Veranstaltungen – Aktuell


Das Mahnmal St. Nikolai bietet ein breit gefächertes Veranstaltungsprogramm

Ob Vortrag, Lesung oder Konzert – unter dem Motto Kultur in der Krypta findet eine Vielzahl an kulturellen Veranstaltungen statt. Mit der Veranstaltungsreihe Erinnern im Mahnmal wird regelmäßig der Opfer und Ereignisse gedacht, die im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg und dem Nazi-Regime stehen. Unter der Rubrik Gäste im Mahnmal finden regelmäßig Gastveranstaltungen in der Krypta statt.

Jeden Donnerstag um 12 Uhr: Carillon-Konzert auf dem Turmglockenspiel
Leider können die Carillon-Konzerte zur Zeit nicht stattfinden.

COVID19: Bis zum 30. Juni finden keine öffentlichen Veranstaltungen statt.

Das Museum und der Panoramalift nehmen am Montag, den 11. Mai den Betrieb wieder auf, dienstags und mittwochs bleibt unsere Einrichtung vorerst geschlossen.

Hinweise auf digitale Veranstaltungsformate finden Sie hier:

Samstag 9. Mai 2020, Live-Übertragung im Fernsehen:
NDR Info Extra 15.50 - 16.45 Uhr

Gedenkveranstaltung zum 75. Jahrestag des Kriegsendes in Hamburg

1945 – 2020. Kriegsende – Befreiung – Frieden – Neuanfang

Mit der Unterzeichnung der deutschen Kapitulation endete am 8. Mai 1945 offiziell der Zweite Weltkrieg in Europa. In Hamburg war der Krieg bereits am 3. Mai mit dem Einmarsch britischer Truppen zu Ende gegangen. An dieses einschneidende Datum soll auf dem Platz der im Bombenkrieg zerstörten früheren Hauptkirche St. Nikolai erinnert werden.

Hauptredner ist der Erste Bürgermeisters der Freien und Hansestadt Hamburg, Dr. Peter Tschentscher. Zudem wird der 1. Vorsitzende des Vereins, Klaus Francke, sprechen und es werden Berichte von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen von Schauspielerinnen und Schauspielern gelesen. Eingerahmt wird die Veranstaltung durch Musik des großen Glockenspiels (Werner Lamm) und das Ensemble „Tuten und Blasen“.

Zum Abschluss ist ein Glockenläuten aller Hauptkirchen geplant.

Der Szenograph Michael Batz hat die Gestaltung der Gedenkfeier übernommen.

Da wegen der aktuellen Corona-Pandemie Besucherinnen und Besucher nicht am Gedenken teilnehmen können, überträgt NDR.de die Veranstaltung am Samstag, den 9. Mai um 15.50 Uhr im NDR Fernsehen und im Livestream. Moderation: Julia-Niharika Sen.

Foto: IWM, 5112

Freitag 8. Mai 2020, ab 10.00 Uhr hier  

Gemeinsame Videoandacht der fünf Hamburger Hauptkirchen aus dem Mahnmal St. Nikolai

Anlässlich des Kriegsendes vor 75 Jahren gedenken die fünf Hamburger Hauptpastor*innen Astrid Kleist (St. Jacobi), Jens-Martin Kruse (St. Petri), Martin Vetter (St. Nikolai), Ulrike Murmann (St. Katharinen) und Alexander Röder (St. Michaelis) in einer gemeinsamen Andacht am 8. Mai der Befreiung. Die musikalische Gestaltung übernehmen Werner Lamm (Carillon), Thomas Dahl (Flügel), Jessy Martens (Gesang) und die Kantorei von St. Nikolai (Klosterstern).

Die Andacht wird am 8. Mai ab 10.00 Uhr auf allen Internetseiten der Hamburger Hauptkirchen zu sehen sein.

Donnerstag 14. Mai 2020, 19.00 Uhr  

Diese Veranstaltung wird bis auf weiteres verschoben.

Ausstellungseröffnung

„Objekt 1 - Untersuchungshaftanstalt und Haftkrankenhaus Berlin-Hohenschönhausen“. Eine fotografische Arbeit von Ruth Stoltenberg

Anlässlich des 30. Jahrestages der Deutschen Einheit zeigt die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg im Mahnmal St. Nikolai Fotografien von Ruth Stoltenberg, die sich mit dem ehemaligen Stasigefängnis Berlin-Hohenschönhausen und dem zugehörigen Haftkrankenhaus aus einem sehr persönlichen Blickwinkel auseinandersetzen. Dieser Ort von Repression und Gewalt und intensive Gespräche mit inhaftierten Zeitzeugen haben die Fotografin so tief bewegt, dass sich daraus eine sensible fotografische Arbeit entwickelt hat. Im Mittelpunkt stehen dabei die täglichen Verhöre der ehemaligen Gefangenen, die der Willkür und den Zersetzungsstrategien des SED-Regimes hilflos ausgeliefert waren.

