Veranstaltungen – Archiv 2022


22. Juli 2022, 19 Uhr

„Das Foto schaute mich an“.

Katja Petrowskaja im Gespräch mit Birgit Langhammer.

Bilder haben einen großen Einfluss auf unser Erleben von Gegenwart. Besonders deutlich wird das bei dramatischen Ereignissen wie dem Krieg gegen die Ukraine.

Die ukrainisch-deutsche Schriftstellerin Katja Petrowskaja hat soeben ihr Buch „Das Foto schaute mich an“ veröffentlicht: Reaktionen der Autorin auf Fotos, auf Plakate, auf Fernsehbilder. Wie man vom Sehen zum Sprechen kommt und was (Kriegs-)Bilder mit uns machen, darüber spricht die Autorin mit der NDR-Info-Moderatorin Birgit Langhammer.

Eine Veranstaltung anlässlich des Gedenkens an die „Operation Gomorrha“ vor 79 Jahren.

In Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg.

Eintritt frei. Keine Anmeldung erforderlich.

Foto: Gunter Glücklich/Suhrkamp Verlag

31. Mai bis 3. Juli 2022   Verlängert bis 31. Juli 2022

Ausstellung

Wir hatten ein normales Leben. Ukraine 2006–2022

Über 20 internationale Fotograf:innen der Agenturen Focus (Hamburg) und MAPS (Brüssel) zeigen in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg, dem Mahnmal St. Nikolai und dem ZEIT-Verlag in einer Open-Air-Ausstellung Arbeiten aus der Zeit vor dem Krieg und aktuelle Bilder aus der Ukraine.

Lesen Sie hier einen Beitrag auf visual history über die Ausstellung  Link visual history

Ukraine-Fotoausstellung Flyer

Foto: Daniel Berehulak for NY Times/Maps

Ausstellung

Wir hatten ein normales Leben. Ukraine 2006–2022

Ausstellungseröffnung: Dienstag, 31. Mai 2022, um 18 Uhr 

Begleitprogramm

# Panel 1  Donnerstag, 16. Juni, 19 Uhr: Historische und erinnerungspolitische Aspekte.

Podiumsgespräch  mit Prof. em. Dr. Frank Golczewski (Universität Hamburg, Historisches Seminar), Jakob Stürmann (Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow) sowie Halyna Roshchyna (Helmut-Schmidt-Universität); Moderation Sarah Grandke (KZ-Gedenkstätte Neuengamme) .

# Panel 2  Donnerstag, 23. Juni, 19 Uhr: Konzertabend mit dem ukrainischen Musiker Alexei Volinchik

# Panel 3  Donnerstag, 30. Juni, 19 Uhr: Ein anderer Alltag - wie Bilder im Krieg entstehen.

Podiumsgespräch: Miriam Zlobinski, Kuratorin aus Berlin, spricht mit Amélie Schneider (Bildchefin der ZEIT), Sebastian Backhaus (Fotograf/Focus), Dominic Nahr (Fotograf/MAPS) und Kirill Golovchenko (Fotograf/Focus) über das Fotografieren in Kriegsgebieten, über die Menschen und ihren Alltag in Konflikten, als auch die Rezeption bzw. Produktion von Nachrichten in der Öffentlichkeit und den Medien.

Ukraine-Fotoausstellung Flyer

Foto: Daniel Berehulak for NY Times/Maps

Freitag, 17. Juni 2022, 16.00 Uhr

Carillon-Konzert mit Merle Kollom

“When you hear Merle Kollom play concerts on a carillon, you hear a real musician playing, she is playing with expression and control of the sound quality and all nuances, and with the heart. She makes the bells sing. She is a marvellous carillonneur, and a splendid ambassador for the instrument.”

Mit diesen Worten charakterisiert Prof. Peter Langberg von der Scandinavian Carillon School in Dänemark das Carillonspiel von Merle Kollom aus Tartu/Estland. Die Organistin und Musikproduzentin machte 2019 bei Prof. Peter Langberg ihren Abschluss und ist seitdem Estlands erste professionelle Carillon-Spielerin. 

Merle Kollom hat schon viele Carillon-Konzerttourneen durch Europa gemacht.  Erstmals ist sie in Hamburg am Mahnmal St. Nikolai zu Gast. Sie präsentiert Stücke internationaler Komponisten sowie eigene Kompositionen und Arrangements estnischer Volkslieder.

Das Konzert ist im Freien auf dem Platz des ehemaligen Kirchschiffs zu hören.

