Veranstaltungen – Aktuell


Das Mahnmal St. Nikolai bietet ein breit gefächertes Veranstaltungsprogramm

Ob Vortrag, Lesung oder Konzert – unter dem Motto Kultur in der Krypta findet eine Vielzahl an kulturellen Veranstaltungen statt. Mit der Veranstaltungsreihe Erinnern im Mahnmal wird regelmäßig der Opfer und Ereignisse gedacht, die im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg und dem Nazi-Regime stehen. Unter der Rubrik Gäste im Mahnmal finden regelmäßig Gastveranstaltungen in der Krypta statt.

Dienstag, 25. Januar 2022, 19.30 - 21.30 Uhr  

Themenabend

Die Verfolgung angeblich „Asozialer“ und ihre Darstellung im Film

Jahrzehntelang gab es keinerlei öffentliches Interesse an den Geschichten der Menschen, die im Nationalsozialismus als angeblich „asozial“ ausgrenzt und verfolgt worden waren. Im Auftrag der die Projektgruppe für die vergessenen Opfer des NS-Regimes in Hamburg Christiane Rothmaler, Christina Kukielka und Stefan Corinth gemeinsam mit drei Frauen, die nach ihren eigenen Regeln und nicht nach denen der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft lebten und daher unter Kontrolle und Zwang gerieten, den 1992 fertiggestellten Film "Was hat Hamburg nur mit Euch Frauen gemacht?"  Nur in wenigen weiteren Filmen wurden seither ähnliche Verfolgungsgeschichten aufgegriffen. An diesem Themenabend werden einige dieser Filme ausschnittsweise vor- und zur Diskussion gestellt. Mit dabei sind die Ärztin, Historikerin und Filmemacherin Dr. Christiane Rothmaler von der Projektgruppe für die vergessenen Opfer des NS-Regimes e.V., die Filmemacher Dr. Jürgen Kinter und Stefan Corinth sowie Alyn Beßmann von der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte.

Eine Kooperationsveranstaltung mit der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Anmeldung: https://www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de/veranstaltungskalender/

Mittwoch, 26. Januar 2022, 18.00 Uhr  

Theaterperformance

Displacement "Morgen werde ich nicht sein ..." – Erinnern um der Zukunft Willen

Theaterperformance nach Briefen, Erinnerungen und Texten russisch-jüdischer Flüchtlinge

In Folge der Russischen Revolution kamen tausende jüdische Flüchtlinge, die in ihrer Heimat verfolgt wurden, nach Deutschland. Unter ihnen waren Dichter, Wissenschaftler oder Unternehmer, die im Berliner Exil zahlreiche Berufsvereine und Kulturinstitutionen wie Verlage, Schulen und Literaturclubs gründeten und auch gemeinnützige Vereine und Verbände ins Leben riefen. So entstanden nicht nur literarische und musikalische Werke, sondern auch neue Kunstformen, die den Zeitgeist widerspiegelten oder ihrer Zeit voraus waren. Diese einzigartige Welt der russisch-jüdischen und deutsch-jüdischen Kultur ist ein wichtiges Kapitel der Einwanderungsgeschichte in Deutschland, das bis heute kaum bekannt ist. Als 1932 die antisemitischen Parolen des Nazi-Regimes immer lauter wurden, begann sich die russisch-jüdische Kolonie in Deutschland aufzulösen. Die Überlebenswege führten überwiegend ins Exil: nach Frankreich, in die USA oder nach Palästina.

Das Theaterprojekt "MENTSH" erzählt diese Geschichte anhand einzelner Schicksale nach und setzt ein Zeichen gegen Hass, Gewalt und Antisemitismus. 

Ablauf

Begrüßung und Moderation, Christine Leuchtenmüller, Leiterin Politisches Bildungsforum Hamburg

Inhaltliche Einführung, Dr. Elena Solominski, Jüdisches Leben in Deutschland, Projektleiterin "MENTSH!"

Theateraufführung: Displacement "Morgen werde ich nicht sein ..."

anschließende Diskussion

Eine Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung/Politisches Bildungsform Hamburg in Kooperation mit dem Mahnmal St. Nikolai sowie der Deutsch Israelischen Gesellschaft e.V. Hamburg anlässlich des DenkT@ges 2022 für die Opfer des Nationalsozialismus.

Weitere Informationen und Anmeldung über die Webseite der Konrad-Adenauer-Stiftung

Livestream unter

https://www.facebook.com/kas.hamburg/
https://www.youtube.com/watch?v=NLeg6eDESMg