrag am Vorabend des 531. Geburtstags Johannes Bugenhagens wird zeigen, dass die Reformation in Hamburg wesentlich vielschichtiger war. Längst bevor Johannes Bugenhagen im Oktober 1529 nach Hamburg kam, wurde an allen Hamburger Hauptkirchen im reformatorischen Sinne gepredigt. Welche Bedeutung aber hatte dann Johannes Bugenhagen für die Reformation in Hamburg? Wer war er eigentlich? Und: Wie stellte sich das kirchliche, schulische und soziale Leben in Hamburg damals dar? Welche Veränderungen brachte die Reformation?

Eine musikalische Umrahmung des Vortrags übernimmt Werner Lamm am Klavier.

Eintritt frei

Montag, 20. Juni, 19.00 Uhr

ERINNERN IM MAHNMAL

25 Jahre deutsch-polnischer Nachbarschaftsvertrag

Vortrag des polnischen Journalisten Adam Krzemiński mit anschließender Diskussion

Am 17. Juni 1991 unterzeichneten die Vertreter der polnischen und deutschen Regierungen den deutsch-polnischen Vertrag über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit. Er ist bis heute die Grundlage und der Rahmen für den intensiven politischen Dialog und die gesellschaftlichen Kontakte zwischen Deutschland und Polen, die mittlerweile eine beeindruckende Dynamik gewonnen haben.

Der  Journalist Adam Krzemiński gilt in Polen als einer der herausragenden Kenner Deutschlands. Seit 1973 ist er Redakteur des Wochenmagazins „Polityka“ und berichtet hauptsächlich über Themen, die im Zusammenhang mit der deutschen Geschichte und Gesellschaft stehen.

Das Gespräch mit Adam Krzemiński führt Bernd Musch-Borowska, Journalist und ehem. Korrespondent des NDR in Polen.

Eintritt frei - Eine Kooperationsveranstaltung mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg e.V

Donnerstag, 2. Juni bis Sonntag, 19. Juni

SONDERAUSSTELLUNG

7MAL ST. NIKOLAI: Das Mahnmal und der urbane Platz
Jeder Ort hat so etwas wie einen Genius, eine Art Ausstrahlung, einen Geist, der sich herleitet aus seiner Geschichte, seiner Topografie und dem gewachsenen Umfeld. Der Hopfenmarkt und die heute sichtbaren Ruinenreste mit dem hoch aufragenden Turm der ehemaligen Hauptkirche St. Nikolai gehören ohne Zweifel zu den geschichtsträchtigsten Orten in der Hansestadt. Die Lage im Stadtgefüge und vor allem die noch allenthalben sichtbare Geschichte machen sie zu einem ganz besonderen Monument und die gerade jetzt in Hamburg formulierten Gedanken zu Neu- und Umplanungen in diesem Bereich erfordern dafür ganz besondere Sensibilität.

Sieben Absolventen des Fachbereiches Architektur und Städtebau der Fachhochschule Potsdam stellen ihre Konzepte zur Weiterentwicklung des Mahnmals St. Nikolai vor. Der Erhalt des Denkmals der Nikolaikirche und die Reaktivierung des urbanen Platzes Hopfenmarkt im Stadtgewebe, stehen im Mittelpunkt der ausgestellten Abschlussarbeiten. Beeindruckende Entwürfe von Ergänzungen, Neubauten und visionären Nutzungsideen nehmen den „Genius loci“ dieses geschichtsträchtigen Ortes auf und geben neue Impulse für das Nikolai-Quartier.

Eintritt frei. Kooperationspartner der Veranstaltung: euroterra-Logo-2016

Mittwoch, 1. Juni, 20.00 Uhr

KULTUR IN DER KRYPTA - Ausstellungseröffnung

7MAL ST. NIKOLAI: Das Mahnmal und der urbane Platz

Sieben Absolventen des Fachbereiches Architektur und Städtebau der Fachhochschule Potsdam stellen ihre Konzepte zur Weiterentwicklung des Mahnmals St. Nikolai vor. Der Erhalt des Denkmals der Nikolaikirche und die Reaktivierung des urbanen Platzes Hopfenmarkt im Stadtgewebe, stehen im Mittelpunkt der ausgestellten Abschlussarbeiten. Beeindruckende Entwürfe von Ergänzungen, Neubauten und visionären Nutzungsideen nehmen den „Genius loci“ dieses geschichtsträchtigen Ortes auf und geben neue Impulse für das Nikolai-Quartier.

