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Im Netzwerk 80 Jahre „Operation Gomorrha“ haben sich institutionelle und zivilgesellschaftliche Akteur:innen aus ganz Hamburg zusammengeschlossen, um sich auszutauschen und gemeinsam in einer Vielzahl an Angeboten über die Zerstörung Hamburgs im Zweiten Weltkrieg zu informieren. Auf dieser Seite stellen die einzelnen Akteur:innen ihre jeweiligen Veranstaltungen vor und laden Sie herzlich ein, daran teilzunehmen. Das Programm wird fortlaufend aktualisiert.
Die Tagung nimmt die „Operation Gomorrha“ vor 80 Jahren im Sommer 1943 zum Anlass, die Diversität und Vielstimmigkeit der Ansätze, Narrative und Darstellungen zur Erinnerungs- und Gedenkkultur(en) zu thematisieren und zu diskutieren.
2023 jährt sich die Zerstörung weiter Teile Hamburgs durch Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg zum 80. Mal. In einem zuvor nicht gekannten Ausmaß bombardierten die englische und amerikanische Luftwaffe in fünf großen Angriffen zehn Tage lang im Sommer 1943 Hamburg; tags wie nachts. Es waren nicht die ersten und auch nicht die letzten Bombenangriffe auf eine deutsche Stadt, aber die dadurch ausgelösten Feuerstürme brachten Tod und Zerstörung mit sich, die der Tarnname der alliierten Akten, „Operation Gomorrha“, ankündigte.
Wenn wir mit dem Abstand von 80 Jahren auf das Jahr 1943 zurückblicken, dürfen wir aber eines nicht ausblenden: Schon mit der Übernahme der Macht durch die Nationalsozialist:innen im Januar 1933 begann die systematische Vorbereitung auf den Krieg. Trotz der strikten Vorgaben seitens der Siegermächte des Ersten Weltkriegs durch den Friedensvertrag von Versailles wurde die Rüstungsindustrie angekurbelt, das Militär aufgerüstet und die Bevölkerung auf Krieg eingestimmt. Und dann waren es deutsche Bomben, die zuerst fielen, 1936 auf Guernica, 1939 auf die polnische Kleinstadt Wieluń und kurz darauf auf Warschau, 1940 auf Rotterdam und Coventry.
Die alliierten Bombenangriffe auf Deutschland bildeten insofern eine Reaktion auf deutsche Verbrechen unvorstellbaren Ausmaßes. Nur wenig erinnert heute im Stadtbild Hamburgs unmittelbar an die massiven Zerstörungen und tausendfachen Opfer der Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg. Das offensichtlichste Erinnerungszeichen ist der Turm der früheren Hauptkirche St. Nikolai, der rußgeschwärzt in den Himmel ragt. Wie am Kirchturm, so haben sich die Ereignisse auch in das Gedächtnis der Stadt eingebrannt, und die öffentliche Erinnerung daran nimmt in der Hamburger Geschichts- und Erinnerungskultur eine prominente Rolle ein.
Der Förderkreis Mahnmal St. Nikolai e.V. leistet seit Jahren wichtige Erinnerungsarbeit an diesem Ort. Angesichts dieses besonderen Gedenkjahres, in dem wieder Krieg in Europa herrscht, ist von ihm die Initiative ausgegangen, einen Kreis verschiedener Akteur:innen und Organisationen zusammenzubringen, um an die Ursachen und Folgen der „Operation Gomorrha“ in Hamburg zu erinnern: Geschichtswerkstätten sammeln lokale Zeugnisse und bieten Rundgänge an, an Schulen setzen sich Schüler:innen mit den Schicksalen Betroffener und Zeitzeug:innen auseinander, an Universitäten gibt es Ausstellungen und forschen Studierende zu den historischen Ereignissen, öffentliche Vorlesungsreihen setzen wissenschaftliche und lokalhistorische Ansätze miteinander in Beziehung. Über das Netzwerk 80 Jahre „Operation Gomorrha“ treten die Akteur:innen in einen Austausch miteinander, Termine und Aktivitäten werden ausgetauscht, und die hier ins Leben gerufene Aktionswebsite macht all diese Informationen gebündelt zugänglich – und repräsentiert eine Landkarte der Erinnerung an die „Operation Gomorrha“ in Hamburg. Alle Beteiligten leisten damit einen wertvollen Beitrag aktiver Erinnerungsarbeit und damit auch eine Form von Friedensarbeit. Dafür danke ich allen Mitwirkenden herzlich.
Dr. Carsten Brosda
Senator für Kultur und Medien
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Für den Inhalt jeder einzelnen Veranstaltung ist ausschließlich der/die jeweilige Veranstalter:in verantwortlich.
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