Die Nagelkreuzgemeinschaft

Die Nagelkreuzgemeinschaft geht zurück auf die Zerstörung der Kathedrale von Coventry in England durch deutsche Bombenangriffe am 14./15. November 1940. Der damalige Dompropst Richard Howard ließ die Worte „Vater vergib“ in die Chorwand der Ruine meißeln – und beschuldigte damit nicht bestimmte Völker und Personen, sondern bat um Vergebung für alle Menschen. Die Worte „Vater vergib“ bilden den Kern des Versöhnungsgebets von Coventry, das die weltweite Versöhnung anstrebt. Jeden Freitag um 12 Uhr wird im Chorraum der Ruine in der alten Kathedrale von Coventry sowie in vielen Gemeinden der Nagelkreuzgemeinde weltweit die Litanei von Coventry gesprochen und für Frieden gebetet.

Das Symbol der Nagelkreuzgemeinde ist ein Nagelkreuz, das auf das Originalkreuz anspielt, das 1940 nach der Zerstörung von Coventry provisorisch aus drei mittelalterlichen Zimmermannsnägeln zusammengefügt wurde, um ein Symbol des Neuanfangs zu formen. Das Nagelkreuz aus Coventry steht als Zeichen der Versöhnung heute an vielen Orten der Welt. Die Gemeinde umfasst weltweit über 160 Mitglieder. Das Mahnmal St. Nikolai ist seit 1993 Mitglied der Nagelkreuzgemeinschaft und stellt sich der Aufgabe, alte Gegensätze zu überbrücken und nach neuen Wegen in eine gemeinsame Zukunft zu suchen.

www.nagelkreuzgemeinschaft.de