Grußwort: Bodo Hafke, Dezernent Wirtschaft, Bauen und Umwelt, Bezirksamt Hamburg-Mitte. Einführung: Prof. Dr. Martina Abri, Fachhochschule Potsdam, Fachbereich Denkmalpflege und Prof. Dr. Peter Stephan, Fachhochschule Potsdam, Fachbereich Architektur und Städtebau. Moderation: Dipl.-Ing. Gerhard Hirschfeld, Architekt.

Montag, 25. April bis Donnerstag, 19. Mai

SONDERAUSSTELLUNG

Arno Surminski. Erinnertes Leben – Gelebte Erinnerung.

Die Ausstellung des Ostpreußischen Landesmuseums ehrt Arno Surminski zu seinem achtzigsten Geburtstag und bietet einen Überblick über sein Leben und seine wichtigsten Werke. Schlüsselszenen Surminskis wichtigster Bücher werden präsentiert, die neugierig machen sollen aufs Lesen und Wiederlesen. Zu entdecken ist das Werk eines scharfsichtigen Zeitgenossen, der sein persönliches Schicksal in ansprechende, lebendige Erzählungen ohne moralische Aufdringlichkeit verwandelt.

Eine Veranstaltung der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg e.V.

Montag, 25. April, 18.30 Uhr

GÄSTE IM MAHNMAL

Arno Surminski. Erinnertes Leben – Gelebte Erinnerung.

Eröffnung der Ausstellung und Lesung mit Arno Surminski

Einführung: Dr. Joachim Mähnert, Direktor des Ostpreußischen Landesmuseums, Lüneburg

Der Autor Arno Surminski, geboren in Jäglack, Ostpreußen (heute Jegławki, Polen), setzt sich für die Aufarbeitung des Geschehens in Ostpreußen während des Jahres 1945 und für eine Aussöhnung zwischen den früheren und den heutigen Bewohnern ein. Er hat dafür breite Anerkennung gefunden. Romane wie „Jokehnen“, „Polninken“ oder „Sommer 1944“ haben inzwischen Generationen von Lesern – auch solchen, die Ostpreußen nicht kannten – den Weg in eine Landschaft eröffnet, die in vielen Herzen und Köpfen weiterlebt. In seinen jüngeren Büchern wie „Die Vogelwelt von Auschwitz“ und „Winter Fünfundvierzig oder Die Frauen von Palmnicken“ hat er sich auch mit den NS-Verbrechen auseinandergesetzt.

Arno Surminski verlor seine Eltern 1945, als sie in die Sowjetunion verschleppt wurden. Als Flüchtling kam er zunächst nach Thüringen und 1947 nach Schleswig-Holstein. Heute lebt er als freier Schriftsteller in Hamburg. Er ist verheiratet, hat drei Kinder und acht Enkel.

Eine Veranstaltung der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg e.V.

Samstag, 9. April bis Freitag, 22. April, täglich 10 bis 17 Uhr

SONDERAUSSTELLUNG

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“ – Die 30 Artikel der Menschenrechte.

Das Mahnmal St. Nikolai beteiligte sich zum dritten Mal an der Hamburger Langen Nacht der Museen und nahm sich dem Thema „Menschenrechte“ an. Die Ausstellung der Freien Kunstakademie Farbenfroh, die sich künstlerisch mit dem Thema auseinandersetzt, ist im Gewölbekeller des Mahnmals zu sehen. Kuratiert wurde sie vom Leiter der Kunstakademie, Mario Franceschi.

Die Ausstellung wird in Kooperation mit dem Politischen Bildungsforum Hamburg der Konrad-Adenauer-Stiftung gezeigt.

Samstag, 9. April, 18.00 bis 2.00 Uhr

DIE LANGE NACHT DER MUSEEN

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“ – Menschenrechte weltweit

Das Mahnmal St. Nikolai beteiligt sich zum dritten Mal an der Hamburger Langen Nacht der Museen und nimmt sich dem Thema „Menschenrechte“ an. Neben einer Ausstellung der Freien Kunstakademie Farbenfroh, die sich künstlerisch mit dem Thema auseinandersetzt, führt eine szenisch-musikalische Textkollage - zusammengestellt von •stück•werke• Die Kulturfirma - die totale Missachtung jeglicher Menschenrechtskonvention und das Versagen internationaler Organisationen zum Schutz der Menschenrechte im Bosnien-Krieg Anfang der 1990er Jahre vor Augen.

