Veranstaltungen – Archiv 2021


Montag, 13. Dezember 2021, 18.00 Uhr

Diese Veranstaltung muss leider ausfallen.

Präsentation

Hörspiel „Kalavryta“

Das Hörspiel  (u.a. gesprochen von Schauspieler Rolf Becker, Sylvia Wempner und Sabine Waffender ) ist erst mit Trailer und dann ab dem 13.12. kostenlos abrufbar unter https://kalavryta-hoerspiel.de.

Im Oktober 1943 nahmen griechische Partisanen bei Kalavryta auf der griechischen Peloponnes rund 80 deutsche Soldaten gefangen und erschossen sie später. Daraufhin führte die 117. Jäger-Division der Wehrmacht sog. „schärfste Sühnemaßnahmen“ und Vergeltungsaktionen gegen die Zivilbevölkerung durch. Dabei wurden Kalavryta, weitere 22 Ortschaften sowie drei Klöster zerstört. Nach eigenen Zählungen der Wehrmacht starben 676 Griechen. Die Plünderungen und Zerstörungen hinterließen Krankheiten und Hungersnot unter den Überlebenden der Gräueltaten.

Die Spuren des Massakers sind bis heute in der Erinnerung und in den Orten lebendig. Im Jahr 2017 reisten Hamburger Jugendliche auf der Peleponnes auf der Suche nach diesen Spuren. Ihre Eindrücke verarbeiteten sie in einem Hörspiel, das 2019 im Mahnmal St. Nikolai szenisch aufgeführt wurde. Mit Klanglandschaften und verschiedenen Augenzeugenberichten erinnert das Hörspiel an die Ereignisse von vor gut 75 Jahren. Den erzählerischen Rahmen bietet die Darstellung von Franzeska Nika, die das Unglück er- und überlebte und ihre Erlebnisse poetisch in Worte fasste.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

Eine Anmeldung zur Präsentation des Hörspiels im Mahnmal St. Nikolai ist erforderlich unter: politischebildung@bsb.hamburg.de

Eintritt frei.

Die Veranstaltung findet im 2G-Modell statt: Zutritt nur für Geimpfte und Genesene, mit Maskenpflicht außerhalb des Sitzplatzes.

Abbildung: @ Uta Zaza Röttgers

Montag, 8. November 2021, 19.00 Uhr

Lesung

„Klassenfoto mit Massenmörder“     

Der Journalist Jürgen Gückel stellt sein Buch über den ehemaligen SS-Offizier und verurteilten Massenmörder Artur Wilke vor. Nach dem Krieg gab der studierte Theologe Artur Wilke sich als sein gefallener Bruder Walter aus und unterrichtete als Lehrer – auch der Autor war sein Schüler.

Im November 1941 brachten zwei Deportationszüge Hamburger*innen jüdischer Herkunft in das Ghetto Minsk. Wenige Wochen später begann Artur Wilkes „Dienst“ in Minsk. Dazu gehörten Einsätze an den Erschießungsgruben in Malyj Trostenez, bei denen auch viele Hamburger*innen ermordet wurden. In Jürgen Gückels Buch geht es aber nicht nur um die NS-Verbrechen, sondern auch um den Umgang mit dem Täter in der Nachkriegszeit. Eindrücklich schildert das Buch die Ermittlungen gegen Artur Wilke, die Begegnungen mit ehemaligen Schüler*innen, Angehörigen und Bekannten und seine lebenslange Weigerung, Verantwortung für seine Taten zu übernehmen.

Moderation: Hanno Billerbeck, Kirchliche Gedenkstättenarbeit

Eine Veranstaltung der Kirchlichen Gedenkstättenarbeit an der KZ-Gedenkstätte Neuen­gamme in Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Neuen­gamme und dem Mahnmal St. Nikolai.

Anmeldung erforderlich über die Webseite der KZ-Gedenkstätte: https://www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de/veranstaltungskalender/

1. September bis 10. Oktober 2021

Sonderausstellung

Spanier in den Lagern

Spanische Republikaner in französischen Internierungslagern 1939-1942, Fotografien von Paul Senn

Zwischen 1936 und 1939 machten sich angesichts der militärischen Erfolge und schließlich dem Sieg der Franco-Truppen im Spanischen Bürgerkrieg rund eine halbe Million Spanierinnen und Spanier auf die Flucht nach Frankreich. Diese sogenannte Retirada endete für die Freiheitskämpfer in einer wei­teren schmerzvollen Erfahrung: Sie wurden in Frankreich als unerwünscht betrach­tet und in Lagern interniert, in welchen sie Hunger, Krankheit und Erniedrigung zu erleiden hatten.

