Veranstaltungen – Aktuell


Das Mahnmal St. Nikolai bietet ein breit gefächertes Veranstaltungsprogramm

Ob Vortrag, Lesung oder Konzert – unter dem Motto Kultur in der Krypta findet eine Vielzahl an kulturellen Veranstaltungen statt. Mit der Veranstaltungsreihe Erinnern im Mahnmal wird regelmäßig der Opfer und Ereignisse gedacht, die im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg und dem Nazi-Regime stehen. Unter der Rubrik Gäste im Mahnmal finden regelmäßig Gastveranstaltungen in der Krypta statt.

Jeden Donnerstag um 12 Uhr: Carillon-Konzert auf dem Turmglockenspiel
Samstag 20. Juli und Samstag 17. August 2019, 17.00 Uhr

Carillon-Sommerkonzerte

Am Spieltisch des Turmglockenspiels: Werner Lamm
 
Das Konzert ist im Freien auf dem Platz des ehemaligen Kirchschiffs zu hören. Eintritt frei.
 
Werner Lamm - Kirchenmusiker in Hamburg, Musikstudium in Dortmund, Hamburg und Paris. Leitet die Bramfelder und die Harburger Kantorei. Konzerte in Japan, USA und den meisten europäischen Ländern, Gastdozent an Hochschulen in London und Hamburg. Das Carillonspiel lernte er schon als Jugendlicher in Frankreich, am Mahnmal St. Nikolai spielt er regelmäßig seit 2006.
Mittwoch, 28. August 2019, 19.00 Uhr

Lesung und Buchvorstellung

Funkenflug. August 1939: Der Sommer, bevor der Krieg begann

Weltgeschichte erzählt am Schicksal ihrer Protagonisten. August 1939. Flirrende Hitze in Mitteleuropa. Das Korn wird gemäht. Ferienzeit. Es könnten unbeschwerte Tage sein, aber etwas Verstörendes liegt in der Luft. Die einen sagen, ein neuer Krieg stehe bevor. Die anderen schwören, der Frieden sei sicher. In diesem unruhigen August schaut die Welt auf den Obersalzberg. Hier verbringt Adolf Hitler seinen Sommer. Von hier aus wagt er ein riskantes Spiel. Dr. Hauke Friederichs erzählt in seinem soeben erschienenen Buch die Geschichte jenes Sommers, in dem die Welt am 1. September 1939 um 4.45 Uhr ins Chaos gestoßen wurde. Aus dem Funkenflug entstand ein Weltenbrand, und nichts war mehr wie zuvor.

Hauke Friederichs hat an der Universität Hamburg Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Politik, Journalistik und Kriminologie studiert. Er arbeitet als Journalist und Autor in Hamburg.

Eintritt frei. In Kooperation mit der Kirchlichen Gedenkstättenarbeit an der KZ-Gedenkstätte Neuengamme.

Donnerstag, 29. August 2019

Gedenkveranstaltung mit Ausstellungseröffnung anlässlich des Beginns des Zweiten Weltkriegs

18.00 Uhr: Carillonkonzert, Werner Lamm am Glockenspiel

18.30 Uhr: Ökumenische Andacht in der Krypta. Liturgische Leitung: Pastorin Corinna Senf, Hauptkirche St. Nikolai, und Pfarrer Dr. Jacek Bystron, polnische katholische Mission Hamburg, musikalische Leitung: Werner Lamm, Klavier

19.00 Uhr: Vortrag und Ausstellungseröffnung mit Dr. Jacek Kubiak, Kurator der Ausstellung "Vertriebene 1939… Deportationen von polnischen Bürgern aus den ins Dritte Reich eingegliederten Gebieten."