  • 18:00 Carillon-Konzert -  Werner Lamm spielt das Turmglockenspiel
  • 18:30 Ausstellungseröffnung: Die 30 Artikel der Menschenrechte Einführung und Rundgang mit Mario Franceschi, Freie Kunstakademie Farbenfroh
  • Weitere Führungen durch die Sonderausstellung um 20, 21 und 23 Uhr
  • 19.30 Die Schatten von Srebrenica - szenische Lesung mit Musik mit Marion Gretchen Schmitz, Stephan Benson und Jakob Neubauer (Bajan)
  • Weitere Lesungen um 20.30, 21.30 und 22.30 Uhr
  • 23.30 Film: Himmel über Srebrenica, 2012, 101 min
  •  Kulinarisches: Herzhafte Snacks und Getränke

Eintritt: € 15,- ermäßigt € 10,- (gilt für alle teilnehmenden Museen an diesem Abend sowie am Sonntag, dem 10.4.2016.)

Der Abend findet in Kooperation mit dem Politischen Bildungsforum Hamburg der Konrad-Adenauer-Stiftung statt.

Mittwoch, 6. April, 20.00 Uhr

KULTUR IN DER KRYPTA - Konzert

Tcvetnitca - Kehlkopfgesang aus Varna, Bulgarien

Wenn sie singen, erzeugen sie Bilder von reißenden Gebirgsbächen, blühenden Wiesen und von Bergen, deren majestätische Magie in den Bann zieht: „Tcvetnitca“, der international bekannte bulgarische Frauenchor unter der Leitung von Atanas Iliev, ist dank seiner selbst in Bulgarien immer seltener praktizierten Technik des Kehlkopfgesangs ein besonderes Erlebnis. Der Klang ist von atemberaubender Klarheit und Schönheit, der die Auswahl des Repertoires in jeder Hinsicht entspricht:

„Tcvetnitca“ hat traditionelle Lieder verschiedener Regionen Bulgariens zusammengetragen, ergänzt von griechisch-orthodoxen Gesängen sowie Kompositionen von Chorleiter Atanas Iliev. Der Chor ist das zweite Mal in Hamburg und hat bereits zahlreiche Film-, Fernseh- und CD-Produktionen eingespielt.

Eintritt frei. Eine Veranstaltung des Honorargeneralkonsulates Bulgarien in Hamburg.

Donnerstag, 31. März, 19.00 Uhr

Konzert „Romantik und mehr“

Magdalena Erdman – Flöte und Katarzyna Wasiak – Klavier

spielen Werke von Chopin, Dobrzański, Franck, Kilar, Paderewski, Poulenc, Reinecke und Saint-Saëns

Die beiden in Polen geborenen Musikerinnen präsentieren Werke von polnischen, deutschen und französischen Komponisten, die in der schönsten Zeit der Romantik entstanden. Stücke von Wojciech Kilar bringen zudem erfrischende Elemente der Moderne ein, die auch aus der Folklore schöpfen.

Magdalena Erdman stammt aus einer Musikerfamilie. Sie ist Absolventin der Musikakademie in Breslau (Wrocław), besuchte zahlreiche Meisterkurse für Flöte und war von 1997 bis1999 Flötistin an der Staatsphilharmonie in Oppeln. Journalistisch und publizistisch betätigte sie sich beim Rundfunk ESKA in Breslau und publizierte in der Fachpresse in Polen im Bereich Musik und musikalische Bildung. Im Jahre 1999 begann sie im Ministerium für Kultur und Nationalerbe der Republik Polen als Spezialistin für Musik zu arbeiten. Seit 2005 im diplomatischen Dienst: Vizedirektorin des Polnischen Institutes in Stockholm und 2007 - 2011 Konsulin für Kultur im Generalkonsulat der Republik Polen in Hamburg. Seit Januar 2011 ist sie als Bot-schaftsrätin und Leiterin des Referates für Öffentlichkeitsarbeit in der Botschaft der Republik Polen Berlin tätig.

Katarzyna Wasiak entstammt ebenfalls einer Musikerfamilie und begann im Alter von sieben Jahren ihre musikalische Ausbildung in Breslau. Mit siebzehn Jahren trat sie ihr Studium an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien an. 2006 setzte sie ihr Studium an der Universität der Künste in Berlin fort und legte 2009 ihr künstlerisches Diplom ab. Anschließend vervollständigte sie ihre Ausbildung an der Hochschule für Musik 'Hans Eisler' Berlin bei Prof. Fabio Bidini. Sie ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Klavierwett-bewerbe, Stipendiatin des Kulturministeriums der Republik Polen, des Chopin-Instituts, des Rotary Clubs Deutschland u.a. Sie beteiligt sich an Aufnahmen für den Polnischen Rundfunk sowie für das Plattenlabel DUX und gibt regelmäßig Konzerte in ganz Europa sowie in Russland, Kanada und den USA.

