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80 Jahre „Operation
Gomorrha“: Hauptkirche
St. Nikolai und Mahnmal
schaffen Raum für gelebte
Erinnerungskultur

24. Juli 2023

Mit einem bewegenden Programm gestalteten die Hauptkirche St. Nikolai am Klosterstern und das Mahnmal St. Nikolai am 23. Juli 2023 gemeinsam einen Gedenktag anlässlich der Bombardierungen Hamburgs im Sommer 1943. Er bildete den Höhepunkt des diesjährigen Gedenkjahres, das 80 Jahre nach den historischen Ereignissen an die als „Operation Gomorrha“ bekannt gewordenen Bombenangriffe auf Hamburg erinnert. „Im Rahmen dieses Gedenkjahres ist es uns als Mahnmal wichtig, dem, was war, den gebührenden Respekt in Form einer gesellschaftlich breit aufgestellten Erinnerungskultur zu zollen“, betonte Dr. Nele Fahnenbruck, Geschäftsführerin des Förderkreis Mahnmal St. Nikolai e.V.

Am Gedenktag standen insbesondere die Erfahrungen von Zeitzeug:innen und deren Familien im Mittelpunkt. Während des Gottesdienstes mit Propst Dr. Martin Vetter und dem Leiter des Projektes „Erinnerungswerk Hamburger Feuersturm“, Dr. Ulrich Lamparter, berichteten vom Feuersturm Betroffene, woran sich ein reger Austausch zwischen den Gästen verschiedener Generationen im Kirchencafé anschloss.

Die am Nachmittag folgende Gedenkveranstaltung im Mahnmal St. Nikolai führte den Ansatz des Vormittages fort, einer zeitgemäße Erinnerungskultur mit Respekt vor der erlebten und gelebten Geschichte einen Raum zu geben. In ihrem Grußwort unterstrich die Präsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft die Bedeutung des Erinnerns insbesondere für die Menschen, welche die Bombenangriffe auf Hamburg selbst erlebten: „Die Erinnerungsarbeit hilft auch den Zeitzeug:innen, die schrecklichen Eindrücke des Feuersturms zu verarbeiten, die zum Beispiel im Kontext des Angriffs Putins auf Europa wieder hochkommen“, führte Carola Veit aus.

Harald Hinsch, der als Kind die Bombenangriffe im Sommer 1943 überlebt hat, berichtete anschließend über die furchtbaren und eindringlichen Erlebnisse während des Feuersturms, die ihn bis heute prägen.

Auch die szenische Lesung von Michael Batz machte Geschichte ein Stück weit erfahrbar. Diese hatte der Hamburger Künstler aus 40 von 550 Briefen, die die Hamburgerin Anneke Scharlach zwischen Sommer 1943 und Ende 1944 an ihren späteren Mann Heinz Todsen schrieb, entwickelt. Die Schauspielerinnen Rabea Lübbe und Anne Weber verliehen dieser, so Batz, sehr persönlichen und unmittelbaren Sicht auf den Feuersturm eine Stimme, begleitet von Markus Voigt an der Posaune. Mit Raum für Begegnungen zwischen Zeitzeug:innen, deren Familien und interessierten Gästen klang der Gedenktag aus.

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