Veranstaltungen – Aktuell


Das Mahnmal St. Nikolai bietet ein breit gefächertes Veranstaltungsprogramm

Ob Vortrag, Lesung oder Konzert – unter dem Motto Kultur in der Krypta findet eine Vielzahl an kulturellen Veranstaltungen statt. Mit der Veranstaltungsreihe Erinnern im Mahnmal wird regelmäßig der Opfer und Ereignisse gedacht, die im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg und dem Nazi-Regime stehen. Unter der Rubrik Gäste im Mahnmal finden regelmäßig Gastveranstaltungen in der Krypta statt.

Jeden Donnerstag um 12 Uhr: Carillon-Konzert auf dem Turmglockenspiel
Donnerstag, 19. September 2019, 19.00 Uhr

Vortragsveranstaltung mit Dr. Klaus Kellmann, Historiker

Dimensionen der Mittäterschaft - Die europäische Kollaboration mit dem Dritten Reich

Dass bis vor Kurzem, fast 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, immer noch keine Gesamtdarstellung der europäischen Kollaboration mit dem Dritten Reich vorlag, kann mit Fug und Recht als das wohl größte Forschungsdesiderat in diesem historischen Problemkomplex angesehen werden.

Klaus Kellmann hat sich dieser sensiblen Aufgabe in einer 666seitigen Untersuchung zu allen 24 von der deutschen Wehrmacht besetzten Staaten gestellt, die er in ihrer Konzeption präsentieren und anhand einiger ausgewählter Länderbeispiele in Einzelanalysen präzisieren wird. Seine zentrale These lautet: Ohne schonungslose Aufarbeitung des Mitmachens und Mittuns mit den Deutschen bis hin zum Mord an den Jüdinnen und Juden wird es kein gemeinsames europäisches Narrativ und keine gemeinsame europäische Erinnerungskultur als d a s identitätsstiftende Element eines Europa von Morgen geben, mithin, es geht in seinem Vortrag nicht nur um die Vergangenheit, sondern nicht weniger auch um die Gegenwart und Zukunft des ganzen Kontinents.

Eintritt frei. Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und der KZ-Gedenkstätte Neuengamme.

Samstag, 21. September 2019, 12.00 Uhr

Carillonkonzert

 
Glockenklang im Spätsommer. Gudrun Schmidtke bringt die 51 chromatisch gestimmten Glocken des Turmglockenspiels am Mahnmal St. Nikolai zum Klingen.
 
Das Konzert ist im Freien auf dem Platz des ehemaligen Kirchschiffs zu hören.
Eintritt frei.
Freitag, 30. August bis 29. September 2019

SONDERAUSSTELLUNG im Gewölbekeller

"Vertriebene 1939… Deportationen von polnischen Bürgern aus den ins Dritte Reich eingegliederten Gebieten."

Die Ausstellung „Vertriebene 1939…“ ist im Rahmen des Projektes „Erinnerung an die Deportationen polnischer Bürger aus den ins Dritte Reich eingegliederten Gebieten“ entstanden und wurde 2016 zum ersten Mal in Deutschland gezeigt. Die vom Polnischen Städtebund und dem Institut für Nationales Gedenken herausgegebene Ausstellung erzählt von deutscher Besatzungspolitik im „Wartheland“ in den ersten Kriegsjahren.

Mithilfe von etwa 500 Fotos, Plakaten und Dokumenten aus verschiedenen polnischen und deutschen Archiven dokumentiert die Ausstellung die Deportationen von Polen aus den an das Dritte Reich angegliederten Teilen Polens. Ergänzt wird die Ausstellung von einer Auswahl an multimedialen Exponaten der deutschen Propaganda, die die Migration von Volksdeutschen aus Osteuropa in den „Warthegau“ als eine „Neuordnung” der eingegliederten Ostgebiete zeigen.

Der Eintritt zur Sonderausstellung ist frei. Geöffnet täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr.

Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

Freitag, 30. August bis 29. September 2019

Sonderausstellung

„Nach dem Warschauer Aufstand: Deportiert ins KZ Neuengamme“

Am 1. August 1944 begann der Warschauer Aufstand mit dem Ziel, die Stadt von der deutschen Besatzung zu befreien. Die deutschen Verbände von SS, Polizei und Wehrmacht konnten den Aufstand jedoch niederschlagen. In großer Zahl wurden anschließend Polinnen und Polen in Konzentrationslager oder zur Zwangsarbeit deportiert. Die Ausstellung stellt Schicksale von in das KZ Neuengamme und seine Außenlager deportierten Frauen und Männern vor.

Eine Ausstellung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme.

Der Besuch dieser Sonderausstellung ist im Eintrittspreis zum Mahnmal St. Nikolai enthalten.

Foto: Mahnmal von Jan de Weryha-Wysoczański  für die im Herbst 1944 aus Warschau in das KZ Neuengamme deportierten Polinnen und Polen in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Quelle: KZ-Gedenkstätte Neuengamme 

Donnerstag, 26. September 2019, 19.00 Uhr

Vortragsveranstaltung mit Dr. Miriam Arani 

Der nationalsozialistische „Mustergau“ Wartheland in Fotografien von Deutschen und Polen

Mit der deutschen Besatzung Polens im Herbst 1939 verlor die polnische Gesellschaft ihre Meinungs- und Pressefreiheit. Was das für das Fotografieren bedeutete, zeigt der Vortrag mit zahlreichen Bildbeispielen aus einem Gebiet Polens, das während des Zweiten Weltkriegs zu einem Gau des Deutschen Reiches wurde.

Eintritt frei. Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

Dienstag 1. Oktober 2019, 19.00 Uhr          

Vortrag mit Prof. Dr. Johann Hinrich Claussen

Zwischen Widerstand und Anpassung.
Was der Kirchenkampf in der NS-Diktatur mit uns zu tun hat. Eine persönlich-familiengeschichtliche Annäherung.

Der christliche Widerstand gegen den Nationalsozialismus ist ein wertvolles geschichtliches Erbe. Historisch wurde er umfassend erforscht und sorgfältig dokumentiert. Regelmäßig wird seiner feierlich gedacht und sein Andenken geehrt. Manchmal aber droht er dadurch in weite Ferne zu rücken. Was hat das Geschehen damals noch mit uns heute zu tun? Ein Weg, ein eigenes Verhältnis zum Erbe des christlichen Widerstands zu gewinnen, kann über die eigene Familiengeschichte führen. Ich habe gerade einige Recherchen zu meinen Eltern, Groß- und Urgroßeltern angestellt, die mir überraschende, verstörende und beglückende Perspektiven auf diese Epoche eröffnet haben. Einige möchte ich vorstellen und mit Erinnerungen an den christlichen Widerstand verbunden – und zwar so, dass Sie sich selbst auf eine eigene Zeitreise begeben können.

Johann Hinrich Claussen, geboren 1964 in Hamburg, Studium der Evangelischen Theologie in Tübingen, Hamburg und London, anschließend Promotion und Habilitation in Systematischer Theologie. Publizistische Arbeiten zu kulturtheologischen Themen für deutsche Zeitungen, Zeitschriften und Radioprogramme. Zahlreiche Buchveröffentlichungen, u. a. über die Geschichte des Kirchbaus und der Kirchenmusik oder die Bibel als Buch der Flucht. Nach Stationen als Pastor, dann als Propst und Hauptpastor in Hamburg, ist Prof. Dr. Johann Hinrich Claussen seit 2016 Kulturbeauftragter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Eintritt frei.

Sonntag, 20. Oktober 2019, 11.00 bis 12.00 Uhr

Carillon-Konzert

Es spielen Mitglieder der Deutschen Glockenspielvereinigung e. V. anlässlich der Jahrestagung der DGV in Hamburg.

