Veranstaltungen – Aktuell


Das Mahnmal St. Nikolai bietet ein breit gefächertes Veranstaltungsprogramm

Ob Vortrag, Lesung oder Konzert – unter dem Motto Kultur in der Krypta findet eine Vielzahl an kulturellen Veranstaltungen statt. Mit der Veranstaltungsreihe Erinnern im Mahnmal wird regelmäßig der Opfer und Ereignisse gedacht, die im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg und dem Nazi-Regime stehen. Unter der Rubrik Gäste im Mahnmal finden regelmäßig Gastveranstaltungen in der Krypta statt.

Das Carillon wird donnerstags um 12.00 Uhr live gespielt.
 

Das Museum und der Panoramalift sind geöffnet.

2. September bis 22. November 2020

Sonderausstellung

Ausgegraben. Archäologische Forschungen zur Nikolaikirche.

Mit dieser Ausstellungs-Kooperation schlägt das Archäologische Museum Hamburg ein neues spannendes Kapitel der Geschichte Hamburgs im Mahnmal St. Nikolai auf: Im Herzen der Stadt, am Nikolaifleet, führte das Archäologische Museum Hamburg in den letzten Jahren mehrere Ausgrabungen durch. Das Gebiet birgt ein für Hamburg einzigartiges Bodendenkmal, denn auf diesem Areal sind Reste der 1195 zum ersten Mal schriftlich erwähnten Kirche St. Nikolai erhalten. Die Geschichte dieser einstigen Hauptkirche ist aufs engste mit der Stadtgeschichte der Hansestadt verbunden und die Ausgrabungen der Archäologen haben zahlreiche neue Erkenntnisse zu ihrer wechselvollen Baugeschichte erbracht. In einer Ausstellung im Kellergewölbe des Mahnmals St. Nikolai erhalten die Besucher ab dem 2. September nun erstmals einen exklusiven Blick auf Funde und Ergebnisse dieser Forschungen.

Eine Ausstellung des Archäologischen Museums in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und dem Mahnmal St. Nikolai. 

Für die Sonderausstellung gilt der reguläre Museumseintrittspreis.

Foto: Archäologisches Museum Hamburg

Montag, 23. November 2020, 19.00 Uhr

Lesung

„Klassenfoto mit Massenmörder“

Der Journalist Jürgen Gückel stellt sein Buch über den ehemaligen SS-Offizier und verurteilten Massenmörder Artur Wilke vor. Nach dem Krieg gab der studierte Theologe Artur Wilke sich als sein gefallener Bruder Walter aus und unterrichtete als Lehrer – auch der Autor war sein Schüler.

Im November 1941 brachten zwei Deportationszüge Hamburger_innen jüdischer Herkunft in das Ghetto Minsk. Wenige Wochen später begann Artur Wilkes „Dienst“ in Minsk. Dazu gehörten Einsätze an den Erschießungsgruben in Malyj Trostenez, bei denen auch viele Hamburger_innen ermordet wurden. In Jürgen Gückels Buch geht es aber nicht nur um die NS-Verbrechen, sondern auch um den Umgang mit dem Täter in der Nachkriegszeit. Eindrücklich schildert das Buch die Ermittlungen gegen Artur Wilke, die Begegnungen mit ehemaligen Schüler_innen, Angehörigen und Bekannten und seine lebenslange Weigerung, Verantwortung für seine Taten zu übernehmen.

Moderation: Hanno Billerbeck, Kirchliche Gedenkstättenarbeit

Eine Veranstaltung der Kirchlichen Gedenkstättenarbeit an der KZ-Gedenkstätte Neuen­gamme in Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Neuen­gamme und dem Mahnmal St. Nikolai.

Teilnahme nur nach Anmeldung unter:

info@kirchliche-gedenkstaettenarbeit.de

Donnerstag 26. November 2020, 18.00 Uhr  

Ausstellungseröffnung

„Objekt 1 - Untersuchungshaftanstalt und Haftkrankenhaus Berlin-Hohenschönhausen“. Eine fotografische Arbeit von Ruth Stoltenberg

Anlässlich des 30. Jahrestages der Deutschen Einheit zeigt die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg vom 27. November 2020 bis 20. Januar 2021 im Mahnmal St. Nikolai Fotografien von Ruth Stoltenberg, die sich mit dem ehemaligen Stasigefängnis Berlin-Hohenschönhausen und dem zugehörigen Haftkrankenhaus aus einem sehr persönlichen Blickwinkel auseinandersetzen. Dieser Ort von Repression und Gewalt und intensive Gespräche mit inhaftierten Zeitzeugen haben die Fotografin tief bewegt. Daraus hat sich eine fotografische Arbeit entwickelt, die das Unrecht einer Diktatur genauso eindrucksvoll dokumentiert wie die Selbstbehauptung derjenigen, die den Alltag politischer Haft erlebten. Denn im Mittelpunkt stehen die täglichen Verhöre der ehemaligen Gefangenen, die der Willkür und den Zersetzungsstrategien des SED-Regimes ausgeliefert waren. 

Zur Ausstellungseröffnung diskutiert Dr. Jens Hüttmann (Landeszentrale für politische Bildung Hamburg) mit der Fotografin Ruth Stoltenberg und dem Ausstellungskurator David Rojkowski, Flensburg.

Die Teilnehmendenzahl ist begrenzt. Wir bitten um Anmeldungen bis 24. November per E-Mail über Herrn Josias Max, Landeszentrale für politische Bildung Hamburg, mit der Angabe Ihres Namens, Ihrer Adresse und Telefonnummer: josias.max@bsb.hamburg.de

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg. Eintritt frei.

Ausstellung bis 20. Januar 2021, täglich von 10 bis 17 Uhr (Schließtage während der Weihnachtstage aktuell auf unserer Webseite). Eintritt zur Sonderausstellung frei.

Foto: Ruth Stoltenberg