Nach dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939 wurden die westlichen Gebiete Polens nicht nur von Wehrmacht und SS besetzt und ausgeplündert, sondern zwangsweise und völkerrechtswidrig dem Staatsgebiet des „Deutschen Reiches“ zugeschlagen. Der in diesen Gebieten lebenden polnischen Bevölkerung wurden ihre Häuser, Bauernhöfe, Unternehmen und ihr bewegliches Eigentum geraubt. Etwa 1,5 Millionen Polinnen und Polen wurden Opfer von Zwangsumsiedlungen in das südöstlich gelegene „Generalgouvernement“, von Inhaftierungen, Entrechtung und Ermordungen. Der Vortrag und die Ausstellung von Dr. Jacek Kubiak thematisieren, aus Anlass des 80. Jahrestages des deutschen Überfalls auf Polen, diesen bisher wenig bekannten Aspekt des NS-Terrors in den westlichen Regionen Polens.

Eintritt frei. Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

Freitag, 30. August bis 29. September 2019

SONDERAUSSTELLUNG im Gewölbekeller

"Vertriebene 1939… Deportationen von polnischen Bürgern aus den ins Dritte Reich eingegliederten Gebieten."

Die Ausstellung „Vertriebene 1939…“ ist im Rahmen des Projektes „Erinnerung an die Deportationen polnischer Bürger aus den ins Dritte Reich eingegliederten Gebieten“ entstanden und wurde 2016 zum ersten Mal in Deutschland gezeigt. Die vom Polnischen Städtebund und dem Institut für Nationales Gedenken herausgegebene Ausstellung erzählt von deutscher Besatzungspolitik im „Wartheland“ in den ersten Kriegsjahren.

Mithilfe von etwa 500 Fotos, Plakaten und Dokumenten aus verschiedenen polnischen und deutschen Archiven dokumentiert die Ausstellung die Deportationen von Polen aus den an das Dritte Reich angegliederten Teilen Polens. Ergänzt wird die Ausstellung von einer Auswahl an multimedialen Exponaten der deutschen Propaganda, die die Migration von Volksdeutschen aus Osteuropa in den „Warthegau“ als eine „Neuordnung” der eingegliederten Ostgebiete zeigen.

Der Eintritt zur Sonderausstellung ist frei. Geöffnet täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr.

Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

Freitag, 30. August bis 29. September 2019

Sonderausstellung

„Nach dem Warschauer Aufstand: Deportiert ins KZ Neuengamme“

Am 1. August 1944 begann der Warschauer Aufstand mit dem Ziel, die Stadt von der deutschen Besatzung zu befreien. Die deutschen Verbände von SS, Polizei und Wehrmacht konnten den Aufstand jedoch niederschlagen. In großer Zahl wurden anschließend Polinnen und Polen in Konzentrationslager oder zur Zwangsarbeit deportiert. Die Ausstellung stellt Schicksale von in das KZ Neuengamme und seine Außenlager deportierten Frauen und Männern vor.

Eine Ausstellung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme.

Der Besuch dieser Sonderausstellung ist im Eintrittspreis zum Mahnmal St. Nikolai enthalten.

Foto: Mahnmal von Jan de Weryha-Wysoczański  für die im Herbst 1944 aus Warschau in das KZ Neuengamme deportierten Polinnen und Polen in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Quelle: KZ-Gedenkstätte Neuengamme 

Donnerstag, 5. September 2019, 19.00 Uhr

Vortragsveranstaltung mit Felix Bohr, Historiker und Journalist

Kriegsverbrecherhilfe – Wie die Bundesregierungen NS-Täter unterstützten

Sie waren die einzigen NS-Täter, die eine jahrzehntelange Haftstrafe im westeuropäischen Ausland verbüßten: der SS-Mann Herbert Kappler, als Kommandeur der Sicherheitspolizei in Rom verantwortlich für das Massaker in den Ardeatinischen Höhlen, sowie die »Vier von Breda«, die maßgeblich an der Ermordung der niederländischen Juden beteiligt gewesen waren. Hochrangige deutsche Politiker, unter ihnen die Bundeskanzler Brandt und Schmidt, setzten sich für ihre Freilassung ein.