Das Turmglockenspiel (Carillon) des Mahnmals St. Nikolai besteht aus 51 Glocken mit einem Gesamtgewicht von 13 Tonnen. Der chromatische Tonumfang beträgt mehr als vier Oktaven, womit das Carillon von St. Nikolai eines der größten Deutschlands ist. 1993 wurde es in den Turm der früheren Hauptkirche St. Nikolai eingebaut.

Das Konzert ist im Freien auf dem Platz des ehemaligen Kirchschiffs zu hören. Eintritt frei.

Mittwoch, 23. Oktober 2019, 19.00 Uhr 

Gesprächskonzert

Suche Frieden und jage ihm nach!  Der Pazifist Hans Henny Jahnn.

Welcher Ort könnte besser geeignet sein als das Mahnmal St. Nikolai, um das Multitalent Hans Henny Jahnn anlässlich seines 125sten Geburtstags oder seines 60sten Todestags einmal als Pazifisten zu präsentieren? Schon als Jugendlicher fand Hans Jenny Jahnn in seinen Tagebüchern klare Worte gegen die allgegenwärtige Kriegseuphorie. In den 50er Jahren setzte er sich dann gegen die Entwicklung von Kernwaffen und die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik ein. Visionär waren auch seine Hinweise auf die Problematik der Lagerung atomaren Mülls aus der zivilen Nutzung der Kernenergie.

Der Theologieprofessor und Friedensforscher Hans-Jürgen Benedict war selbst in der Anti-Atom- und Friedensbewegung aktiv. Er liest an diesem Abend pazifistische Texte von Hans Henny Jahnn und auch einen Abschnitt über Hans Henny Jahnn aus seinem vor Kurzem erschienenen Buch „Erzählte Klänge – Musikbeschreibung in der deutschen Literatur“. Damit schlägt er eine Brücke zum Komponisten Dieterich Buxtehude, den Jahnn besonders schätzte.

Der musikalische Teil dieses Abends wird von KMD Rudolf Kelber und dem Cythara-Vokal- und Instrumentalensemble übernommen. Ganz im Sinne von Hans Henny Jahnn kommen bei den Werken von Buxtehude historische Instrumente zum Einsatz. Darüber hinaus wird an diesem Abend auch ein Werk des Komponisten Hans Henny Jahnn vorgestellt werden. Außerdem sind schöne Original-Ugrino-Noten aus dem Verlag von Jahnn und Harms zu besichtigen.

Der Eintritt ist frei, Spenden zur Deckung der Kosten sind erwünscht.

Eine Veranstaltung des Hans Henny Jahnn e.V. in Kooperation mit dem Mahnmal St. Nikolai und dem LITERATURHAUS Hamburg.

Montag, 28. und Dienstag, 29. Oktober 2019, 9.30 Uhr

Historicus - Eine Zeitreise durch die Geschichte Hamburgs

Musikalische Lesung für Schüler und Schülerinnen ab 9 Jahren

Habt ihr auch schon einmal in einer alten Burg gestanden und Euch gefragt, wie die Menschen damals gelebt haben? Steigt mit Historicus in den TIME-CHANGER und erlebt die Geschichte eurer Stadt Hamburg hautnah. Es ist spannend, was in den letzten 1200 Jahren in Hamburg passiert ist. Viele Informationen und tolle Songs erwarten die Kinder bei der multimedialen Lesung "HISTORICUS". Irene Haarmeyer liest aus dem Buch, während die Kinder die Bilder auf der Leinwand betrachten. Jan Haarmeyer singt live wunderbare Hamburg-Lieder. Und die Kinder sind eingeladen, die jeweilige Zeit auf einem großen Zeitstrahl einzustellen und die Lieder mitzusingen.

Mit: Irene und Jan Haarmeyer (Autoren)

Eintritt: frei, AUSGEBUCHT! www.seiteneinsteiger-hamburg.de

Veranstalter: Seiteneinsteiger e.V. in Kooperation mit dem Förderkreis Mahnmal St. Nikolai e.V.