Die Ausstellung präsentiert Aufnahmen des Schweizer Fotografen Paul Senn, ergänzt mit Auszügen aus den Erinnerungen ehemaliger internierter Frauen, Kinder und Männer.

Eine Ausstellung des Mémorial du camp de Rivesaltes, präsentiert in Kooperation mit dem dt.-frz. Kulturfestival arabesques und der Vertretung der Region Okzitanien.

Zu sehen während der regulären Öffnungs­zeiten des Mahnmals St. Nikolai, der Eintritt zur Sonderausstellung ist frei.

Foto: Paul Senn, PFF, MBA Berne. Dép. GKS. © GKS, Berne

Samstag, 18. September 2021

Nacht der Kirchen

Hamburgs Kirchen laden am 18. September zum 18. Mal zum gemeinsamen ökumenischen Kulturfest ein. Das diesjährige Motto lautet „Komm wie du bist“.

Carillon-Konzerte um 19.30 Uhr und 20.30 Uhr

Werner Lamm spielt das Carillon (Turmglockenspiel) und lässt die 51 Glocken virtuos erklingen.

Werner Lamm - Kirchenmusiker in Hamburg, Musikstudium in Dortmund, Hamburg und Paris. Leitet die Bramfelder und die Harburger Kantorei. Konzerte in Japan, USA und den meisten europäischen Ländern, Gastdozent an Hochschulen in London und Hamburg. Das Carillonspiel lernte er schon als Jugendlicher in Frankreich, am Mahnmal St. Nikolai spielt er regelmäßig seit 2006.

Für die Konzerte ist eine vorherige Anmeldung erforderlich, Eintritt frei.

Die jeweils 30-minütigen Konzerte beginnen um 19.30 Uhr (link zur Anmeldung) und um 20.30 Uhr (link zur Anmeldung) und sind Open-Air zu hören, auf dem Platz des ehemaligen Kirchenschiffes.

Stadtwege: Das Mahnmal St. Nikolai ist eine Station auf der „Stadtwege-Tour“ der Nacht der Kirchen. Mehr Infos hier: https://ndkh.de/touren/

Das komplette Programm der Nacht der Kirchen auf https://ndkh.de/

Mittwoch, 1. September 2021

Gedenkveranstaltung anlässlich des Beginns des Zweiten Weltkriegs

17.30 Uhr: Carillonkonzert, Werner Lamm am Glockenspiel (open air)

18.00 Uhr: Ökumenische Andacht in der Krypta. Liturgische Leitung: Pastorin Corinna Senf, Hauptkirche St. Nikolai, und Kaplan Rafał Zachmielewski, polnische katholische Mission Hamburg. Musikalische Leitung: Werner Lamm, Klavier

Vortrag: Dr. Alexandre Froidevaux, Einführung in die Thematik der Sonderausstellung „Spanier in den Lagern“ – Fotografien von Paul Senn von spanischen Republi­kanern in Internierungslagern in Frankreich 1939-1942.

Zwischen 1936 und 1939 machten sich angesichts der militärischen Erfolge der Franco-Truppen im Spanischen Bürgerkrieg rund eine halbe Million Spanierinnen und Spanier auf die Flucht nach Frankreich. Diese sogenannte Retirada endete für die Freiheitskämpfer in einer wei­teren schmerzvollen Erfahrung: Sie wurden in Frankreich als unerwünscht betrach­tet und in Lagern interniert, in welchen sie Hunger, Krankheit und Erniedrigung zu erleiden hatten.

Eine Ausstellung des Mémorial du camp de Rivesaltes, präsentiert in Kooperation mit dem dt.-frz. Kulturfestival arabesques und der Vertretung der Region Okzitanien.

Foto: Dörte Huß

19. Mai 2021 bis 15. August 2021 

Sonderausstellung

„Objekt 1 - Untersuchungshaftanstalt und Haftkrankenhaus Berlin-Hohenschönhausen“. Eine fotografische Arbeit von Ruth Stoltenberg

Anlässlich des 30. Jahrestages der Deutschen Einheit (2020) und des 60. Jahrestages des Baues der Berliner Mauer (2021) zeigt die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg - wie für 2020 geplant und infolge der Pandemie verschoben - im Mahnmal St. Nikolai Fotografien von Ruth Stoltenberg, die sich mit dem ehemaligen Stasigefängnis Berlin-Hohenschönhausen und dem zugehörigen Haftkrankenhaus aus einem sehr persönlichen Blickwinkel auseinandersetzen. Dieser Ort von Repression und Gewalt und intensive Gespräche mit inhaftierten Zeitzeugen haben die Fotografin tief bewegt. Daraus hat sich eine fotografische Arbeit entwickelt, die das Unrecht einer Diktatur genauso eindrucksvoll dokumentiert wie die Selbstbehauptung derjenigen, die den Alltag politischer Haft erlebten. Denn im Mittelpunkt stehen die täglichen Verhöre der ehemaligen Gefangenen, die der Willkür und den Zersetzungsstrategien des SED-Regimes ausgeliefert waren.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg; Eintritt frei.
Informationen zum Online-Rundgang durch das Haftkrankenhaus der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen "Krank sein unter Bedingungen der politischen Haft" im pdf.
 