Felix Bohr zeichnet das westdeutsche Engagement für die NS-Täter nach und zeigt, wie sich in der Bundesrepublik eine einflussreiche Interessenvertretung formierte, die intensive Hilfe leistete.

Eintritt frei. Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

Donnerstag, 12. September 2019, 19.00 Uhr

Vortragsveranstaltung mit Prof. (em.) Dr. Frank Golczewski, Uni Hamburg 

Die vergessenen Umsiedlungen 1939/41

Nicht selten beginnt die Geschichte der „ethnischen Säuberungen“ des Zweiten Weltkriegs mit der Vertreibung der Deutschen aus polnischen, tschechischen und südosteuropäischen Gebieten. Dabei begann die „ethnische Homogenisierung“ Osteuropas unter tätiger Mitwirkung des nationalsozialistischen Deutschland, der Sowjetunion und anderer Staaten in der ersten Phase des Zweiten Weltkriegs und bot damit auch den Vorwand für die chaotische Deportation von Juden und Polen aus den dem Deutschen Reich angeschlossenen Gebieten.

Der Vortrag des Osteuropawissenschaftlers Golczewski dient der historischen Einordnung dieser Vorgänge.

Eintritt frei. Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

Samstag, 14. September 2019, 18.00 - 22.30 Uhr

"herz auf laut" - Nacht der Kirchen

18.00-22.30 Uhr  Weitblick vom Kirchturm. Freie Fahrt mit dem gläsernen Panoramalift zur Aussichtsplattform in 76 Meter Höhe.

18.00 Uhr Glockenklang – Carillonkonzert. Werner Lamm lässt das Turmglockenspiel mit 51 chromatisch gestimmten Bronzeglocken erklingen.

18.30 Uhr Poesie am Klavier. Der Kirchenmusiker Werner Lamm spielt Klaviermusik von Mozart, Bach, Rameau und Chopin.

19.00 Uhr LEBENS_LUST. Interaktive Performance mit der Künstlerin Petra Kilian. Ein pink-weißes Happing der expressiven Art. Ein Zugang zur Quelle der Freude. Komm her, mach mit, trau dich und hab Spaß dabei. Einmalige Aktion im Außenbereich.

19.30 Uhr Akkordeon-Mosaik. Von Solo bis Kammermusik, von Barock bis Moderne. Kompositionen von Bach, Subitzky, Debrenko, Piazzolla u. a. Schülerinnen und Schüler der Staatlichen Jugendmusikschule Hamburg und Gäste. Leitung:  Arlette Gwardys

20.00 Uhr Duo Sorores. Paulina Pospieszny, Violine und Agata Pospieszny, Harfe. Das Duo Sorores ist ein dynamisches Violine-Harfenduo der jungen Generation, das sich mit charismatischen und temperamentvollen Auftritten in der klassischen Musikszene etabliert hat.

20.45 Uhr Die verschwundene Kirche. Jede Hansestadt des Mittelalters hat eine Nikolaikirche. Doch wo ist die mittelalterliche Nikolaikirche von Hamburg? Folgen sie dem Grabungsleiter des Archäologischen Museums Hamburg und lüften sie das Geheimnis. Referent: Kay-Peter Suchowa, M.A.

21.30 Uhr Walking on. Von Standards und Soul-Jazz bis zu Kompositionen von Tadeusz Jakubowski. Jazz-Ensemble der Staatlichen Jugendmusikschule mit Gast Lara Steenblock voc. Leitung: Tadeusz Jakubowski.

22.00 Uhr Jesse Mattern Quintet. Jesse Mattern sax, Omid Mashregh-Zamini g, Malte Breustedt p, Timon Krämer b, Dominik Harrison dr. Jazz-Standards von Charlie Parker und Sonny Rollins, moderner Jazz von Lars Danielson und eigene Kompositionen. 

Musikprogramm und künstlerische Leitung: Mariola Rutschka

Eintritt frei.