Dienstag, 5. November 2019, 18.00 Uhr

Ausstellungseröffnung

Leben in der Utopie oder: Der Alltag in einem verschwundenen Staat

Ausstellung zum 30. Jahrestag des Mauerfalls mit Fotos von Siegfried Wittenburg.

Stasi, Mauer, Stacheldraht – das sind die Gräuel, die viele Menschen weltweit zurecht mit der SED-Diktatur verbinden. Doch wer das Leben in der DDR verstehen will, muss sich auch mit ihrem Alltag auseinandersetzen. Erst dies ermöglicht ein konkretes Bild der Befindlichkeit der ostdeutschen Bürgerinnen und Bürger, die zwangsweise mit den politischen Um- und Zuständen ihres Landes zurechtkommen mussten.

Die in der anlässlich des 30. Jahrestages der friedlichen Revolution in der DDR und des Mauerfalls präsentierten Fotos von Siegfried Wittenburg ermöglichen diesen Blick ins Innere der DDR.  Wittenburg, der heute einem großen Publikum durch seine viel beachteten Beiträge auf dem Zeitgeschichten-Portal einestages (SPIEGEL ONLINE) bekannt ist, begann in der DDR der späten siebziger Jahre zu fotografieren. Der Autodidakt nahm ab 1981 an Ausstellungen teil, wurde Leiter eines Fotoklubs. Als er sich der Zensur seiner Fotografien verweigerte, musste er zeitweilig seine Funktion aufgeben, erhielt Hausverbot.

Programm der Ausstellungseröffnung:

Begrüßung:

Klaus Francke, Vorsitzender des Fördervereins Mahnmal St. Nikolai

Dr. Sabine Bamberger-Stemmann, Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

Alltagsleben in einer Diktatur. Ein Gespräch mit Siegfried Wittenburg, Moderation Dr. Jens Hüttmann, Stellvertretender Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

Anschließend Ausstellungsrundgang

Ausstellung vom 6. November bis 12. Dezember 2019. Täglich von 10 bis 17 Uhr, Eintritt zur Sonderausstellung frei. 

Eine Kooperation des Förderkreises Mahnmal St. Nikolai e.V. und der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

Foto: Siegfried Wittenburg, Heiligendamm-Weltanschauung 1988

Samstag, 9. November 2019, 18.00 Uhr

Gesprächskonzert zum Gedenken an die Reichspogromnacht 1938

Verfemte Musik

Stipendiaten und Preisträger von Jugend musiziert würdigen mit ihrem Programm Komponisten, die im Dritten Reich verfemt waren. Zu Gehör gebracht werden u.a. Kompositionen von Erwin Schulhoff, Hans Gál und Mieczysław Weinberg.

Der emeritierte Musikwissenschaftler Prof. Dr. Peter Petersen wird im Gespräch mit Ludwig Hartmann, dem Vorsitzenden des Fördervereins Jugend musiziert, über seine Forschungen zu Exilmusik berichten. Petersen lehrte und forschte bis 2005 am Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Hamburg. Mit der von ihm gegründeten „Arbeitsgruppe Exilmusik“ untersuchte er, was NS-Herrschaft und Exil für die Musiker und das Musikleben bedeuteten. Petersen ist Herausgeber der Schriftenreihe „Musik im ‚Dritten Reich’ und im Exil“ sowie Mitherausgeber des Online-Lexikons verfolgter Musiker und Musikerinnen

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Jugend musiziert Förderverein Hamburg e.V. Eintritt frei.

