Besuch planen

„Die hatten doch sicher
später dauernd Alpträume?“

Vortrag und Gespräch

8. Juni 2026, 18:00–20:00 Uhr

Zwei Soldaten bewachen ein Haus, auf dem Gaststätte Curiohaus steht

Zwei Perspektiven auf Täterschaft im KZ Neuengamme: Fragen von Schülerinnen und Schülern und die intergenerationelle Weitergabe eines KZ-Überlebenden und Zeugen an seinen Enkel. In einem Impulsvortrag von Marco Kühnert wird über Fragen aus Schulklassen zum Thema „Täterschaft“ während pädagogischer Veranstaltungen an der KZ-Gedenkstätte Neuengamme berichtet. Danach findet ein Gespräch mit Marc Schemmel statt. Er ist der Enkel von Herbert Schemmel, der als Häftling im KZ Neuengamme viele seiner Mithäftlinge retten konnte. Er war später Zeuge bei den britischen und deutschen Ermittlungs- und Gerichtsverfahren zum Tatkomplex Neuengamme, auch im Curiohaus-Hauptprozess. Welchen Blick auf die SS hat dieser Überlebende, Zeuge und bedeutsame Aufklärer über die NS-Verbrechen innerhalb seiner Familie vermittelt? Wir fragen seinen Enkel Marc Schemmel, heute selbst Historiker und Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft: Was wurde ihm wie erzählt – und wie hat dies seine Perspektive auf Täterschaft geprägt? Und was bedeutet dies heute auch für ihn als Politiker?

Aus Anlass der 80jährigen Erinnerung an diese Prozesse haben sich Hamburger Institutionen (GEW, Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte, VVN-BdA Hamburg, Landesinstitut für Qualifizierung
und Qualitätsentwicklung in Schulen, Spaces, BV Hamburg-Wandsbek) zusammengetan, um gemeinsam der Geschichte zu gedenken, die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus wachzuhalten und den Kampf gegen heutige Rechtsentwicklung zu beleben.

Weitere Vorträge, Lesungen und Rundgänge – unter anderem zu Täterprofilen, Zeug*innenperspektiven sowie einzelnen Verfahren – ergänzen das Programm bis in den Herbst 2026. Das vollständige Programm und der Flyer finden Sie im Veranstaltungsflyer

Weitere Veranstaltungen