Zur Ausstellungseröffnung diskutiert Dr. Jens Hüttmann (Landeszentrale für politische Bildung Hamburg) u. a. mit der Fotografin Ruth Stoltenberg, Roland Jahn, Bundesbeauftragter für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR und Dr. Helge Heidemeyer, Direktor der Gedenkstätte Hohenschönhausen (beide angefragt).

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

Foto: Ruth Stoltenberg

Dienstag 2. Juni 2020, 19.00 Uhr  

Diese Veranstaltung wird bis auf weiteres verschoben.

Demokratie und Diktatur nach 1945.

Ein Zeitzeugengespräch mit Monika Schneider und Thomas Raufeisen über Stasi-Haft, die Folgen und den Alltag einer Diktatur

Thomas Raufeisen (geb. 1962 in Hannover) verbrachte seine Jugend im Westen. Sein Vater, damals Geophysiker beim westdeutschen Industrieunternehmen Preussag, war als Inoffizieller Mitarbeiter für das Ministerium für Staatssicherheit tätig. 1979 drohte ihm eine Verhaftung wegen Spionage, sodass die Familie Raufeisen in die DDR ausreisen und fortan dort wohnen musste. 1980/1981 misslangen mehrere Fluchtversuche der Familie. Der nun 19jährige Thomas wurde wegen "ungesetzlichen Grenzübertritts" und "landesverräterischer Agententätigkeit" zu drei Jahren Haft verurteilt. 1984 konnte er zurück in die Bundesrepublik. Heute arbeitet er freiberuflich im Bereich der politischen Bildung u. a. als Besucherreferent in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen.

Monika Schneider (geb. 1956 in Freital) war beim Stadtbezirksgericht Berlin-Mitte, später in der Verwaltung der Staatlichen Museen auf der Berliner Museumsinsel tätig. Im Januar 1983 versuchte sie mit Hilfe eines westdeutschen Freundes über Prag in die Bundesrepublik zu fliehen. Sie wurde verhaftet und wegen "versuchter Republikflucht" zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten verurteilt. Ihr Freund protestierte vor dem Berliner Grenzübergang Checkpoint Charlie für ihre Haftentlassung. Im Rahmen des Häftlingsfreikaufs gelangte sie im April 1985 in die Bundesrepublik.

Moderation: Dr. Jens Hüttmann, Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg. Eintritt frei.

Foto: Ruth Stoltenberg

Samstag 14. Juni 2020, 11.00-13.00 und 15.00-17.00 Uhr  

Diese Veranstaltung fällt leider aus.

11. Sommerkonzert Norddeutscher Carillonneure

Das Turmglockenspiel (Carillon) des Mahnmals St. Nikolai besteht aus 51 Glocken mit einem Gesamtgewicht von 13 Tonnen. Der chromatische Tonumfang beträgt mehr als vier Oktaven, womit das Carillon von St. Nikolai eines der größten Deutschlands ist. 1993 wurde es in den Turm der früheren Hauptkirche St. Nikolai eingebaut.

Zum großen Sommerkonzert lassen Carillonneure aus Hamburg, Kiel und Flensburg das Turmglockenspiel erklingen.

Das Konzert ist im Freien auf dem Platz des ehemaligen Kirchschiffs zu hören.

Eintritt frei, Spende erbeten.

Montag 27. Juli 2020, 19.00 Uhr  

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist nur mit Anmeldung möglich. Hinweise dazu finden Sie ab Anfang Juli hier.

Ausstellungseröffnung

Bleibende Bilder. Wechselnde Perspektiven auf Hiroshima

Vor 75 Jahren wurde auf Befehl der US-amerikanischen Regierung über der japanischen Stadt Hiroshima die erste Atombombe abgeworfen. Zehntausende Menschen starben bei der Explosion und später an ihren Folgen.

Anhand von Fotografien, Zeitschriften, Bildbänden und Mangas sowie Zeichnungen von Augenzeugen zeigt die Ausstellung, wie an dieses Ereignis in den USA, Westeuropa und in Japan medial berichtet und erinnert wurde und stellt die unterschiedlichen Perspektiven und Narrationen gegenüber.

Grußwort: Dr. Sabine Bamberger-Stemmann, Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg

Eröffnungsvortrag: N.N.

Kuratorenführung: David Rojkowski (Flensburg)

Eine Ausstellung der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg in Kooperation mit dem Japan-Zentrum der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Die Sonderausstellung ist bis 23. August 2020 zu sehen, Eintritt frei.

Foto: © Toshio Fukada, Hiroshima Peace Memorial Museum SA129-1