Donnerstag, 14. November 2019, 19.00 Uhr

Lesung mit Corinna Tonner

Das Jahrhundert von Rosita

Geboren in einem der größten Slums von Europa, den Gängevierteln im Herzen von Hamburg, macht sich eine junge jüdische Frau daran, die Welt zu erobern. Fasziniert von den Konzerthäusern auf der nahegelegenen Reeperbahn, startet Rosita Warry eine Karriere als Operettensängerin. Sie singt und spielt an Theatern von Kiel bis Stuttgart, von Hamburg bis Küstrin und reist im Sommer 1914 mit einer Operettengesellschaft in die niederländische Kolonie Indonesien. Das Abenteuer in Asien beginnt. Doch dann bricht der Erste Weltkrieg aus: Rosita kann nicht mehr nach Europa zurück und lernt in Indonesien ihre große Liebe kennen. Erst Jahre später kehrt sie in die Niederlande zurück. Sie ahnt nicht, dass schon bald ein neuer Weltkrieg ausbrechen wird und ihr als Jüdin ein tödliches Verhängnis droht.

Aus der Perspektive einer einfachen Frau und ihrer Familie schildert die Autorin in einer mitreißenden, reich bebilderten Lebensgeschichte, wie sich in dieser Biographie das ganze Drama des 20. Jahrhunderts spiegelt.

Corinna Tonner ist studierte Historikerin (M. A.), Absolventin der Axel Springer Journalistenschule und hat viele Jahre als Redakteurin für das Hamburger Abendblatt gearbeitet. Sie lebt und arbeitet mit ihrem Mann als freie Autorin in Bremen und Ostfriesland. Ihr Urgroßvater war der der älteste Bruder von Rosita. Er wurde in Auschwitz ermordet.

Eintritt frei.

Donnerstag, 28. November 2019, 19.00 Uhr

Podiumsdiskussion

Erinnerungskultur in Deutschland und Polen

Für die deutsch-polnischen Beziehungen ist das Jahr 2019 ein zentrales Gedenkjahr: Vor 80 Jahren begann am 1. September 1939 mit dem deutschen Angriff auf Polen der Zweite Weltkrieg. Am 1. August 1944, vor 75 Jahren, erhob sich die Polnische Heimatarmee im Warschauer Aufstand gegen die deutschen Besatzer.

Wie erreichen wir die Bürgerinnen und Bürger in unseren Ländern, um die Erinnerung an diese Ereignisse lebendig und aktuell zu gestalten? Welchen Sinn hat die Erinnerung an diese und andere historische Ereignisse aus der so wechselvollen polnisch-deutschen Geschichte, um die demokratische Entwicklung in beiden Ländern zu befördern und als Teil eines lebendigen Miteinanders zu gestalten?

Es diskutieren Magdalena Erdman, Leiterin des Referats für nationale Gedenkstätten im Ministerium für Kultur und Nationalerbe der Republik Polen, und Daniela Schily, Generalsekretärin des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Die Moderation übernimmt Dr. Sabine Bamberger-Stemmann, Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

Eintritt frei.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, LV Hamburg und der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

Montag, 2. Dezember 2019, 18.00 Uhr

 „Mein bester Freund wohnt auf der anderen Seite.“ 

Musik- und Vortragsprogramm mit Stephan Krawczyk

Damals schlug die Kraft seiner Lieder und Worte an die schon bröckelnde Mauer, zuerst von Osten her, nach seiner Abschiebung von Westen. Damals war er zuerst Chansonstar der DDR, danach Held der Bürgerrechtsbewegung, später Stardissident, Politstar, Medienstar. Heute stellt sich Stephan Krawczyk (Berlin)  seinen Erfahrungen, um über die jüngere deutsche Geschichte aufzuklären.

In seinem Programm „Mein bester Freund wohnt auf der anderen Seite“ liest der Musiker und Schriftsteller Stephan Krawczyk aus der gleichnamigen Erzählung. Es ist die Geschichte von Simon und Ronald, zwei Siebzehnjährigen, die sich auf der Plattform des Berliner Fernsehturms während eines Klassenausflugs kennenlernen und über das Interesse an derselben Musik anfreunden. Simon wohnt in West-, Ronald in Ostberlin. Ronalds Vater ist Genosse und Mitarbeiter des Magistrats von Berlin, Hauptstadt der DDR, Simons Vater ist Handwerker in Berlin-Kreuzberg. Wegen seines Vaters darf Ronald keine Westkontakte haben. Trotzdem schreibt er Briefe an Simon, trifft sich heimlich mit ihm in Ost-Berlin. Es hat Konsequenzen für beide.