Eintritt: € 5,- / Kartenreservierung unter: Tel. 040-37 11 25 oder info@mahnmal-st-nikolai.de

Mittwoch, 2. März, 19.00 Uhr

KULTUR IN DER KRYPTA

Die archäologische Ausgrabung am Hopfenmarkt. Zu den aktuellen Forschungen an der alten St. Nikolaikirche und der Neuen Burg in der Hamburger Neustadt.

Vortrag von Kay-Peter Suchowa, Archäologe

Im Herzen der Stadt, am Hopfenmarkt, im Schatten der neogotischen Nikolaikirche konnte das Archäologische Museum Hamburg 2014 bis 2015 eine neunmonatige Ausgrabung durchführen und dabei wichtige, neue Erkenntnisse zur Stadt- und Baugeschichte erbringen. Neben gut erhaltenen Resten der Neuen Burg aus dem 11. Jahrhundert wurden Fundamente der alten Nikolaikirche und der Bebauung des 19. Jahrhunderts gefunden. Aus diesen geht hervor, dass die Neue Burg älter ist als bisher angenommen und der Wall wesentlich breiter. Durch die Ausgrabung konnten zudem neue Erkenntnisse zur Baugeschichte der 1842 ausgebrannten Nikolaikirche gewonnen werden.

Kay-Peter Suchowa leitete die Ausgrabung am Hopfenmarkt und gibt spannende Einblicke in Wort und Bild in die Hamburgische Stadtgeschichte.

Eintritt frei. Kooperationspartner der Veranstaltung ist die euroterra-Logo-2016

Montag, 29. Februar, 18.30 Uhr

100 Tage neue polnische Regierung im Amt

Prof. Dr. Stefan Garsztecki, Politikwissenschaftler und Historiker an der Technischen Universität Chemnitz, berichtet über die aktuelle politische Situation in Polen. Er beleuchtet in seinem Vortrag die historischen Gründe und Probleme der Vorgängerregierung in Polen und erläutert, wie sie maßgebend zur heutigen Situation geführt haben. Darüber hinaus wird er den in Polen besonders gepflegten Patriotismus erklären, der von Bedeutung für die Beziehungen mit Deutschland und Europa ist.

Moderation: Dr. Sabine Bamberger-Stemmann, Historikerin und Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung. 

Der Eintritt ist frei. Um Spenden wird gebeten.

Eine Veranstaltung der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hamburg e.V.

Dienstag, 23. Februar, 19.00 Uhr

GÄSTE IM MAHNMAL

Wiederanfang und Integration nach dem Zweiten Weltkrieg

Vortrag und Diskussion mit Dr. Gerhard Scharf

Der zweite Teil der Vortragsreihe thematisiert den Integrationsprozess Vertriebener nach Kriegsende. Der Zeitzeuge Gerhard Scharf schildert den beschwerlichen Neuanfang seiner Eltern im Landkreis Uelzen in Niedersachsen, die eigene Situation als „Flüchtlingskind“ und seinen erfolgreichen Werdegang im Deutschland der Nachkriegsjahre.

Eintritt frei. Eine Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung.

Samstag, 20. Februar, 18.00 Uhr

Wanda Wiłkomirska - Ikone der Violinspielkunst

Konzert zu Ehren der weltberühmten Geigerin Wanda Wiłkomirska, die als Ehrengast anwesend sein wird.

Freuen Sie sich auf viel Musik, spannende Episoden aus ihrer Biografie, auf Fotos und auf Filmausschnitte aus dem faszinierenden Konzertleben von Wanda Wiłkomirska.

Im Anschluss an das Konzert folgt eine Diskussionsrunde.
Einführung/Moderation: Mariola Rutschka

Es erwarten Sie vielfältige musikalische Beiträge:

Ewelina Nowicka (Violine) und Milena Antoniewicz (Klavier)
West Streicher, Schüler der Staatlichen Jugendmusikschule Hamburg
Gewinner des Wettbewerbes „Junge Talente - Polnische Musik“

Eintritt frei

Mittwoch, 3. Februar, 19.00 Uhr

KULTUR IN DER KRYPTA

Jüdische Märchen - Musikalische Lesung mit Paula Quast

Feiner Witz und tiefer Sinn zeichnen jüdische Märchen aus. In ihnen verbinden sich die Weisheit und der Humor dieser Erzähltradition mit den Farben und der Bildsprache des Orients.