Foto: Ruth Stoltenberg
Samstag, 24. Juli 2021, 19.00 Uhr

Aufführung anlässlich des Jahrestages des Hamburger Feuersturms

Die Erweckung der Soldaten Korbick und Abermann

Oratorium über die Auferstehung der Soldaten

Inspiriert von der musikalischen Bildmeditation „Membra Jesu Nostri“ von Dietrich Buxtehude schildert das Oratorium das Schicksal zweier Soldaten, die aus dem Kreislauf des von ihnen erlebten Krieges nie mehr herauskommen. Auch nach ihrem Tod müssen sie sich in einer imaginären Rückschau immer wieder der Erinnerung an Leiden und Taten stellen.

Text                  Michael Batz

Musik               Markus Voigt

Sprecher         Erik Schäffler, Martin Wolf

Gesang           Patricia Rieckhoff, Anne Weber

Brass               Nicolas Boysen, Edgar Herzog, Markus Voigt

Carillon            Werner Lamm

Die Veranstaltung findet Open-Air statt, die Zahl der Plätze ist begrenzt. Der Eintritt ist frei.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und dem Hamburg Art Ensemble.

Foto: Michael Batz

Donnerstag, 29. April 2021, 19.00 Uhr

Vortrag und Gespräch

Äthiopien: Flucht der Oromo - Verfolgung und Widerstand

Die Frauenrechtlerin Arfasse Gamada aus der Volksgruppe der Oromo in Äthiopien und ihr Sohn, der TV-Moderator Yared Dibaba, schildern die Gründe ihrer Flucht nach Deutschland im Jahr 1979 und ihr Leben im Exil. Im Mahnmal St. Nikolai sprechen sie über die Zerstörung eines Community-Centers in ihrem Heimatdorf und über bewaffnete Konflikte, die trotz des Friedensnobelpreises an den Präsidenten Abiy Ahmed im Jahr 2019 weiter anhalten. Ein kürzlich aus Oromia Geflüchteter berichtet über seine aktuelle Lebenssituation. 

Veranstalter:  Gesellschaft für bedrohte Völker e.V., Regionalgruppe Hamburg

Diese Veranstaltung wird ausschließlich im digitalen Format angeboten.

Link zum Live Event bei Facebook https://fb.me/e/1NmYr768K

Die Tage des Exils sind ein Veranstaltungs- und Begegnungsprogramm in Hamburg, das sich einen Monat lang in 60 Veranstaltungen den Themen Flucht, Vertreibung und Exil widmet. Die Veranstaltungsreihe wird von der Körber-Stiftung in Kooperation mit der Weichmann Stiftung ausgerichtet, rund 50 Partner tragen zu einem breiten Programm bei. Weitere Informationen: www.tagedesexils.de.

2. September 2020 bis 16. März 2021

Sonderausstellung

Ausgegraben. Archäologische Forschungen zur Nikolaikirche.

Mit dieser Ausstellungs-Kooperation schlägt das Archäologische Museum Hamburg ein neues spannendes Kapitel der Geschichte Hamburgs im Mahnmal St. Nikolai auf: Im Herzen der Stadt, am Nikolaifleet, führte das Archäologische Museum Hamburg in den letzten Jahren mehrere Ausgrabungen durch. Das Gebiet birgt ein für Hamburg einzigartiges Bodendenkmal, denn auf diesem Areal sind Reste der 1195 zum ersten Mal schriftlich erwähnten Kirche St. Nikolai erhalten. Die Geschichte dieser einstigen Hauptkirche ist aufs engste mit der Stadtgeschichte der Hansestadt verbunden und die Ausgrabungen der Archäologen haben zahlreiche neue Erkenntnisse zu ihrer wechselvollen Baugeschichte erbracht. In einer Ausstellung im Kellergewölbe des Mahnmals St. Nikolai erhalten die Besucher ab dem 2. September nun erstmals einen exklusiven Blick auf Funde und Ergebnisse dieser Forschungen.

Eine Ausstellung des Archäologischen Museums in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und dem Mahnmal St. Nikolai. 

Für die Sonderausstellung gilt der reguläre Museumseintrittspreis.

Foto: Dörte Huß