Eintritt frei. Eine Spende ist willkommen.

Mit freundlicher Unterstützung der Botschaft von Estland in Berlin.

Foto: Per Rasmus Möller

Montag, 13. Juni 2022, 19.30 - 21.30 Uhr

Vortrag

Zwischen Zwangsfürsorge und KZ – Arme und unangepasste Menschen im nationalsozialistischen Hamburg

Die Hamburger Historikerin und Geschichtspädagogin Frauke Steinhäuser hat die Ausstellung „Zwischen Zwangsfürsorge und KZ. Arme und unangepasste Menschen im nationalsozialistischen Hamburg“ entwickelt. In ihrem Vortrag schildert sie – auch anhand einzelner Lebensgeschichten –, wie Behörden sozial ausgegrenzte Menschen in Hamburg ab 1933 immer schärfer verfolgten, wer betroffen war und welche Folgen die negative Fremdzuschreibung für die Einzelnen hatte. Sie beschreibt die Fortsetzung der Diskriminierung und Repression bis in die Gegenwart und erläutert, weshalb die Betroffenen erst 2020 offiziell als Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft anerkannt wurden. Einen besonderen Fokus legt sie auf die spezifischen Probleme bei der Konzeption einer Ausstellung zu dieser verdrängten und verachteten Gruppe von NS-Verfolgten.

Eine Kooperationsveranstaltung der KZ-Gedenkstätte Neuengamme mit dem Förder­kreis Mahnmal St. Nikolai e.V.

Eintritt frei.

Die Ausstellung „Zwischen Zwangsfürsorge und KZ. Arme und unangepasste Menschen im nationalsozialistischen Hamburg“ ist vom 10. Juni bis 3. Juli 2022 im Foyer des Hamburger Rathauses zu sehen.

Sonntag, 8. Mai 2022, 16.00 Uhr

Open Air unter dem Carillon

RICORDARE

Mai 1945 - Das Kriegsende in Hamburg in Erinnerungen und Zeitzeugnissen

Am 8. Mai 1945 endete mit der Unterzeichnung der deutschen Kapitulation offiziell der Zweite Weltkrieg in Europa. In Hamburg war der Krieg bereits am 3. Mai mit dem Einmarsch britischer Truppen zu Ende gegangen. Große Teile der Stadt lagen in Trümmern, viele Familien trauerten um Angehörige, in Hamburg gestrandete Flüchtlinge und befreite ausländische Arbeitskräfte blickten einer unsicheren Zukunft entgegen – aber alle hofften auf neue Lebensperspektiven.

77 Jahre nach Kriegsende erinnert das Mahnmal St. Nikolai auf dem Platz der im Bombenkrieg zerstörten früheren Hauptkirche St. Nikolai an das Kriegsende: Beim Open-Air unter dem Carillon werden die Hoffnungen und Befürchtungen der Hamburgerinnen und Hamburger in den Mai-Tagen des Jahres 1945 wieder lebendig. Ein Moment des Innehaltens und des Nachdenkens in einer Zeit, in der Krieg in Europa mit schrecklichen Folgen für die Menschen wieder Realität ist.

Es lesen: Rabea Lübbe, Michael Prelle, Anne Weber, Michael Weber

Musik: Tuten und Blasen (Brass Ensemble)

Carillon: Werner Lamm

Buch/Regie: Michael Batz

Eintritt frei.

Anmeldung unter: anmeldung@mahnmal-st-nikolai.de

Eine Veranstaltung im Rahmen der Woche des Gedenkens des Bezirks Hamburg-Mitte.

Ricordare_8. Mai_Flyer

Mittwoch, 26. Januar 2022, 18.00 Uhr  

Theaterperformance

Displacement "Morgen werde ich nicht sein ..." – Erinnern um der Zukunft Willen

Theaterperformance nach Briefen, Erinnerungen und Texten russisch-jüdischer Flüchtlinge

In Folge der Russischen Revolution kamen tausende jüdische Flüchtlinge, die in ihrer Heimat verfolgt wurden, nach Deutschland. Unter ihnen waren Dichter, Wissenschaftler oder Unternehmer, die im Berliner Exil zahlreiche Berufsvereine und Kulturinstitutionen wie Verlage, Schulen und Literaturclubs gründeten und auch gemeinnützige Vereine und Verbände ins Leben riefen. So entstanden nicht nur literarische und musikalische Werke, sondern auch neue Kunstformen, die den Zeitgeist widerspiegelten oder ihrer Zeit voraus waren. Diese einzigartige Welt der russisch-jüdischen und deutsch-jüdischen Kultur ist ein wichtiges Kapitel der Einwanderungsgeschichte in Deutschland, das bis heute kaum bekannt ist. Als 1932 die antisemitischen Parolen des Nazi-Regimes immer lauter wurden, begann sich die russisch-jüdische Kolonie in Deutschland aufzulösen. Die Überlebenswege führten überwiegend ins Exil: nach Frankreich, in die USA oder nach Palästina.

