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„Der Obrigkeit untertan?“ Kirche und
Politik – damals und heute

6. Mai 2026, 19:00 Uhr

Ein Kirchturm mit Kirchenschiff von der Seite

Das Verhältnis der evangelischen Kirchen zur Politik ist historisch bedingt durch eine große Nähe zum Staat gekennzeichnet. Bis 1918 bestand die enge Verbindung von Thron und Altar.

Während die demokratische Weimarer Republik von vielen Theologen als Obrigkeit nicht anerkannt wurde, gab es eine große Affinität zur nationalsozialistischen Diktatur. Der Hamburger Landesbischof von 1934 bis 1945 und Hauptpastor an St. Jacobi, Franz Tügel (1888-1946), war schon 1931 NSDAP-Mitglied geworden, hatte „Mein Kampf“ gründlich gelesen und sich bei den „Deutschen Christen“ engagiert. Auch nach dem Ende des „Dritten Reiches“ blieb er uneinsichtig.

Nach einem Impulsvortrag zu Franz Tügel wird über die notwendige Auseinandersetzung mit ihm und seiner Bedeutung für die Gegenwart diskutiert. Wie kann Kirche heute Integration fördern und politischen Extremismus verhindern?

Es diskutieren:

  • Prof. Dr. Dr. Rainer Hering, Archivar und Historiker
  • Dr. Stefan Holtmann, Hauptpastor St. Jacobi
  • Marvin Becker, Dissertation zum Thema „Die Deutschen Christen als „Christen der Zukunft“? Nationalprotestantische Netzwerke, Einstellungen und Diskurse in Westdeutschland von 1945 bis in die 1970er Jahre“

Veranstaltet von der Hauptkirche St. Jacobi

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