Donnerstag, 19. September 2019, 19.00 Uhr

Vortragsveranstaltung mit Dr. Klaus Kellmann, Historiker

Dimensionen der Mittäterschaft - Die europäische Kollaboration mit dem Dritten Reich

Dass bis vor Kurzem, fast 75 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, immer noch keine Gesamtdarstellung der europäischen Kollaboration mit dem Dritten Reich vorlag, kann mit Fug und Recht als das wohl größte Forschungsdesiderat in diesem historischen Problemkomplex angesehen werden.

Klaus Kellmann hat sich dieser sensiblen Aufgabe in einer 666seitigen Untersuchung zu allen 24 von der deutschen Wehrmacht besetzten Staaten gestellt, die er in ihrer Konzeption präsentieren und anhand einiger ausgewählter Länderbeispiele in Einzelanalysen präzisieren wird. Seine zentrale These lautet: Ohne schonungslose Aufarbeitung des Mitmachens und Mittuns mit den Deutschen bis hin zum Mord an den Jüdinnen und Juden wird es kein gemeinsames europäisches Narrativ und keine gemeinsame europäische Erinnerungskultur als d a s identitätsstiftende Element eines Europa von Morgen geben, mithin, es geht in seinem Vortrag nicht nur um die Vergangenheit, sondern nicht weniger auch um die Gegenwart und Zukunft des ganzen Kontinents.

Eintritt frei. Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und der KZ-Gedenkstätte Neuengamme.

Donnerstag, 26. September 2019, 19.00 Uhr

Vortragsveranstaltung mit Dr. Miriam Arani 

Der nationalsozialistische „Mustergau“ Wartheland in Fotografien von Deutschen und Polen

Mit der deutschen Besatzung Polens im Herbst 1939 verlor die polnische Gesellschaft ihre Meinungs- und Pressefreiheit. Was das für das Fotografieren bedeutete, zeigt der Vortrag mit zahlreichen Bildbeispielen aus einem Gebiet Polens, das während des Zweiten Weltkriegs zu einem Gau des Deutschen Reiches wurde.

Eintritt frei. Die Veranstaltung findet statt in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

Dienstag 1. Oktober 2019, 19.00 Uhr          

Vortrag mit Prof. Dr. Johann Hinrich Claussen

Zwischen Widerstand und Anpassung.
Was der Kirchenkampf in der NS-Diktatur mit uns zu tun hat. Eine persönlich-familiengeschichtliche Annäherung.

Der christliche Widerstand gegen den Nationalsozialismus ist ein wertvolles geschichtliches Erbe. Historisch wurde er umfassend erforscht und sorgfältig dokumentiert. Regelmäßig wird seiner feierlich gedacht und sein Andenken geehrt. Manchmal aber droht er dadurch in weite Ferne zu rücken. Was hat das Geschehen damals noch mit uns heute zu tun? Ein Weg, ein eigenes Verhältnis zum Erbe des christlichen Widerstands zu gewinnen, kann über die eigene Familiengeschichte führen. Ich habe gerade einige Recherchen zu meinen Eltern, Groß- und Urgroßeltern angestellt, die mir überraschende, verstörende und beglückende Perspektiven auf diese Epoche eröffnet haben. Einige möchte ich vorstellen und mit Erinnerungen an den christlichen Widerstand verbunden – und zwar so, dass Sie sich selbst auf eine eigene Zeitreise begeben können.

Johann Hinrich Claussen, geboren 1964 in Hamburg, Studium der Evangelischen Theologie in Tübingen, Hamburg und London, anschließend Promotion und Habilitation in Systematischer Theologie. Publizistische Arbeiten zu kulturtheologischen Themen für deutsche Zeitungen, Zeitschriften und Radioprogramme. Zahlreiche Buchveröffentlichungen, u. a. über die Geschichte des Kirchbaus und der Kirchenmusik oder die Bibel als Buch der Flucht. Nach Stationen als Pastor, dann als Propst und Hauptpastor in Hamburg, ist Prof. Dr. Johann Hinrich Claussen seit 2016 Kulturbeauftragter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Eintritt frei.