Das Theaterprojekt "MENTSH" erzählt diese Geschichte anhand einzelner Schicksale nach und setzt ein Zeichen gegen Hass, Gewalt und Antisemitismus. 

Ablauf

Begrüßung und Moderation, Christine Leuchtenmüller, Leiterin Politisches Bildungsforum Hamburg

Inhaltliche Einführung, Dr. Elena Solominski, Jüdisches Leben in Deutschland, Projektleiterin "MENTSH!"

Theateraufführung: Displacement "Morgen werde ich nicht sein ..."

anschließende Diskussion

Eine Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung/Politisches Bildungsform Hamburg in Kooperation mit dem Mahnmal St. Nikolai sowie der Deutsch Israelischen Gesellschaft e.V. Hamburg anlässlich des DenkT@ges 2022 für die Opfer des Nationalsozialismus.

Weitere Informationen und Anmeldung über die Webseite der Konrad-Adenauer-Stiftung

Livestream unter

https://www.facebook.com/kas.hamburg/
https://www.youtube.com/watch?v=NLeg6eDESMg

Dienstag, 25. Januar 2022, 19.30 - 21.30 Uhr  

Themenabend

Die Verfolgung angeblich „Asozialer“ und ihre Darstellung im Film

Jahrzehntelang gab es keinerlei öffentliches Interesse an den Geschichten der Menschen, die im Nationalsozialismus als angeblich „asozial“ ausgrenzt und verfolgt worden waren. Im Auftrag der die Projektgruppe für die vergessenen Opfer des NS-Regimes in Hamburg Christiane Rothmaler, Christina Kukielka und Stefan Corinth gemeinsam mit drei Frauen, die nach ihren eigenen Regeln und nicht nach denen der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft lebten und daher unter Kontrolle und Zwang gerieten, den 1992 fertiggestellten Film "Was hat Hamburg nur mit Euch Frauen gemacht?"  Nur in wenigen weiteren Filmen wurden seither ähnliche Verfolgungsgeschichten aufgegriffen. An diesem Themenabend werden einige dieser Filme ausschnittsweise vor- und zur Diskussion gestellt. Mit dabei sind die Ärztin, Historikerin und Filmemacherin Dr. Christiane Rothmaler von der Projektgruppe für die vergessenen Opfer des NS-Regimes e.V., die Filmemacher Dr. Jürgen Kinter und Stefan Corinth sowie Alyn Beßmann von der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte.

Eine Kooperationsveranstaltung mit der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Anmeldung: https://www.kz-gedenkstaette-neuengamme.de/veranstaltungskalender/

Samstag, 1. Januar 2022, 15.00  Uhr  

Neujahrsläuten

Aufgrund eines technischen Defektes muss das Glockenspiel leider entfallen!

Das Jahr 2022 wird eingeläutet von den 51 chromatisch gestimmten Glocken des Turmglockenspiels des Mahnmals St. Nikolai.

Am Spieltisch: Werner Lamm

Gastmusiker: Boris Havkin, Trompete

Das Glockenspiel ist im Freien auf dem Platz des früheren Kirchschiffs zu hören. Eintritt frei.

Werner Lamm - Kirchenmusiker in Hamburg, Musikstudium in Dortmund, Hamburg und Paris. Leitet die Bramfelder und die Harburger Kantorei. Konzerte in Japan, USA und den meisten europäischen Ländern, Gastdozent an Hochschulen in London und Hamburg. Das Carillonspiel lernte er schon als Jugendlicher in Frankreich, am Mahnmal St. Nikolai spielt er regelmäßig seit 2006.

Boris Havkin - studierte Musik in Moskau und Hamburg. Er gibt Solokonzerte und hat Orchesterengagements bei den Hamburger Symphonikern. Seit 1996 ist er an der Lutherkirche in Wellingsbüttel als Trompeter tätig. Die Leitung des Wellingsbütteler Posaunenchores übernahm er 2012.