WEBVTT

00:00:15.080 --> 00:00:17.800
Der Hamburger Feuersturm
brennt sich wortwörtlich

00:00:17.840 --> 00:00:20.960
in das Gedächtnis
aller Betroffenen ein.

00:00:21.040 --> 00:00:22.840
Schon wenige Tage
nach den Bombardements klagt

00:00:23.000 --> 00:00:26.160
die national-
sozialistische Gauleitung

00:00:26.320 --> 00:00:29.720
den „angloamerikanischen
Bombenterror“ an.

00:00:29.760 --> 00:00:32.160
Nach Kriegsende weicht

00:00:32.200 --> 00:00:40.840
diese plumpe Propaganda
einem vielschichtigen Erinnern.

00:00:40.920 --> 00:00:47.560
Jedes Jahrzehnt wählt
dafür einen eigenen Weg.

00:00:47.600 --> 00:00:50.560
Dabei bestimmen
oft konkrete Interessen

00:00:50.600 --> 00:00:53.760
die Form und den Inhalt
des Gedenkens.

00:00:53.800 --> 00:01:00.280
Die Debatte um das „richtige“ Erinnern
ist so alt wie der Feuersturm selbst.

00:01:02.280 --> 00:01:09.280
Die Jahrestage begeht man nach
Kriegsende sehr regelmäßig.

00:01:09.440 --> 00:01:12.240
Viele verschiedene
Gedenkorte entstehen,

00:01:12.280 --> 00:01:15.360
von der schlichten
Tontafel am Neubau

00:01:15.400 --> 00:01:20.080
bis hin zu künstlerisch
gestalteten Denkmalen.

00:01:20.360 --> 00:01:22.920
Auf dem Ohlsdorfer Friedhof

00:01:22.960 --> 00:01:27.400
befindet sich
ein Massengrab mit Bombenopfern.

00:01:27.440 --> 00:01:38.960
Dort weiht man 1952
das Mahnmal von Gerhard Marcks ein.

00:01:39.320 --> 00:01:41.880
Schon Mitte der 1940-er Jahre

00:01:41.920 --> 00:01:48.680
erscheinen erste literarische
Verarbeitungen des Feuersturms.

00:01:48.960 --> 00:01:52.800
Am vielfältigsten
sind selbstverständlich

00:01:52.840 --> 00:01:55.240
die persönlichen
Erinnerungen von Zeitzeugen.

00:01:56.000 --> 00:02:00.040
St. Nikolai, vormals inmitten
von Altbauten gelegen,

00:02:00.080 --> 00:02:05.240
ist heute auch durch
seine bauliche Isolation

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ein Mahnmal an
die wohl sichtbarste Zäsur

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in der Geschichte Hamburgs.