Mittwoch, 23. Oktober 2019, 19.00 Uhr

Gesprächskonzert

Suche Frieden und jage ihm nach!  Der Pazifist Hans Henny Jahnn.

Welcher Ort könnte besser geeignet sein als das Mahnmal St. Nikolai, um das Multitalent Hans Henny Jahnn anlässlich seines 125sten Geburtstags oder seines 60sten Todestags einmal als Pazifisten zu präsentieren? Schon als Jugendlicher fand Hans Jenny Jahnn in seinen Tagebüchern klare Worte gegen die allgegenwärtige Kriegseuphorie. In den 50er Jahren setzte er sich dann gegen die Entwicklung von Kernwaffen und die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik ein. Visionär waren auch seine Hinweise auf die Problematik der Lagerung atomaren Mülls aus der zivilen Nutzung der Kernenergie.

Der Theologieprofessor und Friedensforscher Hans-Jürgen Benedict war selbst in der Anti-Atom- und Friedensbewegung aktiv. Er liest an diesem Abend pazifistische Texte von Hans Henny Jahnn und auch einen Abschnitt über Hans Henny Jahnn aus seinem vor Kurzem erschienenen Buch „Erzählte Klänge – Musikbeschreibung in der deutschen Literatur“. Damit schlägt er eine Brücke zum Komponisten Dieterich Buxtehude, den Jahnn besonders schätzte.

Der musikalische Teil dieses Abends wird von KMD Rudolf Kelber und dem Cythara-Vokal- und Instrumentalensemble übernommen. Ganz im Sinne von Hans Henny Jahnn kommen bei den Werken von Buxtehude historische Instrumente zum Einsatz. Darüber hinaus wird an diesem Abend auch ein Werk des Komponisten Hans Henny Jahnn vorgestellt werden. Außerdem sind schöne Original-Ugrino-Noten aus dem Verlag von Jahnn und Harms zu besichtigen.

Der Eintritt ist frei, Spenden zur Deckung der Kosten sind erwünscht.

Eine Veranstaltung des Hans Henny Jahnn e.V. in Kooperation mit dem Mahnmal St. Nikolai und dem LITERATURHAUS Hamburg.

Donnerstag, 14. November 2019, 19.00 Uhr

Lesung mit Corinna Tonner

Das Jahrhundert von Rosita

Geboren in einem der größten Slums von Europa, den Gängevierteln im Herzen von Hamburg, macht sich eine junge jüdische Frau daran, die Welt zu erobern. Fasziniert von den Konzerthäusern auf der nahegelegenen Reeperbahn, startet Rosita Warry eine Karriere als Operettensängerin. Sie singt und spielt an Theatern von Kiel bis Stuttgart, von Hamburg bis Küstrin und reist im Sommer 1914 mit einer Operettengesellschaft in die niederländische Kolonie Indonesien.

Das Abenteuer in Asien beginnt. Doch dann bricht der Erste Weltkrieg aus: Rosita kann nicht mehr nach Europa zurück und lernt in Indonesien ihre große Liebe kennen. Erst Jahre später kehrt sie in die Niederlande zurück. Sie ahnt nicht, dass schon bald ein neuer Weltkrieg ausbrechen wird und ihr als Jüdin ein tödliches Verhängnis droht.

Aus der Perspektive einer einfachen Frau und ihrer Familie schildert die Autorin in einer mitreißenden, reich bebilderten Lebensgeschichte, wie sich in dieser Biographie das ganze Drama des 20. Jahrhunderts spiegelt.

Corinna Tonner ist studierte Historikerin (M. A.), Absolventin der Axel Springer Journalistenschule und hat viele Jahre als Redakteurin für das Hamburger Abendblatt gearbeitet. Sie lebt und arbeitet mit ihrem Mann als freie Autorin in Bremen und Ostfriesland.

Eintritt frei.