Während des 90-minütigen Vortrags singt Stephan Krawczyk auch einige seiner Lieder, die in der DDR entstanden sind, und kommt mit den Zuhörern ins Gespräch.

Eintritt frei. In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

Foto: Eveline Kolatschek, https://www.stephan-krawczyk.de

Montag, 9. Dezember 2019, 18.00 Uhr

Vortrag und Diskussion

„Wie stehen Sie zur Macht?“ Die friedliche Revolution in der DDR, die Einheit und die Schulen in Deutschland.

Ende der 1950er Jahre in Magdeburg geboren, verlief Stefan Küchlers Leben in der DDR in festen Bahnen. Sein Werdegang war klar: Nach dem Abitur folgten der obligatorische 18-monatige Wehrdienst in der Nationalen Volksarmee und ein Studium in den Fächern Geschichte und Sport mit dem Abschluss Diplomlehrer.

Erste Erfahrungen im Klassenzimmer sammelte Küchler ab 1984 an der 26. Polytechnischen Oberschule (POS) in Halle-Neustadt. 1987 wechselte er aus dem Schulsystem in den Fachbereich Geschichte der Hochschule in Magdeburg und arbeitete dort als wissenschaftlicher Assistent. Zwei Jahre später fegte mit der friedlichen Revolution in der DDR ein Orkan nicht nur durch sein Leben. Kein Stein blieb auf dem anderen. Ob familiär, beruflich oder institutionell – alles war neu. Küchler bewarb sich kurz vor der deutschen Einheit auf die öffentliche Stellenausschreibung eines Schulleiters ab 1. November 1990 – und wurde genommen …

Dr. Stefan Küchler ist Schulleiter der Goethe-Sekundarschule in Ilsenburg (Sachsen-Anhalt).

Eintritt frei. In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

Donnerstag, 12. Dezember 2019, 18.30 Uhr (Einlass ab 18.00 Uhr)

Menschenrechte!  – Weiter nur ein Traum?

Die Verabschiedung der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ (AEMR)  am 10. Dezember 1948 war ein historischer Moment: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“. Mit diesem Satz haben die Vereinten Nationen jedem Menschen auf dieser Erde – unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Religion oder sozialem Status – die gleichen Rechte und Freiheiten zugesichert.  Ein Blick auf das Weltgeschehen zeigt: Weiterhin werden weltweit Menschenrechte schwer verletzt. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat es sich zur Aufgabe gesetzt, für die Einhaltung der Menschenrechte einzutreten und auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen.

Die in 30 Artikeln formulierten Menschenrechte werden uns an diesem Abend in einer musikalischen Lesung vorgestellt, vorgetragen von dem Schauspieler Sebastian Dunkelberg. Die gebürtige Iranerin Parva Ahmadi liest ergänzend Auszüge aus der bekannten Rede von Martin Luther King, dessen Todestag sich im vergangenen Jahr zum 50. Male jährte. Musikalische Begleitung durch das Duo WinWin (Stefan Goreiski und Martin Hamborg). Konzeption und Einführung: Konrad Singer.

Im Anschluss an die musikalische Lesung besteht die Möglichkeit zum Austausch mit den Künstlerinnen und Künstlern.

In Kooperation mit Amnesty International Hamburg. Eintritt frei. 

Heiligabend, 24. Dezember 2019, 14.00 Uhr

Christvesper im Mahnmal St. Nikolai

Liturgie und Predigt: Pastorin Corinna Senf, Hauptkirche St. Nikolai am Klosterstern

Weihnachtliche Musik und Liedbegleitung: Waldemar Saez-Eggers, Klavier, und Lucia Julia Mundt, Harfe

Ab 13.30 Uhr erklingt das Turmglockenspiel

Am Spieltisch: Antonia Krödel