Paula Quast erweckt mit ihrer akzentuierten und tiefen Stimme jüdische Märchen zum Leben. Zusammen mit der virtuosen musikalischen Untermalung Finn Strothmanns macht sie aus der Lesung ein lehrreiches, interessantes und manchmal komisches Ereignis für jung und alt. Jüdische Tradition wird spürbar.

Eintritt: € 6,- / erm. € 4,-

Mittwoch, 27. Januar, 20.00 Uhr

ERINNERN IM MAHNMAL

Gedenkveranstaltung anläßlich der Befreiung des KZ-Auschwitz

Andacht und Konzert

Anlässlich der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor 71 Jahren halten Propst und Hauptpastor Dr. Johann-Hinrich Claussen (Hauptkirche St. Nikolai) und Pfarrer Dr. Jacek Bystron (Polnische Katholische Mission) eine ökumenische Andacht.

Im anschließenden Konzert spielen Stipendiaten und Preisträger von „Jugend musiziert“  Stücke der Komponisten Bohuslav Martinů, Robert Schumann, Ernest Bloch, Alfred Schnittke und Edward Elgar.

Eintritt frei – Spende erbeten

Mittwoch, 20. Januar 2016, 19.00 Uhr

KULTUR IN DER KRYPTA

Zurück in das Land, das uns töten wollte. Jüdische Remigrantinnen erzählen ihr Leben

Lesung und Buchvorstellung mit Andrea von Treuenfeld

Als sie deportiert werden, untertauchen müssen oder gerade noch fliehen können aus dem nationalsozialistischen Deutschland, sind sie kleine Mädchen oder junge Frauen. Hinter ihnen liegt eine Kindheit, die so lange behütet und fröhlich war, bis sie ausgegrenzt und bedroht wurden. Vor ihnen liegt eine ungewisse Zukunft. In Südamerika, Shanghai und natürlich Palästina richten sie sich ein in ihrem neuen Leben, bauen Existenzen auf und gründen Familien. Und doch kehren sie eines Tages zurück in das Land, das nach dem Holocaust niemals wieder Heimat sein kann.

Andrea von Treuenfeld lässt in diesem Buch 16 Jüdinnen ihre sehr persönlichen Lebensgeschichten erzählen: Stimmen von Zeitzeuginnen, die für eine verlorene Generation sprechen.  

Eintritt: € 6,- / erm. € 4,-

Montag, 18. Januar 2016, 19.00 Uhr

GÄSTE IM MAHNMAL

Buchpräsentation mit Freya Klier, Autorin und Filmemacherin

Wir letzten Kinder Ostpreußens

Im Kriegs- und Nachkriegsgeschehen verloren Kinder oft Eltern und Geschwister; im nördlichen Ostpreußen wurden sie zusätzlich von der heranrückenden Roten Armee eingeschlossen. Stellvertretend für Tausende, beleuchtet die Autorin, Filmemacherin und Bürgerrechtlerin Freya Klier in ihrem Buch die Schicksale von sieben Kindern:

Einem Jungen gelang auf dramatische Weise die Flucht, ein Mädchen wurde kurz vor dem Hungertod von einer Estin nach Tallinn geschmuggelt und dort mit einer neuen Identität versehen. Die anderen fünf - darunter ein Junge, der zuvor nur knapp dem Holocaust entronnen war - blieben drei Jahre eingeschlossen in Kaliningrad, sie gehörten zu den wenigen Überlebenden, die im Jahr 1948 schließlich in die SBZ transportierten wurden.

Eine Veranstaltung des Politischen Bildungsforums Hamburg der Konrad-Adenauer-Stiftung e. V.

Freitag, 1. Januar 2016, 16.00 Uhr

NEUJAHRSKONZERT AUF DEM GLOCKENSPIEL

Glocken im Neuen Jahr

Am Carillon: Werner Lamm

Werner Lamm - Kirchenmusiker in Hamburg, Musikstudium in Dortmund, Hamburg und Paris. Leitet die Bramfelder und die Harburger Kantorei. Konzerte in Japan, USA und den meisten europäischen Ländern, Gastdozent an Hochschulen in London und Hamburg. Das Carillonspiel lernte er schon als Jugendlicher in Frankreich, am Mahnmal St. Nikolai spielt er regelmäßig seit 2006.

Eintritt frei - das Glockenspielkonzert ist im Freien zu hören.